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Lizzy's sensationelles Rennen

30.07.06
Quelle: Pressemitteilung

Nur vier Männer schneller als beste Frau

 

Das hat es in der Geschichte des Swiss Alpine Marathons Davos noch nie gegeben: als am Samstag der fünftschnellste Mann nach den 78 Kilometern mit 2320 Höhenmetern ins Ziel lief, gab Frauensiegerin Elizabeth Hawker bereits die ersten Interviews.

 

 
Lizzy Hawker lief ein sensationelles Rennen und gewann mit neuem Streckenrekord
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Mit ihrem Blitzstart sorgte Elizabeth Hawker früh für klare Verhältnisse im K78-Feld der Frauen. In Filisur lag sie nach 30 Kilometern bereits acht Minuten vor der zu diesem Zeitpunkt an zweiter Stelle laufenden Vorjahressiegerin Jasmin Nunige aus Davos. Bergün passierte sie dann zehn Kilometer später mit einem Vorsprung von über 15 Minuten, und auf der Keschhütte (2632 m ü.M.) betrug ihre Reserve bereits 24 Minuten. Allerdings war nicht mehr Nunige ihre erste Verfolgerin; die Lokalmatadorin wurde während des Aufstiegs zum Kulminationspunkt von den beiden Deutschen Elke Hiebl und Maria Bak überholt, die sich letztlich mit den beträchtlichen Abständen von 37:20 beziehungsweise 47:28 Minuten auf Hawker auch vor ihr klassierten.

 

 
Die Schweizer Favoritin Jasmin Nunige auf dem Wiesener Viadukt
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„Heute kam ich einfach nicht auf Touren“, begründete Nunige die Zeit von 7:21:03, womit sie rund 20 Minuten langsamer war als bei ihrem Siegeslauf beim Jubiläum des Swiss Alpine Marathons vor zwölf Monaten.

 

Neuer Streckenrekord

 

Ganz anders Hawker, der mit Fortdauer des Rennens immer grössere Flügel zu wachsen schienen. Mit den 6:30:12 Stunden liess sie nicht nur fast alle Männer hinter sich, sondern verbesserte auch die vor fünf Jahren von der Deutschen Seriensiegerin Birgit Lennartz gelaufene Bestmarke um 15:15 Minuten. „Nicht nur Sie, auch ich bin von meiner Leistung überrascht“, erklärte die Engländerin an der Pressekonferenz im Anschluss ans Rennen.

 

Der Erfolg beim Swiss Alpine Marathon Davos stellte bereits der zweite in der Schweiz binnen dreier Wochen dar. Anfang Juli triumphierte Hawker beim Zermatt-Marathon – notabene ebenfalls in Rekordzeit. Dieser war jedoch 36 Kilometer kürzer und wies knapp 560 Höhenmeter weniger auf. Einen beachtlichen Erfolg feierte die Angestellte einer britischen Forschungsgesellschaft auch im letzten Jahr, als sie den über 158 Kilometer führenden und mit 8500 Höhenmetern gespickten Ultra Trail du Mont Blanc für sich entschied.

 

Der zweite Sieger aus Italien

 

 
Überraschungssieger Giorgio Calcaterra
© marathon4you.de

Ein neuer Name zierte auch die Ranglistenspitze des K78-Männerfeldes. Im Gegensatz zu Hawker war Giorgio Calcaterra zuvor allerdings schon einmal am Swiss Alpine Marathon Davos gestartet und dabei als Dritter auch aufs Podest gelaufen. Dies indes nicht im Hauptrennen, sondern über die klassische Marathondistanz von 42 Kilometern, die über 1890 Meter Steigung und 1710 Meter Gefälle von Bergün nach Davos führt. Beim Klassiker in den Bündner Bergen ist der 34-Jährige aus Rom erst der zweite italienische Sieger nach Mario Fattore, der vor zwei Jahren triumphierte, vor zwölf Monaten verletzungsbedingt aufgab und bei seiner jüngsten Teilnahme Siebter wurde.

