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Ein „Davoser“ der ersten Stunde

10.08.05
Quelle:

„Kaum jemand schafft einen 78 Kilometer langen Berglauf ohne eine Krise“

 

1986 war der Filderstädter Heinz-Peter Römer bei der ersten Austragung des Swiss Alpine Marathon in Davos mit dabei. Am 30.7.2005 beendete er diesen Lauf zum 20. Mal.

 

Der Swiss Alpine Marathon feierte Jubiläum – und mit ihm 16 Läufer, die diesem Berg-Ultramarathon von Beginn an die Treue gehalten haben. Einer von nur 4 Deutschen ist Heinz-Peter Römer (43), der bisher 155 Marathonläufe beendet hat.

 

 
Heinz-Peter Römer 1999 mit Angela Straßmann
© Heinz-Peter Römer

Heinz-Peter Römer selber bezeichnet sich selbst nicht als besessenen Sportler. Vielmehr als einer, der sich gerne in der Natur bewegt und während der sportlichen Tätigkeit auch noch einen Blick für die Schönheiten der Natur übrig hat. Bereits seit seiner Jugend verfolgt der Simmerner mit Jahrgang 1962 die Liebe zum Laufsport, besonders geprägt durch seinen 1. Marathon 1984 in Frankfurt-Hoechst.

 

Acht Stunden als Ziel

Eigentlich sollten es nie mehr sein als diese 42,195 Kilometer. Aber dann folgte eine Einladung nach Davos zu einem ganz neuen Lauf. Statt 42,195 Kilometern galt es deren 67  (seit 1998 sogar 78,5 ) zu bewältigen. Und dies dazu noch mit 2.320 Metern bergauf und bergab. Am 26.7.1986 startete eine neue Dimension des Berglaufs. Und seit dieser Zeit gehört Davos zu den fixen Stationen in Heinz-Peter Römers Laufagenda. Jahr für Jahr nahm er die 78,5 Kilometer lange Rundstrecke von Davos nach Filisur und Bergün hinauf zur Keschhütte und über den Scalettapaß wieder zurück nach Davos unter seine Laufschuhe. Seine Laufzeiten bewegten sich zwischen 7 Stunden 39 Minuten und knapp über 9 Stunden.

 

Unbeeinflussbare Faktoren

Das ständige Bergauf und Bergab ist es, was den 43-jährigen am Laufen besonders reizt. „Mich faszinieren die Geschwindigkeitswechsel, mal ist man schneller unterwegs (Marathonbestzeit: 2:48:49 Std.), mal langsamer (100 Km Lauf in Biel/Schweiz). Über ein gutes Abschneiden beim "Alpine" entscheiden neben einer seriösen Vorbereitung und Lauftaktik auch andere Faktoren. Nicht alle sind beeinflussbar.

 

 
Keschhütte auf 2.632 m
© swiss-image

Da wäre zum Beispiel das Wetter. Auf dem höchsten Punkt, der Keschhütte (2.632 M. ü.M.) kann es auch im Sommer schon mal schneien. Wie 1991, als oberhalb von 2.500 Metern eine dünne, geschlossene Schneedecke die ohnehin faszinierende Landschaft bedeckte. Ein Fragezeichen bringt auch jedes Jahr aufs neue die Verträglichkeit der Höhe. „Kaum jemand schafft einen 78 Kilometer langen Berglauf ohne eine Krise“ ist Römer überzeugt. Während des Swiss Alpine sorgen viele Verpflegungsposten und Bekannte für den dringend notwendigen Nachschub. Über fünf Liter Flüssigkeit sind bei diesem Lauf zwingend erforderlich.

 

Faszination Alpenwelt

Der Swiss Alpine Marathon führt durch eine einmalige Landschaft. Hat der Läufer eigentlich Zeit, dieses Panorama zu geniessen? Dazu Heinz-Peter Römer: „Ich nehme mir immer mal wieder Zeit und lasse die Landschaft auf mich einwirken. Der Bergünerstein in der Mitte der Strecke – dort tanke ich auf. Der Swiss Alpine ist ein Lauf nach innen, für die Seele. Überhaupt ist es nicht mein Ziel, komplett ausgelaugt nach 78,5 Kilometern in Davos anzukommen. Ein Gespräch mit meinen Läuferkollegen soll dort noch möglich sein.“

 

 
Zuegenschlucht
© swiss-image

Und mit dieser Einstellung konnte Heinz-Peter Römer auch seinen 20. Swiss Alpine Marathon erfolgreich beenden. Ca. 5.500 Teilnehmer bedeuteten am 30.7.2005 einen neuen Teilnehmerrekord, wobei 1.100 Teilnehmer auf der 78,5 Kilometer langen Ultrastrecke das Ziel erreichten.

 

Liste der 16 Läufer, die von 1986 bis 2005 immer das Ziel in Davos erreichten

1. René Ammann, 50, CH-Schöfflisdorf
2. Roland Breitenmoser, 51, CH-Reinach
3. Hanspeter Fischer, 60, CH-Winterthur
4. Hermann Hassler, 62, CH-Davos
5. Josef Helfenstein, 50, CH-Oberkirch
6. Hans Jud, 60, CH-Wiesen
7. René Krapf, 37, CH-Rüti
8. Urs Oberhänsli, 58, CH-Zezikon
9. Adolf Pohner, 40, D-Hildesheim
10. Hans-Dieter Rebstock, 39, D-Altstädten
11. Heinz-Peter Römer, 62, D-Filderstadt bzw. D- Simmern
12. Walter Roth, 48, CH-Rifferswil
13. Rainer Schädlich, 45, D-Berlin
14. Roman Schneider, 63, CH-Mosnang
15. Ernesto Sicurelli, 48, CH-Davos
16. Walter Wild, 50, CH-Urnäsch

 

 

Informationen: Swissalpine
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