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Laufberichte

Endlich Ultra in Monschau!

12.08.12

Dieses Jahr fand der Monschau Marathon bereits zum 36. Mal statt und gehört damit zu den „Institutionen“ in der Deutschen Marathonszene. Für mich persönlich hat in Monschau meine Leidenschaft zum Langstreckenlauf begonnen und das ist nun immerhin schon 34 Jahre her. Ich bin Monschau über die Zeit hinweg auch treu geblieben und bin immerhin mit 13 erfolgreichen Teilnahmen im MoMa Club 10+.

Nun sollte dies nun meine 14. Teilnahme werden. Doch der ausrichtende Verein TV Konzen hatte endlich die Wünsche viele Teilnehmer erhört und zum ersten Mal eine Ultradistanz mit angeboten. Also logisch für mich: Bei der Premiere musst Du dabei sein.

Gesagt getan. Angemeldet. Dann genauer gelesen:

„Zusätzlich zur Marathonstrecke durch den Deutsch Belgischen Naturpark wird eine 14 Kilometer lange Strecke am Rande des Hohen Venns hinauf zum “Steling“ -mit 658 Metern üNN höchster Berg der Nordeifel- der Auftakt für die Ultraläufer sein. Bei guter Fernsicht präsentiert sich den Läufern hier ein einmaliger Panoramblick bis zur Hohen Acht oder gar zum Siebengebirge. Zurück in Konzen begibt sich das Feld der Ultraläufer schließlich auf die original Marathonstrecke. Eine zusätzliche Herausforderung, die mit zusätzlichen Reizen rund um den Steling und das Hohe Venn entschädigen wird!“

Kingt ja super: Schöne Aussicht, höchster Berg und noch ein paar Höhenmeter, und 14 km extra, also 56 km. Aber dann doch noch mal weitergelesen: Start 6.05 Uhr

Ups, das heißt sehr früh aufstehen, aber da bin ich ja nicht der Einzige: Die Organisatoren um Oliver Krings und Helmut Hoff, die unzähligen Helfer im Start und Zielbereich und an der Strecke und die Ultraläufer, und da waren auch noch die Wanderer, Walker und gemütlichen Marathon-Läufer, die schon um 6.00 Uhr (bis 7.15) starten. Um 8.00 Uhr geht es dann pünktlich für  das Hauptfeld der Marathonläufer und die Staffelläufer los.

4.00 Uhr am Sonntagmorgen. Abfahrt. Wetter trocken. Autobahn frei.

5.20 Uhr: Ankunft in Konzen. Um diese Zeit noch kein Parkplatzproblem, trotz der Baustelle. Startnummer abholen. Letzte Vorbereitungen.

 
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Konzen ist einer der kleineren Ortsteile von Monschau.  Beim Lauf durchqueren wir recht viele dieser doch weit verstreut liegenden Ortschaften. Alle zusammen kommen auf rund 12.000 Einwohner. Monschau, das bis 1918 noch Montjoie (Freudenberg) hieß, hatte davor viele wechselnde Namen.

6.00 Uhr: Die ersten Wanderer starten. Die Ultras scharren nervös mit den „Hufen“.

6.05 Uhr: Es geht los. Etwas ungewohnt, da wir nun in die entgegengesetzte Richtung laufen. Es gilt neues Territorium zu entdecken.

 
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Zunächst laufen wir fast 2 km durch noch verschlafene Sträßchen, bis wir dann in den Wald kommen. Natur pur erwartet uns hier und dann schon bei km 4 der erste Verpflegungspunkt mit Wasser und Buffer. Esgeht schon geraume Zeit immer etwas bergan, aber jetzt wird es fühlbarer. Da kommt auch schon der nächste Verpflegungspunkt bei km 6,3, wo wir dann auch schon den Stegling erreicht haben. Weit und breit kein Berg zu sehen, da mit etwas Pfadfindergespür sehe ich dann doch zwischen einigen Fichten das Gipfelkreuz.

Ab hier geht’s nach Belgien, denn der Berg liegt praktisch auf der Grenze. Etwa 700 m südwestlich der höchsten Bergstelle befindet sich als touristische Attraktion der markante Quarzitfelsen „Kaiser Karls Bettstatt“. Auf dem Berg und den umgebenden Wiesen sind für das Monschauer Heckenland typische Flurhecken aus Rotbuchen, als Umfriedung der Futterweiden und Heuwiesen, zu finden. Von der Kuppe des Stelings hat man einen weiten Überblick über die Nordeifel und man kann bei sehr guter Fernsicht das Siebengebirge bei Bonn sehen.  Auf dem Steling gibt es übrigens eine private Wetterstation für den Bereich Rureifel und Monschau.

Bei Km 10 haben wir dann schon die 3te Verpflegung erreicht, die auch unsere erste war, denn wir sind hier eine wirklich schöne Schleife gelaufen. Ab hier geht’s auf fast der gleichen Strecke wieder zurück zum Start, wo wir noch mal kurz Getränke mäßig auftanken können.

Kurz vor dem Startpunkt neben der Kirche von Konzen geht es noch mal richtig knackig hinauf. Danach passieren wir das Starttor, wo schon die ersten Marathonis warten, um die Verfolgungsjagd aufzunehmen. 200 Ultras werden von fast 800 Marathonis gejagt. Mal anders rum gesehen: So weit vor dem Feld bin ich hier noch nie gelaufen.

 
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Ab hier wissen meine Füße eigentlich besser wo es lang geht als mein Kopf. Also etwas abschalten, das anstehende Gefällstück genießen. Der Teerweg wird nach einiger Zeit schmaler und es geht einen rutschigen Trampelpfad steil nach unten. Die meisten Läufer sind wie ich Wiederholungstäter und kannten dieses Nadelöhr und verhielten sich diszipliniert, und so ging es doch recht gesittet zu. Danach wird die Straße breit und führt leicht abwärts, an der historischen Senfmühle von 1882 vorbei, nach Monschau. Ungewohnter Weise sind hier kaum Läufer, also Zeit um alle Eindrücke zu genießen.

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Informationen: Monschau-Marathon
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