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Laufberichte

Linz zahlt sich aus

 

Dass ich sehr gerne in Linz beim Marathon dabei bin, hat auch damit zu tun, dass ich 2002 beim ersten Marathon hier meine PB lief und auch bei einem 10 km-Lauf mit 44 min eine Vorgabe schaffte, die ich anschließend nie wieder unterbieten sollte.

Laut Wetterbericht sollen die Bedingungen heute bei der 17. Auflage des Linz Marathons, der laut dem jährlichen Voting auf M4Y bereits zum dritten Male zum beliebtesten Marathon in Österreich gewählt wurde, zumindest während der ersten zwei Stunden ideal bleiben.  Erst gegen Mittag könnte es wärmer werden, heißt es. Die Stimmung unter den Tausenden, die vom 1974 nach den Plänen der finnischen Architekten Kaija und Heikki Sirén erbauten Brucknerhaus in Richtung Voest-Autobahnbrücke strömen, könnte besser nicht sein.  Solche, die an ihrer Laufkleidung noch nervös zupfen und die Schuhriemen nachjustieren, oder irgendwo ein Klo suchen, gibt es bei jedem Marathon vor dem Start. Mir imponiert, dass hier in Linz viel gelacht und Schmäh geführt wird – und auch ein Oldie wie ich registriert, dass so mancher Kollege jüngeren Baujahrs seine Chance für einen Flirt bestens nutzt.

Der Fußweg zum Start donauabwärts entlang dem Donaudamm ist entspannend, wenngleich dann der  direkte Weg auf die Voest-Brücke heuer durch Sanierungsarbeiten etwas blockiert ist. Aber Hektik kommt keine auf, vielmehr sieht man den Läuferinnen und Läufern sowie den vielen Zuschauern im Startbereich, die ebenfalls Zutritt auf die Brücke haben, sich aber außerhalb des Sperrbereichs postieren müssen, die Vorfreude auf das Ereignis an.

 

 
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Der deutsche Platzsprecher bemerkt, dass er nun schon 16 Male hier moderiert habe, der Zustrom zum Linz Marathon sei ungebrochen und man deshalb als Außerstehender den Veranstaltern nur herzlich gratulieren könne. Vom Bürgermeister der Stadt Linz wird bestätigt, dass der Event insgesamt zu einem Großereignis mit vielen positiven Effekten für den Tourismus und parallel stattfindenden kulturellen Angebote geworden sei.

Ich sehe wie immer bei großen Laufveranstaltungen zahlreiche bekannte Gesichter,  Hannes „Kraxi“ Kranixfeld, Organisator des heuer am 3. Juni bereits zum achten Male stattfinden Sommeralm Marathons, ist Tempomacher für 3:30 h. Herbert Orlinger kommt mir entgegen – er hat den Vorteil, dass er sich als Linzer sehr lange mit dem Frühstück am Renntag Zeit lassen kann. Und den barfuß laufenden Pumuckl alias Dietmar Mücke kennen ja eh alle in der Marathon-Community. Es stellt sich (scherzhaft gemeint) die Frage, ob es sich für ihn auszahlt, die Füße überhaupt intensiv zu reinigen, wo er doch auch fast jede Woche läuferisch unterwegs ist.

Die Teilnehmer/innen des Viertelmarathons sind hier bereits um 8 Uhr 30 gestartet, für uns Marathonis mit rot unterlegten Startnummern, die vielen Staffelläufer in Gelb sowie die Halbmarathonstarter mit grünen Nummern (auf der rechten Seite der Brücke) geht es erst um 9 Uhr 30 los. Ich bewundere die Fallschirmspringer, die punkgenau auf der Markierung vor dem Startareal landen.

Druck habe ich beim Linz Marathon keinen, denn der Lauf ist ganze 6 Stunden offen – da kann nichts schiefgehen. Ob die schnellen Kenianer, angeführt von Elijah Kemboi, den im Jahre 2007 von Alexander Kuzin (UKR) aufgestellten Streckenrekord von 02:07:33 unterbieten können, wird sich zeigen. Ich stelle mich diesmal sehr weit nach vorne, um vom Start die Vorderseite der losstürmenden Läuferinnen und Läufer aufs Foto zu bekommen.

