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"Jetzt kommt der Feinschliff"

19.08.14
Quelle: Pressemitteilung/Anita Fuchs

Von den 144 Gestarteten erreichten am 202 Kilometer langen Swiss Irontrail exakt 70 das Ziel in Davos. „Das Rennen ist der Hammer“, hörte OK-Präsident Andrea Tuffli von mehreren Teilnehmern. „Nun geht es für uns an den Feinschliff.“

„Ich habe Respekt vor all jenen, die sich erneut der Herausforderung des T201 stellten“, sagte Andreas Allwang am Freitag kurz vor Mitternacht. „Es ist echt hart, wenn man weiss, was auf einen zukommt.“ Der Läufer aus München sprach aus Erfahrung. Vor zwölf Monaten triumphierte er auf der Königsdistanz im Rahmen des Swiss Irontrail. Diesmal entschied er sich für den T81 und erreichte das Ziel nach den 88,1 Kilometern zeitgleich mit dem Dänen Jacques Dehnbostel an dritter Stelle.

 

In sehr gutem Zustand


„Dieses Jahr war der Rundkurs noch schwieriger und härter“, fasste Organisationschef Andrea Tuffli am Sonntagmorgen kurz nach 5.30 Uhr zusammen, als Garynya Sablin-Yavorskiy und Dmitry Zadvornov als Letzte in Davos eintrafen. Die beiden Russen waren insgesamt 65:36:34 Stunden unterwegs und zeigten sich überaus glücklich und in sehr gutem Zustand. Was im Übrigen auf sämtliche Finisher zutraf. „Alle stellten sich auf die Zeit ein und zogen ihren Rhythmus durch“, stellte Tuffli fest.

Die Erfolgsquote beim gemäss Aussagen von Trailern „schönsten Ultratrail der Welt“ lag bei knapp 50 Prozent. 127 Läufer und 17 Läuferinnen nahmen das sportliche Abenteuer am Donnerstagmittag in Davos in Angriff, 63 Sportler und sieben Sportlerinnen kehrten in der vorgegebenen Zeit von maximal 66 Stunden an den Ausgangspunkt zurück. Letztes Jahr, bei der zweiten Auflage des Swiss Irontrail, betrug die Finisherquote 30 Prozent. Erfreulich war, dass es keine grossen Zwischenfälle gab und lediglich Fussblasen zur verarzten waren.

 

„Nicht nur eine Schönwetter-Strecke“

 

„Den Teilnehmern war die kalte Witterung von Anfang an bekannt; entsprechend gut ausgerüstet traten sie an“, so der Organisationschef. Die Wetterverhältnisse präsentierten sich in der Tat anforderungsreich. Speziell der nasse Boden erschwerte die Aufgabe zusätzlich. Die starken Regenfälle der vorangegangenen Tage mit diversen Erdrutschen als Folge erforderten gar eine Streckenanpassung. Statt durchs Val Bever liefen die Sportler zwischen Crap Alv und Samedan über den Albulapass und die Alp Proliebas.

„Die Alternative beim Albulapass bewährte sich“, freute sich Tuffli. „Auch sie kam bei den Läufern gut an.“ Zudem habe sich gezeigt, dass die Strecke eine sehr hohe Qualität aufweise. „Der neue Rundkurs ist nicht nur eine Schönwetterstrecke; er bietet für jedes Wetter gleichwertige Alternativen.“

 

„Helfer als Qualitätsmerkmal“

 

Grundsätzlich richteten die Läufer nur positive Worte an die Adresse der Veranstalter. „Die Strecke des T201 stellt alles in den Schatten“ oder „das Rennen ist der Hammer“ waren die gemäss Tuffli meist genannten Aussagen. Neben dem Respekt vor der Leistung der Sportler hatte der OK-Präsident grosse Achtung vor den Helfern. „Ihnen gebührt ein grosses Kompliment.“ Der Streckenposten auf dem Lunghinpass (2645 m ü. M.) beispielsweise war über 17 Stunden besetzt und Regen, Kälte, Gewitter sowie Schnee ausgesetzt.

