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Eindrücklicher Schluchtenlauf mit souveränen Siegern

24.10.15
Quelle: Pressemitteilung/Anita Fuchs

Beat Ritter und Kathrin Götz gewannen am Samstag den zweiten Transruinaulta. Auf den 42,2 Kilometern von Thusis nach Ilanz distanzierten sie die Konkurrenz deutlich. Am Sonntag starten die beiden aus der Poleposition zum Transviamala. Dieser Erlebnislauf führt sie über 19 Kilometer von Thusis nach Donat.

Schon der Start war speziell und eindrucksvoll. Vor dem Eingang des Rathauses von Ilanz postierten die innovativen und umtriebigen Veranstalter des Transruinaulta vier markante, je drei Tonnen schwere Valser Steinblöcke die quasi eine Schlucht symbolisierten. Von dort aus stiegen die gemeldeten 542 Läuferinnen und Läufer die Treppe hinunter, ehe sie die ersten Meter der 42,2 Kilometer langen Strecke auf einem künstlich angelegten Trail mit gleichwohl natürlichen Materialien bestehend aus Holzschnitzeln, Ästen und Baumrinde absolvierten. Auf beiden Seiten bildeten die Zuschauerinnen und Zuschauer ein Spalier und schickten die Sportler und Sportlerinnen mit einem warmen Applaus aufs sportliche und mit 1800 Höhenmetern garnierte Abenteuer. Dieses führte sie durch die urtümliche und eindrucksvolle Rheinschlucht und weiter an den Zielort Thusis.

 

Krämpfe auf letztem Streckenviertel

 

Den Anlass, zu dem die Athletinnen und Athleten aus praktisch allen Regionen der Schweiz und aus weiteren fünf Ländern anreisten, eröffnete der Ilanzer Gemeindepräsident Aurelio Casanova. Wortlos. Er blies nämlich die Tiba, wie sich das traditionelle Hirteninstrument nennt, und sorgte somit während eines kurzen Momentes für eine weitere musikalische Darbietung neben jener der Alphorngruppe Flims. Zu jenem Zeitpunkt befanden sich Beat Ritter und Kathrin Götz, welche die abwechslungs-, aber auch anforderungsreiche Strecke letztlich am schnellsten und mit einer beruhigenden Reserve von acht beziehungsweise 14 Minuten bewältigten, im vordersten Teil der Startreihe. Denn die Läuferinnen und Läufer wurden einzeln auf die Strecke geschickt.

Der Tagessieger, welchem der vor kurzem vom Spitzensport zurückgetretene Mountainbike-Profi Lukas Buchli im Auftrag der Organisatoren vorfuhr, benötigte 3:21:19 Stunden und somit 42 Sekunden länger als bei seinem Triumph vor Jahresfrist an der Transruinaulta-Premiere. „Auf den letzten zehn Kilometern plagten mich heftige Krämpfe, und ich hielt mehrmals zwecks Dehnens an“, erklärte der Engadiner die zeitliche Differenz. Klammere er diese muskulären Anspannungen  aus, so sei es ein perfekter Tag gewesen. „Die Organisation, die Streckenführung, die Landschaft und das Wetter waren unübertrefflich.“ In höchsten Tönen schwärmte auch Kathrin Götz, die exakt eine halbe Stunde mehr brauchte als Beat Ritter. „Das war ein Genuss der Sonderklasse“, meinte die Solothurnerin.

Emma Pooley, auf Grund ihres Leistungsausweises von einer Olympia-Silbermedaille (Zeitfahren) und drei Weltmeistertiteln (einmal Zeitfahren, zweimal Duathlon) die vermeintliche Kronfavoritin, erreichte das Ziel mit der viertschnellsten Zeit. Damit reihte sich die Profisportlerin unmittelbar vor Brigitte Eggerling (Chur) ein, welche vor zwölf Monaten triumphiert, zugleich die Kombinationswertung – zu welcher auch das Abschneiden am Transviamala zählte – gewonnen hatte und somit Schluchtenkönigin geworden war. Sowohl Emma Pooley als auch Brigitte Eggerling, die sich vom Einsatz der „überaus freundlichen und hilfsbereiten Helferinnen und Helfer“ (total standen 210 im Einsatz, die Red.) begeistert zeigte, waren länger unterwegs als sie erwartet hatten.

 

Der erste respektive dritte Start

 

Am Sonntag folgt nun der zweite Teil des Laufabenteuers. Am Transviamala versuchen Beat Ritter und Kathrin Götz ihren komfortablen Vorsprung zu verteidigen. „Den Titel des Schluchtenkönigs zu gewinnen wäre toll“, sagt der Hobbysportler aus Pontresina. „Wie auch immer das Resultat ausfällt: Ein tolles Erlebnis garantiert der Transviamala ohnehin“, meint Kathrin Götz. Im Gegensatz zu Beat Ritter weiss sie, was auf den 19 Kilometern von Thusis nach Donat auf sie zukommt. Denn die Läuferin aus Bellach beteiligte sich schon zweimal am Anlass, welcher sechs Mal in Folge zum schönsten Schweizer Lauf gekürt wurde. 2012 gewann sie, zwölf Monate später wurde sie Dritte.  

 

Auszug aus der Rangliste


Männer: 1. Beat Ritter (Pontresina) 3:21:19. 2. Daniel Bolt (Schiers) 8:00 zurück. 3. Michael Bandli (Zizers) 12:36. 4. Konrad von Allmen (Olten) 13:24. 5. Iwan Schwarz (Elsau) 17:14. 6. Pascal Faden (Bassersdorf) 22:19. 7. Thomas Ernst (Winterthur) 24:28. 8. Jonas Vögtli (Büren SO) 27:53. 9. Michael Kaufmann (Dürnten) 28:15. 10. Patrick Willcock (Müswangen) 30:06.

Frauen: 1. Kathrin Götz (Bellach) 3:51:38. 2. Regula Meier (Bassersdorf) 14:17. 3. Edith Kortekaas-Amelsfoort (Versam) 17:28. 4. Emma Pooley (Hausen am Albis) 17:39. 5. Brigitte Eggerling (Chur) 19:32.

Komplette Rangliste: www.transruinaulta.ch

 

Informationen: Transruinaulta
Veranstalter-WebsiteE-MailHotelangeboteOnlinewetterGoogle/Routenplaner

 

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