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Eticha strahlt im Regen

09.04.06
Quelle: Pressemitteilung

Regen und Kälte: viele blieben zu Hause


Der 4. Zürich Marathon bot mit Regen und Kälte schwierige Bedingungen. Perfekt darauf einstellen konnte sich der äthiopische Asylant Tesfaye Eticha aus Genf. Er gewann als erster Läufer zum zweiten Mal nach der Premiere im 2003.

 

 
Start zum Regenrennen 2006. Mit der Startnummer 1 im gelben Trikot Tesfaye Eticha, der zum zweiten Mal in Zürich gewann
© swiss image

Weniger als 10 Grad zeigte das Thermometer am morgen in Zürich. Und während des ganzen Rennens regnete es ununterbrochen. Das war für die knapp 7.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht nur unangenehm, diese Bedingungen stellten auch hohe Anforderungen. Und sie verhinderten Topleistungen. «Früh zogen sich die Muskeln zusammen», schilderten die Involvierten, «die Angst vor Krämpfen lief ständig mit und in den Füssen fehlte rasch das Gefühl.»


Die Energie verwalten

 

 
Zuerich Marathon 2006 - Siegerehrung Männer: Alfonse Kobor Yatich ( KEN) Eticha Tesfaye (ETH), und Disdery Lucian Hombo v.l.n.r.
© swiss-image

Mit einer Zeit von 2:12:39-Stunden lief Tesfaye Eticha als Sieger ein. «Ich versuchte die Energie zu konservieren», erklärte der 32-Jährige seine erfolgreiche Taktik. Rund einen Kilometer vor dem Ziel vermochte er den jungen Kenyaner Alfonse Yatich noch abzufangen. «Alfonse machte Intervalltraining, und das rächte sich», lächelte Eticha auf den Fehler des Marathondebütanten angesprochen. Bei den Frauen setzte sich die Russin Helena Tikhonowa in 2:39:52-Stunden durch.


Lichtblick Maja Neuenschwander


Einen Podestrang für die Einheimischen gab es auch ohne Röthlin und ohne die besten Schweizer Frauen Claudia Oberlin und Vera Notz-Umberg: Die 26-jährige Bernerin Maja Neuenschwander lief bei ihrem zweiten Rennen über die 42,195 km in 2:44:23-Stunden als Dritte über die Ziellinie. Bei den Männern erreichte Philipp Rist aus Jona das Ziel als bester Schweizer als 14. nach 2:25:30-Stunden.

 

 
Zuerich Marathon 2006 - Siegerehrung Damen: Annemette L. Jensen (DEN) Helena Tikhonova (RUS), und Maja Neuenschwander ( Bern) v.l.n.r.
© swiss-image

Eine erste Bilanz

 

Trotz des Dauerregen wurde die Veranstaltung organisatorisch ohne grosse Probleme über die Runden gebracht. Rund 1700 Helferinnen und Helfer trotzten den Widrigkeiten der Witterung. Gegenüber den Vorjahren fanden aber klar weniger Zuschauer den Weg an die Strecke.

 

Teilnehmerstatistik

 

6.945  TeilnehmerInnen angemeldet, 5.363 am Start, 5.062 im Ziel


Die Quote der nicht zum Start erschienen Läuferinnen und Läufer betrug knapp 23% (Vorjahr 20%). Auf Grund der schlechten Witterung wurden mehr „Besenwagen“ eingesetzt. Rund 50 LäuferInnen, die das Rennen aufgeben mussten, wurden mit Booten der Seerettung Küsnacht und Zollikon zurück zur Landiwiese gebracht.


Insgesamt betrug die Zahl der Aussteiger oder LäuferInnen, die nach Zielschluss angekommen sind 301 (Vorjahr 277).

 

Zahlreiche Läuferinnen und Läufer litten auf Grund der Nässe an Krampferscheinungen und mussten in den Sanitätsposten und im Ziel behandelt werden. Zwei Läufer mussten wegen Unterkühlung ins Krankenhaus. Ein Läufer erlitt einen Herzinfarkt und ein 72-jähriger Läufer einen Hirnschlag. Beide Läufer konnten sehr schnell medizinisch versorgt werden. Insgesamt standen ein Dutzend Notärzte im Einsatz. 

 

Informationen: Zürich Marathon
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