„Die Helfer legten einen immensen Durchhaltewillen an den Tag und harrten aus; sie waren top motiviert und aufgestellt“, so Tuffli. Ganz besonders fiel ihm dies auch bei den Verpflegungsposten auf, „die eine sehr hohe Qualität aufwiesen“. Allesamt befanden sich in geschlossenen Räumen, sodass sich die Sportler ausruhen und aufwärmen konnten. „Wenn möglich wurden die Läufer von den Helfern bedient. Dies ist ein Qualitätsmerkmal des Swiss Irontrails. So etwas erlebt man nirgends.“

 

Sensationssieg einer Frau

 

„Die Helfer waren überaus freundlich und hilfsbereit“, stellte Thomas Ernst fest. Der Winterthurer erreichte das Ziel als erster Mann, musste den Overallsieg aber Denise Zimmermann aus Mels überlassen. Ihr Triumph gehörte in die Kategorie Sensation und verdiente wegen der anspruchsvollen Strecke zusätzliche Anerkennung. „Frauen teilen das Rennen geschickter ein und stellen sich auch besser darauf ein“, so Tuffli. Seine Aussage unterstrichen die vorzeitigen Wettkampfaufgaben aus verschiedenen Gründen mehrerer Läufer, die zeitweise die Spitzenposition inne hatten.

Auch aus organisatorischer Sicht hatte Tuffli Grund zur Freude. „Alles lief sehr gut. Eigentlich befanden wir uns im zweiten, auf Grund der vielen Veränderungen aber fast wie im ersten Jahr.“ Vorerst werden er und sein Team die diesjährige Austragung auswerten und nach Optimierungen suchen. Oder wie es der OK-Chef formuliert: „Nun geht es an den Feinschliff.“ Übrigens: Von den total 784 Gemeldeten auf den total fünf Distanzen nahmen 652 eine der fünf zur Auswahl stehenden Strecken in Angriff, die Rangliste umfasste letztlich 537 Namen.
 

RANGLISTENAUSZUG


T201 (201,8 km; Davos–Davos; +/-11 480 m)

Männer:

1. Thomas Ernst (Winterthur) 38:54:15.
2. Marcel Knaus (FL-Ruggell) 25:52 zurück.
3. Chad Lasaster (UAE-Abu Dhabi) 2:19:06.

Frauen:

1. Denise Zimmermann (Mels) 38:15:54.
2. Marta Poretti (I-Busto Arsizio) 8:43:06.
3. Jeanette Dalcolmo (Klosters) 11:41:08.


T141 (145,8 km; Samedan–Davos; +8220 m/-8370 m)

Männer:

1. Marco Gazzola (Claro) 22:33:18.
2. Florian Grasel (A-Erlach) 2:00:01.
3. Frank Maier (D-Aichwald) 8:34:49.

Frauen:

1. Arianna Regis (Claro) 30:00:34.
2. Jeanette Odermatt (Siebnen) 7:27:14.
3. Nicole Pfaue (D-Remshalden) 7:27:19.

T81 (88,1 km; Savognin–Davos; +5010 m/-4630 m)

Männer:

1. Jay Aldous (I-Roma) 12:29:20.
2. Alister Bignell (F-Servoz) 15:38.
3. Andreas Allwang (München) und Jacques Dehnbostel (DK-Kbenhavn) 37:59.

Frauen:

1. Brigitte Eggerling (Chur) 14:25:01.
2. Anja Hofmann (Ladir) 2:13:54.
3. Kimberly Strom (F-Challex) 3:44:46.

T41 (42,7 km; Lenzerheide–Davos; +2660 m/-2510 m)

Männer:

1. Gion-Andrea Bundi (Davos Platz 4:23:39.
2. Marco Wildhaber (Flumserberg) 21:14.
3. Anton Philipp (D-Weitnau) 22:31.

Frauen:

1. Simone Philipp (D-Weitnau) 6:10:54 und
Ildikó Wermescher (D-Landsberg am Lech) 22:31.
3. Natalia Roman (Goldau) 54:03.

T21 (21,1 km; Arosa–Davos; +1140 m/-1330 m)

Männer:

1. Martin Guess (USA-Colorado) 2:07:27.
2. Lorenzo Naldi (I-Firenze) 6:31.
3. Andreas Hobi (Sargans) 12:05.

Frauen:

1. Lena Kropf (Rabius) 2:44:59.
2. Brooke Mcmillen (USA-Boulder) 2:22.
3. Nadia Placereani (Sissach) 9:12.
 

 

Informationen: Swiss Irontrail
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