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Neuenschwander löst in Zürich das Olympiaticket

22.04.12
Quelle: Pressemitteilung

Echtes Aprilwetter liess beim 10. Zürich Marathon keine Streckenrekorde zu. Aber sportlich spannende Rennen mit starken Schweizern bekam das Publikum dennoch geboten.

Bei den Herren gewann der Kenianer Franklin Chepkwony, bei den Damen die Äthiopierin Workenesh Tola. Maja Neuenschwander unterbot als Zweite des Tagesklassements die Olympia-Limite für London, und auch Christian Kreienbühl wurde in einer starken Zeit Schweizer Meister. Schon vor dem Start um 8:30 Uhr hingen dunkle Wolken am Himmel über Zürich, und keine 20 Minuten nach dem Start öffnete der Himmel seine Pforten. Regen, Wind und Temperaturen unter 10 Grad sorgten in der Folge für harte Bedingungen bei der Jubiläumsauflage des Zürich Marathons. Doch das hinderte die Sportler nicht daran, dem Publikum spannende Rennen zu bieten. Ob bei den Damen oder den Herren: Die Entscheidung fiel jeweils erst kurz vor Schluss. Und als die Schnellsten auf dem Mythenquai dem Ziel entgegen rannten, schien bereits wieder die Sonne.

 

Kenia gegen Äthiopien um den Tagessieg

 

Im Rennen der Herren bildete sich bald eine grössere Spitzengruppe mit starken Läufern aus Afrika. Die harten Bedingungen dünnten diese Spitzengruppe dann so weit aus, dass am Schluss nur noch je zwei Kenianer und zwei Äthiopier für den Sieg in Frage kamen. Franklin Chepkwony konnte sich auf den letzten Kilometern von seinem Landsmann Shadrack Kemboi absetzen und in 2:10.57 Stunden gewinnen. «Für mich ist es der erste Sieg an einem Marathon in Europa, daher bin ich sehr glücklich. Mit dem Regen, den Windböen und den tiefen Temperaturen war das heute aber ein enorm hartes Rennen», meinte Chepkwony im Ziel. Rang Drei ging an den Äthiopier Hailu Begashaw, und die ersten drei Läufer waren nach 42.195km nur durch 16 Sekunden getrennt.

 

Kreienbühl: Meistertitel beim Heimspiel

 

Ähnlich spannend war die Entscheidung um den Schweizer Meistertitel: Christian Kreienbühl und Patrick Wieser liefen bis 10 Kilometer vorm Ziel zusammen und konnten so abwechselnd etwas vom Windschatten profitieren. Dann konnte Kreienbühl nochmals beschleunigen und die Entscheidung erzwingen. «Heute hatte ich mir zwei Ziele gesetzt: Den Schweizer Meistertitel und eine Zeit unter 2:20 Stunden. Das zweite Ziel hatte ich unterwegs wegen der harten Bedingungen schon aufgegeben», blickt Kreienbühl auf sein Rennen zurück. «Umso schöner war es dann, als ich auf der Zielgerade sah, dass ich doch beide Ziele erreichen konnte. Weil ich schon oft Zweiter an Schweizer Meisterschaften war, ist es nun ein umso schöneres Gefühl, mal ganz oben auf dem Podium zu stehen». Mit 2:19.37 Stunden erreichte Kreienbühl das Ziel als Elfter und bester Nichtafrikaner. Patrick Wieser verlor als Zweiter eine gute Minute, Adrian Marti sicherte sich Rang Drei an den Schweizer Meisterschaften.

 

Neuenschwander trotz Wetter unter Olympia-Limite

 

Das Rennen der Damen stand im Zeichen von Maja Neuenschwanders Jagd nach der Olympia-Limite von 2:33 Stunden. In Berlin hatte die Bernerin die Vorgabe noch um 30 Sekunden verpasst. Nun schien das Wetter ihr einen Strich durch die Rechnung zu machen. „Aber vom Publikum wie von meinem Team aus kam eine Menge Unterstützung, und auch meine Tempomacher haben einen tollen Job gemacht,“ so Neuenschwander im Ziel. «Das Wetter war zwar garstig, aber ich habe mich durchgebissen. Und bin nun überglücklich, dass ich nicht nur den Meistertitel gewinnen, sondern gleich auch noch mit einer Zeit von 3:31.55,9 das Ticket für London lösen konnte.» Die Entscheidung um den Sieg bei den Damen fiel 2 Kilometer vor dem Ziel: Die Äthiopierin Workenesh Tola richtete ihr Rennen konsequent auf Neuenschwander aus, liess die Bernerin nicht aus den Augen und setzte sich kurz vor dem Ziel mit einer resoluten Beschleunigung ab.

 

Team- und cityrun: Odlo, Bern und eine Zürcherin vorne

 

Den teamrun entschied das Quartett von «Odlo run 4 fun» für sich. Schlussläufer David Senn zelebrierte den Zieleinlauf entsprechend und meinte danach: «Hier zu gewinnen war nie unser Ziel, aber wenn der Sieg in Reichweite ist, soll man nicht Nein sagen. Eigentlich wollten wir einfach unseren Arbeitskollegen Fabian Jeker hinter uns lassen, und das ist uns gelungen.» Schon nach etwas über einer halben Stunde waren die Schnellsten beim erstmals ausgetragenen 10km cityrun im Ziel. Dabei liess der Berner Martin Kühni den Dänen Henrik Valsgaard um eine Sekunde hinter sich. Der Drittplatzierte Thomas Schilter verlor schon etwas über 10 Sekunden. Bei den Damen sorgte Jessy Wirth für einen Heimsieg – und das deutlich: Nadja Kessler verlor als Zweite schon 1.08 Minuten, Cornelia Studer büsste als Dritte 2.40 Minuten ein.

 

Sportliche Spannung trotz schwierigen Umständen

 

Als OK-Präsident zeigte sich Bruno Lafranchi sehr zufrieden mit den Leistungen, welche die Elite-Kategorien geboten hatten: «Bei diesen Bedingungen lag der Streckenrekord nicht drin, dafür waren die Rennen umso spannender. Dass die beiden schnellsten Schweizer mit Zeiten um 2.20 Stunden fast in die Top10 gelaufen sind, freut mich genau so wie die Tatsache, dass Maja Neuenschwander ihr grosses Ziel erreicht und die Olympia-Limite unterboten hat. Das zeigt, dass die Schweizer Marathon- Szene lebt und nicht nur aus Viktor Röthlin besteht.»

10. Zürich Marathon, 22. April 2012
Resultat Herren

1. Franklin Chepkwony, KEN, in 2:10.57,3 Stunden
2. Shadrack Kemboi, KEN, + 12,9
3. Hailu Begashaw, ETH, + 15.8

Resultat Damen

1. Workenesh Tola, ETH, in 2:31.23,2
2. Maja Neuenschwander, SUI, + 32,7
3. Sheni Tigist Abdi, ETH, + 3.15,9

Schweizer Meisterschaften Marathon, Herren

1. Christian Kreienbühl, TV Oerlikon, in 2:19.37,4 Stunden
2. Patrick Wieser, Run Fit Thurgau, + 58,8
3. Adrian Marti, Dönnschtig-Hüpfer, + 10.14,7

Schweizer Meisterschaft Marathon, Damen

1. Maja Neuenschwander, ST Bern, in 2:31.55,9 Stunden
2. Jasmin Nunige, Davos Platz, + 9.49,8
3. Olivia Kurtz, LC Meilen, + 15.33,1

 

Informationen: Zürich Marathon
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