 

 
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Gleich nach dem Start bemerkt man den Anstieg der Voest-Brücke, den man dann alsbald auf der anderen Seite des hier in die  Mühlkreisautobahn eingebetteten Kurses wieder kompensieren kann. Da ich weit vorne bin,  werde ich heute bis zur Halbmarathondistanz auch wegen der vielen Starter/innen – geschätzte 15.000 in allen ab 9 Uhr 30 stattfindenden Bewerben – beim schnellen Knipsen immer aus dem Vollen schöpfen können.

In einem langgezogenen Bogen führt die Strecke hinein in die Freistädter Straße, in die nun auch zu unserer Rechten die Halbmarathonläuferinnen und -läufer einströmen. Die Begegnung verläuft problemlos, wenngleich sich das Aufkommen nun verdreifacht hat.   

Mir gefällt der Leitspruch eines jungen Läufers: „Eine Schnecke am Boden, in der Luft ein Adler“ – das steht auf seinem Shirt, als er an mir vorbeizieht. Ob er ein „Grüner“ ist und noch 18 km vor sich hat, oder Startläufer einer Staffel mit einer Vorgabe von 9.4 km ist, kann ich nicht erkennen – alle geben am Anfang ihr Bestes.

Der kurze Anstieg auf der Pulvermühlstraße ist ein erster Prüfstein –  ich nehme hier immer Tempo raus, so bekomme ich auch neue Gesichter vor die Kamera. Die erste Labe befindet sich nach 5 km, es gibt Wasser in Bechern und ein Isogetränk. Auf der nun folgenden leicht abwärts führenden Straße kann man sein Lauftempo ohne Kraftanstrengung etwas erhöhen. Ich habe aber keinen Grund, auf die Uhr zu schauen, denn nach über 350 Marathons hat sich an meinen Füßen ein eigenes Organ gebildet – und sei es nur eine von mehreren Druckstellen mit wohlgeformtem Hühnerauge, die Aufschluss gibt, was belastet und was im Wohlfühlbereich liegt.  

 

 
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Nahe dem LSR für OÖ strahlt mich der Pumuckl an, er und Ute sind flott unterwegs. „Einen Schuss über die Schulter gibt es ja nur in Agentenfilmen“, ruft er mir zu. „Wenn ich nur so zielgenau wie Mr. Bean schießen könnte“, antworte ich. Und tatsächlich, ein Kollege läuft im Feld, der sich so verkleidet hat.

Es geht auf die 250 m lange, die Donau überspannende und auf zwei Betonpfeilern ruhende Nibelungenbrücke, die bereits 1940 in der Kriegszeit errichtet wurde und heute wie damals die Innenstadt mit Urfahr verbindet. Bald werden wir das erste Viertel des Marathons geschafft haben. Der Kurs verläuft nun die Untere Donaulände flussabwärts, zu unserer Linken befindet sich im Parkbereich das Brucknerhaus, Labe und Staffelübergabe kommen in Sicht. Ich knipse mehrfach, wie Mr. Bean sich nun die Überhose abstreift und sich bei der Labe der überschüssigen Kleidung entledigt – wahrscheinlich ist es ihm im Tweedsakko mit Seidenstickerhemd und eng gebundener Krawatte doch zu heiß geworden.

Die 10 km-Anzeige steht 500 m weiter von der Labe entfernt in der nun leicht ansteigenden, nach Süden führende Straße. Eine Gruppe intoniert am Straßenrand einen Gospelsong, viele Zuschauer schauen und hören interessiert zu. Während mich nun laufend meist junge Läuferinnen und Läufer mit gelben Startnummern überholen, die  frisch die zweite Teametappe in Angriff nehmen, dürfte der Pumuckl irgendwo eingekehrt und beim Tratschen sein.

Der Sonne entgegen die Franckstraße entlang, die sich wie jedes Jahr zieht. Hinter mir kommt eine Gruppe Läufer mit einem laut aufgedrehten Musikgerät nach. In Linz nehmen wirklich sehr viele  Jugendliche am Laufevent teil. Ich lege einen Gang zu, die Füchselstraße führt unter eine Eisenbahnbrücke. Das Gegenlicht schafft meine Kamera nicht, aber die Atmosphäre wird dennoch authentisch eingefangen. Meine ich.

