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Doping im Breitensport erregt Gemüter

30.08.06
Quelle: pressetext

Gesundheitliche Gefahr für Hobbysportler wesentlich größer

 

Einen Schlagabtausch zum Thema "Doping im Breitensport" liefern sich derzeit Wolfgang Konrad, Veranstalter des Vienna City Marathons, und Hans Holdhaus, Direktor des Instituts für medizinische und sportwissenschaftliche Beratung (IMSB). Grund für die heftige Auseinandersetzung ist ein Interview von Holdhaus in der U-Bahn-Zeitung "Heute" vom 22. August 2006, in dem der Doping-Experte davon spricht, dass bei Breitensportveranstaltungen wie dem Wien-Marathon ein Drittel der Starter zu unerlaubten Mitteln greift.

 

Diese Behauptung von Holdhaus hat bei Konrad wenig Begeisterung ausgelöst. In einer Presseaussendung spricht der Veranstalter des Vienna City-Marathons von einer klaren Diskreditierung der Teilnehmer an dieser Veranstaltung. Im pressetext-Gespräch relativert Holdhaus jedoch die Aussagen: "Ich habe im Interview damals von einer Dunkelziffer zwischen zehn und 30 Prozent gesprochen. Leider wurde meine Aussage nicht richtig wiedergegeben."

 

Von einer "Doping-Problematik" im Breitensport kann man jedoch nicht sprechen, so Holdhaus, denn es gelten für den Hobbysportler nicht die gleichen Bestimmungen wie für einen Profi. Würde man jedoch die gleichen Kriterien auch beim Hobbysportler anwenden, sähe die Situation anders aus. "Wenn ein Hobbyläufer beispielsweise einen Nasenspray verwendet, der offiziell auf der Doping-Liste angeführt ist, wäre er nach dem Reglement gedopt", so Holdhaus im pressetext-Interview.

 

Dennoch ist Holdhaus davon überzeugt, dass auch im Breitensport bewusst gedopt wird. "Das sieht man beispielsweise in der Kraftszene und es gibt aus meiner Sicht keinen Grund, warum sich Sportler in anderen Sportarten nicht ähnlich verhalten sollten", so Holdhaus.

 

Die Gefahr eines gesundheitlichen Schadens ist dabei für den Hobbysportler wesentlich höher einzustufen als für den Profi. "Die Spitzensportler unterziehen sich regelmäßigen Untersuchungen durch Spitzenmediziner. Probleme werden dadurch früher erkannt", so Holdhaus abschließend im presstext-Gespräch.

 


 

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