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Das war der Yukon Arctic Ultra 2014

24.02.14
Quelle: Pressemitteilung

30. Januar 2014, 10:30 Uhr, nördlicher Ortsrand von Whitehorse, Kanada, milchiges Licht, minus 20 Grad. 48 Läuferinnen und Läufer und drei Radfahrer und ein Skilangläufer machen sich bereit, Jubeln noch einmal für die Fotografen, holen tief Luft, aber nicht zu tief, sonst brennt die kalte Luft zu sehr in den Lungen.

„Eins, zwei, drei, los“. Hoch motiviert überqueren sie die provisorische Startlinie und machen sich auf den Weg. 42,5 Kilometer, 100oder 300 Meilen liegen vor Ihnen. Bei eisigen Temperaturen, Wind, Schnee und Dunkelheit werden sie sich in den kommenden Tagen durch die Wildnis des Yukon schinden. Immer nach Norden und oft mit dem Gefühl, der einzige Mensch auf der Welt zu sein. Der Yukon Arctic Ultra 2014, der kälteste Ultramarathon der Welt, ist gestartet.

Schon am Tag 1 war es sichtlich kälter als die Tage davor. Und wärmer wurde es nicht mehr. Die 300 Meilen Starter kamen so in Temperaturbereiche von - 45° C. Der Trail selbst war, abgesehen von einem Abschnitt auf den ersten 20 km, sehr hart und die Athleten entsprechend schnell. So beendet Stefano Gregoretti, Italien, die Marathondistanz nach 3:35 Stunden. Paul Trebilock, Kanada, bewältigte die 100 Meilen mit dem Mountainbike in 17:06 Stunden und stellt damit einen neuen Rekord auf. Schnellster Fußgänger bei den 100 Meilen war Karl McEwan aus Kanada, der nach 23:28 Stunden das Zielband zerriss. Der Rest des Rennens war dann fest in den Händen eines Dänen, eines Iren und der Engländer. Johnny Wulff Andersen aus Dänemark stellte mit 123:40 Stunden einen neuen Rekord über die 300 Meilen auf. „Der wird schwer zu knacken sein“, prognostizierte Robert Pollhammer, Gründer und Organisator des Rennens. Platz 2 ging mit Torben Jensen auch an Dänemark und Rang 3 belegte Brian Bell aus Irland.

Für die deutschsprachigen Teilnehmer gab es Licht und Schatten. Platz 1 auf der Marathon-Distanz bei den Damen belegte Kristin Daniel. Kristin lebt zwar im Yukon, kommt aber aus Deutschland. Spannend machte es Sarah Wolter-Roessler aus Stockach. Sie war beim Marathon sehr schnell unterwegs, verpasste dann jedoch eine Abzweigung und verlor wertvolle Zeit. Am Ende bedeutete das Rang 3 bei den Damen.

Eine tolle Leistung aus deutscher Sicht gab es dann auf den 100 Meilen nach Braeburn. Nur selten schafft es ein Team beim YAU gemeinsam ins Ziel. Maren und Mike Kraft kamen gemeinsam an und belegten als Team "True Love" mit 35:09 Stunden Rang 1. So etwas geht eben nur mit wahrer Liebe. Für Maren bedeutete das Platz 1 in der Damenwertung.

Nicht ganz so viel Glück hatte Stefan Zahlten, einziger deutscher Starter über die 300 Meilen. Schon recht früh plagten ihn Blasen und eine Druckstelle im Schuh. Mit großer Ruhe hatte Stefan die Probleme ertragen und in Braeburn beschlossen, den nächsten Abschnitt in Angriff zu nehmen. Danach wurden die Schmerzen aber dann zu stark und er musste letztlich aufgeben. Stefan hatte trotzdem viele tolle Momente auf den Trails und an den Checkpoints.

James Binks aus England war mit 69 Jahren der bisher älteste 300-Meilen-Finisher. Er sicherte sich nach 177:25 den beeindruckenden vierten Platz.
Organisator Robert Pollhammer aus Garmisch-Partenkirchen zieht abschließend eine sehr positive Bilanz: „Die ungeheure Weite und die arktischen Bedingungen des Yukon Territory sind immer wieder ein echter Prüfstein für die psychische und physische Kondition der Athleten“, erklärte er. „Viele Teilnehmer konnten finishen und wir hatten keine gefährliche Situation zu bewältigen.“

Die Vorbereitungen für 2015 laufen bereits. Start ist am 8. Februar in Whitehorse (dann auch wieder mit der 430-Meilen-Strecke).

Viele der Teilnehmer, die direkt nach dem Rennen noch gesagt haben „Nie wieder“ sagen: Wir sehen uns. Im Yukon. Nächstes Jahr!

 

Der Yukon Arctic Ultra

 

Der Erste YAU fand im Jahr 2003 statt. Initiiert und veranstaltet wurde und wird er von Robert Pollhammer aus Garmisch-Partenkirchen. Hauptsponsor ist der britische Outdoorbekleidungshersteller Montane.

Er gilt als das kälteste und härteste Ultrarennen der Welt. Seit 2003 treffen sich jedes Jahr Mountainbiker, Skilangläufer und Läufer aus der ganzen Welt, um im Winter einen Marathon, 100, 300 oder 430 Meilen durch die kanadische Wildnis zurück zu legen. Das Reglement schreibt vor, dass die Teilnehmer ohne fremde Hilfe und mit der gesamten Ausrüstung unterwegs sind. Der Trail des Yukon Arctic Ultra folgt der Strecke des Yukon Quest, des härtesten Hundeschlittenrennens der Welt im Yukon Territory, Kanada. Start ist entweder in Whitehorse oder in Dawson City.

 

Informationen: Yukon Arctic Ultra
Veranstalter-WebsiteE-MailHotelangeboteOnlinewetterGoogle/Routenplaner

 

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