Bald sind 14 km erreicht, an der dritten Labestelle hinter einem blauen, luftgefüllten Torbogen nehme ich mir einen Schluck Cola und hoffe auf den belebenden Effekt. Inzwischen liege ich schon etwas über meiner üblichen Marathonrichtzeit. Aber es geht ja nun wieder zurück in die Linzer Innenstadt – mit dem Wissen, dass einige Passagen auf dem verbleibenden Kurs auf der ersten Runde vom sanften Gefälle her gesehen ein höheres Lauftempo begünstigen. Gerade hat mich die 4:30-Tempomacherin mit einer kleinen Kohorte überholt – an guten Tagen kann ich dies bis zur Halbdistanz hinauszögern.

Auf der nun für uns relevanten Wiener Straße werden wir Marathonis zweimal laufen, aber vorerst muss ich die verbleibenden 6 km gut bewältigen. Bei vielen stürmischen Jugendlichen ist der Elan auf den ersten Kilometern längst verflogen, so mancher hat sich für den Halbmarathon, ja selbst für die zweite Staffeletappe, zu viel zugemutet und marschiert nun des Weges. Andere wiederum rufen jetzt und im besten Moment ihr im Winter antrainiertes Leistungspotenzial ab und setzen zum Überholen an. Nur sehe ich kaum rote Startnummern – „where have all the flowers gone?“ – wohin sind die Marathonläufer verschwunden?  

Nach dem Bulgariplatz kommt die 15 km-Markierung, ich versuche mich den davoneilenden Halbmarathonis anzuschließen, um die 2:20 h nicht zu überschreiten. Wir befinden uns hier in einer sozial ausgerichteten Wohngegend, links und rechts der gesperrten Straße stehen zahlreiche Gemeindebauten und Genossenschaftshäuser. Am teuersten wohnt man auch in Linz in der Innenstadt und auf dem Pöstlingberg – wie die OÖ-Nachrichten vermelden.  

 

 
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Weiter geht es über die Gürtel- und Lastenstraße, neben der gleichnamigen Straße befindet sich der   St. Barbara-Friedhof mit einer Fläche von circa 12 ha und ca. 20.000 Gräbern.  „Linz, du bleibst in meinem Herzen“, war sein letztes Wort, bevor er von dannen ging.

Jetzt um 11 Uhr vormittags sind die Temperaturen noch moderat, ab Mittag dürfte es dann 20 Grad bekommen. Wir laufen unter der Eisenbahnbrücke durch, die Kühle empfinde ich als angenehm. Gleich sind wir mitten in der am Sonntag von Besuchern und tlw. Touristen gut frequentierten Linzer Innenstadt. Ein Rettungswagen fährt mit Blaulicht vor, eine Läuferin liegt am Gehsteig und wird von zwei Sanitätern betreut. Kilometer 19 kommt in Sicht, die nächste Labe ist auch nicht weit. Ich trinke und schütte mir aber eine halbe Flasche des kostbaren Nass auf dem Kopf.

Jetzt kommt jener Teil beim Linz Marathon, den ich nicht mag, weil er am Ziel vorbei in die Gegenrichtung stadtauswärts beim Pfarrplatz vorbeiführt. Schon auf der ersten Runde kommen einem hier die Finisher des Viertel- und die Schnellen des Halbmarathons mit einem Bierbecher entgegen und rufen „Bravo!“ Schlimm ist es dann beim zweiten Durchlauf, weil man noch ganze zwei Kilometer in einer 180 Grad-Wende vor sich hat. Daher trachte ich hier so unauffällig wie möglich auf dem kurzen Anstieg dem Publikum zu entkommen.

Zum Nachdenken komme ich nicht, denn mit Blaulicht wird der führende Kenianer Robert Kiplimo Kipkemboi eskortiert, der nach Blick auf meine GPS-Uhr für etwas mehr als 40 km nur 2:02 h benötigt hat.  Aber sobald die ersten drei männlichen Eliteläufer durch sind, haben wir Langsameren wieder freie Bahn. Wir müssen sozusagen einen Teil der Innenstadt zurücklaufen. Ab der 20 km-Marke reihen sich dann entlang der Landstraße zahlreiche historische Sehenswürdigkeiten wie bspw. die Karmeliten- und Ursulinenkirche.

