
Der 4. Zürich Marathon bot mit Regen und Kälte schwierige Bedingungen. Perfekt darauf einstellen konnte sich der äthiopische Asylant Tesfaye Eticha aus Genf. Er gewann als erster Läufer zum zweiten Mal nach der Premiere im 2003.
Einen Podestrang für die Einheimischen gab es auch ohne Röthlin und ohne die besten Schweizer Frauen Claudia Oberlin und Vera Notz-Umberg: Die 26-jährige Bernerin Maja Neuenschwander lief bei ihrem zweiten Rennen über die 42,195 km in 2:44:23-Stunden als Dritte über die Ziellinie. Bei den Männern erreichte Philipp Rist aus Jona das Ziel als bester Schweizer als 14. nach 2:25:30-Stunden.
Trotz des Dauerregen wurde die Veranstaltung organisatorisch ohne grosse Probleme über die Runden gebracht. Rund 1700 Helferinnen und Helfer trotzten den Widrigkeiten der Witterung. Gegenüber den Vorjahren fanden aber klar weniger Zuschauer den Weg an die Strecke.
6.945 TeilnehmerInnen angemeldet, 5.363 am Start, 5.062 im Ziel
Die Quote der nicht zum Start erschienen Läuferinnen und Läufer betrug knapp 23% (Vorjahr 20%). Auf Grund der schlechten Witterung wurden mehr „Besenwagen“ eingesetzt. Rund 50 LäuferInnen, die das Rennen aufgeben mussten, wurden mit Booten der Seerettung Küsnacht und Zollikon zurück zur Landiwiese gebracht.
Insgesamt betrug die Zahl der Aussteiger oder LäuferInnen, die nach Zielschluss angekommen sind 301 (Vorjahr 277).
Zahlreiche Läuferinnen und Läufer litten auf Grund der Nässe an Krampferscheinungen und mussten in den Sanitätsposten und im Ziel behandelt werden. Zwei Läufer mussten wegen Unterkühlung ins Krankenhaus. Ein Läufer erlitt einen Herzinfarkt und ein 72-jähriger Läufer einen Hirnschlag. Beide Läufer konnten sehr schnell medizinisch versorgt werden. Insgesamt standen ein Dutzend Notärzte im Einsatz.