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Laufberichte

Mia san Marathon

09.10.11

 

Der letzte Kilometer

 

Am Ende der Ackermannstraße biegen wir links auf den Spiridon-Louis-Ring ein. Wer gab der Straße den Namen? Nun, Spiridon Louis war der erste Marathonsieger bei den Olympischen Spielen 1896 in Athen. Der hatte es leichter, zählte doch die Strecke von Marathon nach Athen lediglich 40 Kilometer und Wein hat er auch noch gesoffen.

Olympiaturm und Olympiasee sind zu sehen. Für ein paar Aufnahmen habe ich noch Luft. Aber stehen bleiben brauche ich nicht, denn Petra zieht an. „Da vorn geht es in den Discotunnel“ als letzte Motivation. Musik, Lichter und die Ansage: „Nur mehr 350 Meter für Sie.“

Am Ende der Finsternis grelles Sonnenlicht, Rockmusik, Applaus, affengeile Stimmung. Wir sind im Olympiastadion. Und dann der Zieldurchlauf. Gänsehautfeeling pur. Hast du gut gemacht, Petra. Sie fällt mir um den Hals. „Es ging heute deutlich leichter als in Lindau. Die anderen Schuhe, die kühle Witterung und vor allem der defensive Beginn, das war entscheidend“, so ihre ersten Worte, überhaupt nicht in Atemnot.

Stefan kommt dazu, hat den Weißbierbecher schon halb leer geschlürft, und ist trotz verletzungsbedingter sub-optimaler Vorbereitung noch eine 3.22 gerannt. Für Petra und mich reichte es sekundengleich zu einer 3.34.

Ja, und unsere Marathonküken Markus und Melanie sind dem 3.15er Pacer noch sechs Sekunden davongerannt. Den Pacer haben die beiden in einem 4.15er Kilometersplit am Marienplatz niedergerannt. Melanie wird durch das Finish im Olympiastadion noch ein Wunsch erfüllt. Die Teilnahme am größten Marathon über dem großen Teich. Melly, kannst ja mal auf dieser Seite bei mir schauen, wie es 2009 da zuging. Der Markus sprach von sich aufgrund eines verletzungsbedingten Trainingsrückstandes mehr fett als fit zu sein. Ja, und Lisa und Carina haben ihre Jugendklasse gscheit aufgemischt. Platz eins und zwei. In der nahen Zukunft werden die beiden die klassische Distanz auch anpacken. Heit bin i von lauter Uafiechern umzingelt, i oider (Marathon)Sack.

Der olympische Rasen gleicht einem Heerlager. Brezen und Erdinger Bier, dafür laufen wir 42 Kilometer gern. S’Erdinger is hoit koa Blembe. Das Marathonvolk ist halt eigenartig. Habt’s alles verstanden, host mi? Heit samma Marathon in Minga!

Sieger

Frauen
1. Bernadette Pichlmaier 2.38,00 Std.
2. Julia Wagner 2.47,42 Std.
3. Monika Heiß 2.47,09 Std.

Männer
1. Richard Friedrich 2.19,05 Std.
2. Dennis Pyka 2.22,28 Std.
3. Carsten Presser 2.26,38 Std.

 
 


 

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