Großen Respekt habe ich vor dem Kopfsteinpflaster, dem die  Läufer wegen der beidseitigen Zuschauerabsperrungen nicht ausweichen können. Auf derart unebenem Boden komme ich wegen meiner Fußprobleme schlecht voran. Von hinter schlägt mir eine Läuferin auf den rechten Ellbogen – „wo müass ma hetzan hin?“ Zum Glück trage ich die Kamera in der Handschlaufe, sie wäre am Boden zerschellt. Die Abzweigung für uns Marathonis ist bestens sichtbar, es geht beim Taubenmarkt nach links, die Promenade entlang, wo der Staffelwechsel erfolgt und auch wieder Publikum die Läuferinnen und Läufer anfeuert.  

Es geht nun sozusagen in die zweite Runde – mit Verspätung zwar, aber guten Mutes, diesen Lauf passabel runterzuspulen. Es ist mein 350. Einzelmarathon, an Ultras kommen nochmals 10 Läufe dazu.

Wir kommen zum 1924 erbauten neugotischen Linzer Mariendom, nach dem Fassungsvermögen mit 20.000 Personen die größte römisch-katholische Kirche Österreichs – nach der Höhe ist dies der Stephansdom. Nach und nach rücken die Staffelläufer nach, doch die Anzahl der in Sichtweite vor und nach mir auf der Strecke befindlichen Marathonläufer ist überschaubar.

Langsamen Schrittes mühe ich mich nun am Park vorbei in Richtung Bahnhofstraße, wo ich heute Morgen schon aus Wien kommend vorbeigestapft bin. Ein Sandler, der hier im Park seinen Unterstand aufgeschlagen hat, pumpte mich um Kleingeld an – eine Zwei-Euro-Münze als Anzahlung für ein „Burenhäutl“, hochsprachlich als Klobasse bezeichnet, an einem in Linz auch an Sonntagen geöffneten Würstlstand machte ich locker.

Das kurze Gefälle unter der Eisenbahnbrücke durch beflügelt, weil gleich dahinter auf der Wiener Straße die Labe in Sicht kommt. Ich bin echt ausgetrocknet, und ich freue mich auf die Versorgung. Wie immer mische ich Wasser, Iso und das verfügbare Cola-Getränk.

 

 
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Wenig später kommen uns auf der anderen Seite die schnelleren Läuferinnen und Läufer entgegen – es sind derer ziemlich viele. Als ich nach der Wende bei Kilometer 24,1 mit Zeitnehmung in die Gegenrichtung blicke, folgen aber doch noch einige bekannte Gesichter hinten nach. Mit einigen von ihnen habe ich mich schon öfters bei Marathons „duelliert“.

Beim ÖAMTC-Stützpunkt Linz sind 26 km erreicht. Gegenüber kommen uns die inzwischen gut 6 km voranliegenden Läufer/innen entgegen. Für uns geht es zunächst auf der Salzburger Straße weiter, anschließend „Am langen Zaun“ entlang (so der offizielle Name des Abschnittes rund um das Linzer Naturschutzgebiet Wasserwald) bis zur nächsten Zeitnehmung bei Kilometer 30.

Wein trinkende Schrebergartler saßen auch in den Jahren auf ihren Campingsesseln auf Gehsteig-Niveau. Ihr Applaus ist aber ehrlich gemeint, sie würden sich 42 km nie antun. Bei der Kilometer 31-Anzeige werde ich überholt – von Kollegen Wally, der mit großem Kampfgeist Terrain zurückerobert. Ich komme mit Günter aus Salzburg ins Gespräch – er erzählt, dass er wegen der Abnutzungen beim Laufen lieber auf sein tausende Euro teures Rennrad zurückgreift und so seine Kilometer gelenkschonend  zurücklegt. Wir laufen auf der Pestalozzistraße rund um den Wasserwald ein Stück gemeinsam und überholen nun gleich drei Kollegen, darunter auch Joe Church aus den USA, der mir nachher im Ziel erzählt, dass er letzte Woche in Bratislava, wo wir uns ebenfalls über den Weg gelaufen sind, aufgegeben hat.

Viel Applaus bekommen wir von einer größeren Stammtischrunde bei der Lißfeldstraße, die Leute sind gut drauf, die Musik ist aufgedreht. Und die Frau am Fenster im Hochparterre des Familienhauses meine ich bei früheren Läufen hier schon gesehen zu haben.  Den Leuten beim Laufen zuzusehen, scheint doch nicht ganz uninteressant zu sein.

