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Barfuss und als Säumer durch die Viamala-Schlucht

21.10.13
Quelle: Pressemitteilung/Anita Fuchs

Ob in authentischer Säumerbekleidung oder in modernem Sportdress: Der zwölfte transviamala run & walk vom Sonntag bescherte allen Teilnehmenden ein besonderes Erlebnis. Auch einer Ex-Weltmeisterin – nicht nur wegen ihres Streckenrekords.

„Ein absoluter Wahnsinn“ – Thomas Häusermann, der Organisationschef des transviamala run & walk, kam kaum aus dem Staunen heraus. Fast ungläubig blieb sein Blick an den Füssen von Gion Schnyder kleben. Die 11,5 Kilometer von Thusis durch die sagenumwobene und mystische Viamala-Schlucht mit ihren unzähligen Steinstufen und dem teils unwegsamen Gelände hatte der 27-Jährige aus Siat ohne Schuhe zurückgelegt und damit Teilnehmer wie Zuschauer verblüfft. „Wenn schon, denn schon“, hatte sich Schnyder gesagt und sich neben Leinenhemd, Barchethose und Filzhut eine weitere originelle Idee einfallen lassen.

„Barfuss laufen ist gut für die Muskulatur der Füsse und deren Stabilität“, weiss der vielseitige Sportler. Ein Kletterunfall vor vier Jahren mit Arthrose als Folge zwingt ihn zu einer Einschränkung des Laufens. Gleichwohl betätigt er sich regelmässig sportlich: als Ski-Orientierungsläufer. Zu diesem Zweck weilte der Angehörige des Schweizer Elite-Kaders vorletzte Woche in einem Trainingslager im Schnalstal. Thierry Jeanneret, Chef Leistungssport in der Ski-OL-Abteilung von Swiss Orienteering und Leiter Graubünden Sport, wies ihn dabei auf die Säumerkategorie am Transviamala hin. „Ich studierte nicht lange und meldete mich umgehend an“, so Schnyder. Ein Schritt, den er keine Sekunde bereute. „Das war ein Supererlebnis.“

 

„Wunderschöne Herzlichkeit“

 

Gleich oder zumindest ähnlich tönte es beim Grossteil der Befragten. Und zwar unabhängig, ob sie der Säumerkategorie oder dem Hauptfeld mit limitierten 1000 Läufern und Walkern angehörten, von denen etwa vier Fünftel die 19 Kilometer lange und mit 750 Höhenmetern gespickte Hauptdistanz absolvierten. „Die Strecke ist sehr abwechslungsreich und in eine traumhafte Landschaft eingebettet“, meinte Andreas Bühler, bei Veranstaltungssponsor Migros Ostschweiz Leiter Kommunikation/Kulturproduzent/Sponsoring, nach seinem wiederholten Start. „Zudem ist die Herzlichkeit seitens der Involvierten wunderschön, und der Anlass wird auf einem hohen Niveau durchgeführt.“

Während sich Bühler und die anderen Läufer und Walker unterwegs – teils ohne anzuhalten – mit Wasser, Tee, Bouillon, isotonischen Getränken, Bananen, Orangen und Energieriegeln verpflegten, erwartete die einen Transportauftrag erfüllenden Temporär-Säumer eine kalte Platte mit Trockenfleisch, Alpkäse, Brot, Trauben und Süssmost. Für Speis und Trank nahmen sie sich ausreichend Zeit und setzten sich – meist für mehrere Minuten – auf den für sie hergerichteten und mit einem karierten Baumwolltuch bedeckten Baumstrünken hin. Nichts von alldem bekam Christian Mathys mit. Entgegen seiner Ankündigung hatte sich der Vorjahressieger aus Kloten doch noch kurzfristig für eine Teilnahme entschieden. Und den Lauf erneut gewonnen.

 

Langläufer knapp neben Podest

 

Den vor zwölf Monaten gelaufenen Streckenrekord von 1:14:02 Stunden verfehlte Mathys zwar um 4:42 Minuten, gleichwohl lief er ein kontrolliertes Rennen an der Spitze. Letztlich dicht gefolgt von Iwan Schwarz (Elsau) und Arnold Aemisegger (Triesenberg), die er schon vor zwölf Monaten in dieser Reihenfolge auf die weiteren Podestplätze verwiesen hatte. Die Ränge 4 und 5 erreichten mit dem in Davos wohnhaften Jonas Baumann aus Lohn (Gewinner 2010) sowie dem erstmals Startenden Livio Bieler aus Bonaduz zwei hoffnungsvolle Langläufer. Die Siege in der Transviamala curta sicherten sich Sandro Michael (Zillis) und Doris Kropf (Rabius).

In die Annalen des Transviamala eingehen wird Emma Pooley. Sie habe gehört, dass der Anlass schon mehrmals zum schönsten Schweizer Volkslauf gekürt worden sei, „und ich wollte unbedingt auch einmal dabei sein“, so die Rad-Weltmeisterin im Einzelzeitfahren von 2010. Bei ihrer Premiere am Erlebnislauf realisierte sie mit 1:25:42 gleich einen fabelhaften Streckenrekord. Die von Jasmin Nunige (Davos) vor drei Jahren aufgestellte Bestmarke pulverisierte die in Hausen am Albis wohnhafte Britin um mehr als eineinhalb Minuten. OK-Präsident Thomas Häusermann zu dieser Leistung: „Ein absoluter Wahnsinn.“

 

Informationen: Transviamala
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