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Spannende Rennen und starke Leistungen

03.04.05
Quelle: Swiss-Image

 
© swiss-image 3 Bilder

Am dritten Zürich Marathon gab es mit Claudia Oberlin aus Tuggen eine Schweizer Siegerin, die nicht nur strahlte, sondern auch haderte. Bei den Männern brillierte der Kenyaner Stanley Leleito. Vorjahressieger Viktor Röthlin belegte Platz vier und zeigte sich «äusserst glücklich». Die fast 7000 Gestarteten profitierten von bestem Lauf-Wetter.

 

Die Stimmung entlang der Strecke war entspannt und angeregt. Anfeuerungsrufe wie «ihr seid alles Helden» unterstützten die Läuferinnen und Läufer. Sie waren bereits über dreieinhalb Stunden unterwegs und hatten noch immer einige Kilometer vor sich. Schwere Beine, oftmals verbunden mit Krämpfen, schwindende Kräfte hinderten, dafür beflügelte die Aussicht auf das Ziel mit dem Gefühl, die legendäre Marathon-Distanz von 42,195 km bewältigt zu haben. Solches lässt Schmerzen vergessen, auf welchem Level auch immer.

 

Ideales Wetter

 

Bei idealen Bedingungen, Sonnenschein und angenehmen Temperaturen wurde das imposante Teilnehmerfeld morgens um 8.30 Uhr bei der Landiwiese auf die Strecke geschickt. An der Spitze bildete sich rasch eine kleine Gruppe, welcher die Tempomacher und die aussichtsreichsten Anwärter auf den Männersieg angehörten. Bald war Vorjahressieger Viktor Röthlin der einzige Weisshäutige. Diese Spitzengruppe dezimierte sich nicht wie im Vorjahr derart stark, dass bereits bei Kilometer 30 nur noch ein Mann für den Triumph in Frage zu kommen schien. Vielmehr umfasste sie nach wie vor neun Mann.

 

Glücklicher Viktor Röthlin trotz Rang 4

 

Die (Vor-)Entscheidung fiel nach 32,6 km. Da wurde der Rhythmus von den Kenyanern verschärft. Eric Nzioki (Startnummer 15) attackierte, Stanley Leleito sowie der Tansanianer Bayo Getuli Amnaay folgten. Röthlin vermochte nicht zu kontern und lief noch auf Position sieben. Während sich an der Spitze der erst 20-jährige Leleito absetzte und leichten Schrittes seinem bisher grössten Triumph entgegenlief (Siegerzeit: 2:10:17), begann sich Röhtlin (Startnummer 1) wieder aufzufangen. Bis ins Ziel verbesserte er sich auf Position vier. Und mit 2:10:59 realisierte er seine drittbeste Marathonzeit. Ein bemerkenswertes Ergebnis.


«Ich bin sehr glücklich», strahlte der 30-jährige Obwaldner. Er sprach von «der Unsicherheit wegen der kurzen Vorbereitung, die sich nach der Olympia-Verletzung ergeben hatte», sprach aber auch davon «wie wunderbar es ist, ein solches Comeback feiern zu dürfen». Und er fand gar etwas, das ihm auf der legendären Distanz noch nie geglückt ist: «Das war mein erster Marathon ohne Krise.» Aus dieser Erfahrung konnte er den erfreulichen Schluss ziehen: «Das war ein nahezu perfektes Rennen.» Zu dieser Erkenntnis trugen insbesondere auch die letzten 7 km bei, die «mir noch nie so toll geglückt sind wie heute». Für Röthlin war der Rekord des Vorjahres (2:09:56) nie ein Thema gewesen. Vielmehr hatte er eine Zeit von unter 2:11 angepeilt und auch in Erwägung gezogen in 2:12 oder 2:13 einzulaufen und deshalb noch nicht unzufrieden zu sein».

 

Claudia Oberlin Sieg gefeiert, Limite verpasst

 

Wie schon letztes Jahr mit zwiespältigen Gefühlen hatte Claudia Oberlin (im Bild rechts mit dem Sieger Stanley Leleito) umzugehen. Die 26-jährige, derzeit beste Schweizer Marathonläuferin gewann zwar zum ersten Mal eine Prüfung über die 42,195 km, sie verpasste aber mit ihrer Zeit von 2:34:39 den geforderten Wert für eine WM-Teilnahme (2:33:00) klar. Und sie blieb auch 30 Sekunden über ihrer letztjährigen Bestmarke, mit der sie die Olympia- Qualifikation ebenfalls verpasst hatte. «Es tut in der Tat weh, wieder an der Limite vorbeigelaufen zu sein, andrerseits bedeutet mir dieser Sieg enorm viel», bilanzierte sie. Als Grund für ihr Scheitern machte sie «eine Verkrampfung im Kopf zwischen Kilometer 20 und 30» aus. Erst als ihr die Begleiter rieten, die Zeit zu vergessen, löste sich der Knopf und lief sie einen starken Schluss.

 

Ausführlicher Bericht und der Laufbericht von Klaus folgen in Kürze.

 

Informationen: Zürich Marathon
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