Nach der Begegnungszone bei der Schumannstraße – hinter uns kommt um diese Zeit niemand mehr nach – bleibt Günter zurück. Ich erreiche die 35 km-Anzeige, inzwischen sind die Getränkevorräte bei der Labe, die wir auf der ersten Runde schon frequentiert haben,  ziemlich aufgebraucht. Noch immer warten ein paar Staffelläufer auf ihren Einsatz, der Läufer vor ihnen hat immerhin 14,3 km zu meistern und den härtesten Part.

Ich nehme mir vor, für die verbliebenen 7 Kilometer noch vorhandene Kräfte zu mobilisieren – Christoph Hohn, ein Kollege von Michael Dorfstätter dürfte mich übersehen haben, als ich an ihm vorbei eile. Ebenso laufe ich auf jene stürmische Dame auf, die mir auf der Hinrunde fast die Kamera aus der Hand geschlagen hätte. Und nach der erneuten Passage unter der Eisenbahnbrücke sehe ich 200 m vor mir den Michael in seiner typischen Adjustierung, die ihn als Angehörigen des Österreichischen Roten Kreuzes ausweist.  Bei der kleinen Labe in der Fabrikstraße habe ich ihn eingeholt – Dorfi erklärt, dass er seit letzter Woche an der rechten Achillessehne infolge eines Sturzes verletzt sei und heute nur langsam laufen könne.

Nun kommt wieder jener Abschnitt, den ich in Linz eigentlich fürchte, weil er mich schon viel Zeit gekostet hat – der mäanderartige Durchlauf durch die Innenstadt mit dem Höhepunkt, die Dämpfung der eigenen Laufschuhe auf den Kopfsteinen testen zu dürfen. Meine alten Treter können den Unebenheiten in Linz im Zielschluss der Strecke nicht trotzen.

Die Uhr zeigt bei 41 km 4:58 an, den letzten Kilometer werde ich aber nicht kampflos preisgeben. Ein Kollege will mich auf den letzten 300 m noch überholen. Ich halte ihn über die Schulter geblickt kameraready auf kurzer Distanz und setze dann zu einem Sprint an, dem er nicht folgen kann. Bald darauf kommt dann auch Dorfi nach – wir lassen uns von einem Helfer im Ziel gemeinsam ablichten.

 

 

Im Zielbereich bekommen die Finisher neben der Medaille auch ein Funktionsshirt – ich fasse eines in XL aus, ich mag enge Leibchen eher nicht so sehr. Kompliment an die Organisation, denn im gut abgeschirmten Ruhebereich sind noch zahlreiche süße Backwaren vorrätig. Zuerst kommt aber das Bier aus dem Fass, dann je eine Zimt- und Mohnschnecke. Damit ist mein Kalorienverbrauch während des Marathons wieder gut kompensiert.

Mit Hans Novincsak und Joe Church berede ich den Lauf – Hans hat mit seinen 4:54 wieder eine gute Zeit erreicht, Joe finishte wie ich mit 5:06.

Die Läufer haben freien Eintritt in das Parkbad zum Duschen  ̶̶  auch davon mache ich Gebrauch. Den verspäteten Railjet aus Zürich nach Wien HBH erreiche ich um 16 Uhr 42. Es hat sich ausgezahlt – so oder so.


Sieger


Männer:
1. Robert Kiplimo Kipkemboi (KEN) – 02:10:23
2. Elijah Kiprono Kemboi (KEN) – 02:11:30
3. Stephen Kipchirchir Kiplagat (KEN) – 02:11:45

Frauen:
1. Eddah Jepkosgei (KEN) – 02:31:11
2. Tecla Kirongo (KEN) – 02:33:16
3. Fruzsina Bakonyi (HUN) – 02:50:35

Finisher-Statistik:
874 Finisher (736 Männer, 138 Frauen) beim Marathon
4233 Finisher beim Halbmarathon (3138 Männer, 1095 Frauen)
249 Marathon-Viererstaffeln im Klassement
6091 Finisher (3405 Männer, 2686 Frauen) beim Viertelmarathon

 

 

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