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Ich bin alles: Erste, Zweite und Letzte!

11.02.13
Quelle: Pressemitteilung

Nicole Dörr aus dem Chiemgau belegt bei Yukon Arctic Ultra über 300 Meilen Rang 2 – nur zwei Teilnehmer erreichen das Ziel

Nicole Dörr aus Huben im Priental belegte beim „Yukon Arctic Ultra“ über die 300 Meilen-Strecke den zweiten Platz. Nur sie und der Schweizer Otmar Flepp erreichten das Ziel in Pelly Farm. Die 16 weiteren Teilnehmer über die 300 Meilen mussten wegen Kälte, Erschöpfung oder körperlicher Überlastung aufgeben.

Der YAU findet im Yukon Territory (Nord-Kanada) statt und gilt wegen seiner Länge und Temperaturen bis unter –40°C als härtestes Ultrarennen der Welt. Die 44-jährige benötigte für die rund 490 Kilometer von Whitehorse nach Pelly Farm gut 150 Stunden nonstop. Seit Bestehen des YAU ist Nicole Dörr erst die vierte Frau, die überhaupt das Ziel erreichte und die erste Deutsche.

 
Nicole Dörr
© KGK

Im Ziel rief die Chiemgauerin natürlich sofort ihren Mann Till Gottbrath an, um sich zurückzumelden: „Mir geht es wunderbar. Ich hatte überhaupt keine Probleme und meine Füße sehen aus wie geleckt. Und weißt du was? Ich bin alles: Erste, Zweiter und Letzter.“ Erste, weil erste und einzige Frau im Ziel. Zweiter, weil sie nach Otmar Flepp das Ziel erreichte. Und Letzter, weil über die 300 Meilen-Strecke überhaupt nur diese beiden Athleten das Ziel erreichten.

Insgesamt gingen 54 Extremsportler beim YAU 2013 ins Rennen. Sechs starteten auf Langlaufski, zwei mit dem Mountain Bike, die übrigen gingen „zu Fuß“, bzw. mit Schneeschuhen. Auch bei der Streckenlänge konnten die Extremsportler wählen: Sieben Sportler nahmen die 100 Meilen in Angriff, 18 die 300 Meilen und 29 die 430 Meilen. Nicole Dörr hatte sich für die 300 Meilen zu Fuß entschieden. „Das Laufen war eine sehr gute Entscheidung, denn dieses Jahr litten die Teilnehmer immer wieder unter „hohen“ Temperaturen – teils über dem Gefrierpunkt. Das sorgte für sehr weiche Schneeverhältnisse und machte das Gehen anstrengend, das Langlaufen bzw. Biken aber noch herausfordernder.“

Über die 430 Meilen läuft das Rennen noch. Nicole Dörr erklärte am Telefon, warum über die lange Strecke die Ausfallquote bislang geringer ist: „Die 430er sind körperlich besser vorbereitet, haben mehr Erfahrung im Umgang mit Kälte und können sich ihre Kräfte über eine so lange Strecke offensichtlich besser einteilen. Die weniger erfahrenen Leute – so wie ich – versuchen erst mal die 300 Meilen.“ Die Chiemgauerin zeigte sich im Ziel mit sich und der Welt sehr zufrieden. Sie habe zu keiner Zeit Probleme gehabt, jederzeit das Rennen und die Natur genossen. Sie wolle unbedingt wieder zurück in diese Gegend. Aber jetzt heiße es erst einmal: richtig viel essen und schlafen.

Alle Athleten hatten unterwegs ihre komplette Ausrüstung dabei, einschließlich Essen für mindestens 48 Stunden. Nicole Dörr zog die 20 bis 25 kg in einer Pulka, einem wannenförmigen Zugschlitten, hinter sich her. Zur Pflichtausrüstung gehört auch ein kleines GPS-Gerät mit Sender, das alle zehn Minuten via Satellit die Position des Athleten sendet. Der Veranstalter weiß so jederzeit, wer sich wo befindet und die Familien und Freunde in der Heimat können sich mit der dicken Daunenjacke vor den PC setzen und beim Live Tracking  vorstellen, wie es in der eisigen Einsamkeit Nordkanadas wohl zugehen mag. Der Zielschluss für die 430 Meilen ist am nächsten Samstag im kanadischen Dawson.

 

Informationen: Yukon Arctic Ultra
Veranstalter-WebsiteE-MailHotelangeboteOnlinewetterGoogle/Routenplaner

 

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