 

 
Moritz Boschung wollte unbedingt gewinnen und wurde nur knapp geschlagen
© marathon4you.de 2 Bilder

Calcaterra teilte das Podest am Samstag mit zwei Läufern, die einen eher ungewohnten Beruf ausüben: Dem Alphirten Moritz Boschung aus Plaffeien (Freiburg) – er lief wie im Vorjahr auf den zweiten Rang – und dem in Vaduz tätigen Pfarrer Markus Kellenberger aus Solothurn.

 

Rüfen-Niedergänge am Vorabend

 

Insgesamt hatten sich für die neun Bewerbe des 21. Swiss Alpine Marathons – inklusive der Mini-Prüfung vom Freitagabend – 4508 Läuferinnen und Läufer eingeschrieben. Die Distanzen zwischen 21 und 78 Kilometern legten sie bei durchzogenem Wetter zurück. Dass er es mit den Organisatoren nicht ganz gut meinen würde, deutete Petrus schon am späten Vorabend des Rennens an. Die kurzen, aber heftigen Regenfälle sorgten entlang des Wettkampfgebietes für einige Rüfengänge. Dank der grossartigen Arbeit unzähliger Freiwilliger konnte der Anlass dann aber auf der Originalstrecke durchgeführt werden.

 

Hier die Ergebnisse:

 

K 78 (78,5 km +/- 2320 m)

 

Männer

1. Giorgio Calcaterra (Italien) 6:05:04
2. Moritz Boschung (Schweiz) 6:06:46
3. Markus Kellenberger (Liechtenstein) 6:25:38
4. Christian Stork (GER/Rettenberg) 6:28:39

 

Frauen

1. Lizzy Hawker (GBR) 6:30:12
2. Elke Hiebel (GER/Bodenmais) 7:07:32
3. Maria Bak (GER/Hersbruck) 7:17:40
4. Jasmin Nunige (Davos/Schweiz) 7:21:03

 

K 42 (42,2 km/ HD +1890 m, -1710 m):

 

Männer

1. Ansi Raittila (Finnland) 3:25:09
2. Stephan Spiess (Schweiz) 3:40:10
3. Hans Schuler (Schweiz) 3:40:35

 

Frauen

1. Carolina Reiber (Schweiz) 3:44:48
2. Eroica Spiess (Schweiz) 3:59:51
3. Diana Lehmann (GER/ Potsdam) 4:00:34

 

C 42 (42,2 km/ HD +1200 m, -590 m):

 

Männer:

1. Urs Christen (Schweiz) 2:54:46
2. Peter Gschwend (Schweiz) 2:59:41
3. Marc-Henri Jaunin (Schweiz) 3:05:43
6. Peter Stutz (GER/ Stuttgart) 3:22:34

 

Frauen

1. Rita Born (Schweiz) 3:25:40
2. Martha Graber (Schweiz) 3:20:50
3. Andrea Huser (Schweiz) 3:34:06,
5. Nicole Kresse (GER/ Hersbruck) 3:45:21

 

K 28 (27,9 km/ HD +870 m, -370 m):

 

Männer

1. Tobias van Ghemen (GER/ Darmstadt) 1:55:24
2. Arnoldo Callura (Schweiz) 2:03:47
3. Remo Ruf (Schweiz) 2:04:37


Frauen

1. Renata Antropik (Polen) 2:17:43
2. Beatrice Egger (Schweiz) 2:22:23
3. Bea Salvadori (Schweiz) 2:27:17
7. Marion Hebding (GER/ Mannheim) 2:33:33

 

K 21 (21,1 km/ HD +590 m, -300 m):

 

Männer

1. Jörn Strotmann (GER/ Borgholzhausen) 1:24:00
2. Beat Blättler (Schweiz) 1:24:13,
3.Nikolay Rybakov (Schweiz) 1:25:44

 

Frauen

1. Minori Hayakari (Japan) 1:30:07
2. Ana Maag (Schweiz) 1:43:03
3. Katharina Steger (Schweiz) 1:45:22
8. Bärbel Rieger (GER/ Forstern) 1:55:11

 

Informationen: Swissalpine
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