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Witterung lässt Teilnehmerzahlen sinken

21.03.05
Quelle:

 
© Veranstalter 2 Bilder

Über 700 Voranmeldungen lagen vor und die Verantwortlichen des LLG Springe hatten schon insgeheim die Hoffnung, die Schallmauer von 1000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern zu knacken. Dann kam aber das kühle und nasskalte Wetter zurück, dazu Wind und Nieselregen. Nichts war’s mit dem Melderekord, denn die sonst üblichen Nachmeldungen blieben weitgehend aus und damit die Gesamtteilnehmerzahlen sogar noch unter denen des Vorjahres.

 

Zu Beginn des Hauptrennens waren die Minen der Teilnehmer, der Verantwortlichen und der Helfen einheitlich finster bis skeptisch. Erst bei Halbzeit hellte sich mit dem Himmel auch die Stimmung deutlich auf, der heftige Gegenwind auf der Kaiserallee Richtung Jagdschloss war kein Thema mehr, und letztlich sprachen die Marathonis von ganz guten Bedingungen.

 

Gelaufen wurde auf dem schon bekannten Rundkurs von 10,5 km am Fuße des Kleinen Deister. Die Strecke führte über Wirtschaftswege und die Kaiserallee nach Alvesrode und auf schmalen Dorfstraßen an Bauernhöfen vorbei Richtung Saupark. An der Verpflegungsstation am Wisentgehege wurde aufgetankt und dann ging’s leicht bergauf durch den Wald. Auf dem asphaltiertem Radfahrweg lief man dann am Jagdschoss vorbei zurück nach Springe.

 

113 Läuferinnen und Läufer absolvierten die Marathondistanz. Robert Stasch gewann bei den Männern in 2:56:39, bei den Frauen wiederholte Vera Sommerfeld in 3:49:47 ihren Vorjahressieg.

 

Das stärkste Läuferfeld (313) verzeichnete wieder die Halbmarathonstrecke. Sieger wurde Thomas Batholome in 1:14:25 Stunden, Siegerin Ulla Köppen in 1:38,57 Stunden.

 

Wenn auch mit 661 Teilnehmern insgesamt nicht alle Erwartungen erfüllt wurden, so hat das LLG-Team um den 1. Vorsitzenden Klaus Baumeister wieder eine gelungene Laufveranstaltung auf die Beine gestellt. Neue Rekorde werden jetzt eben zum 30. Jubiläum im nächsten Jahr angepeilt.

 

Hier der Laufbericht von marathon4you-Autor Wolfgang Schwabe:


Langer Samstag

 

29. Springe Deister Marathon

 

Autor: Wolfgang Schwabe

Springe, 20.03.2005

 

Soll ich, oder soll ich nicht? Es sind erst 6 Tage seit dem Marathon in Rom vergangen. An sich kein Problem, aber ich hatte dieses Jahr einfach zu wenig Training. Das Wetter, wie viele andere Sportfreunde auch beklagen, ließ keine optimale Vorbereitung zu.

 

Auch diese Tage ist es nicht so, dass man richtig Laune hat. Trotzdem packe ich mal meine Tasche. Es ist Samstag 19.03., erst mal Frühstück und ein vorsichtiger Blick nach draußen. 3 Grad und kalter Ostwind. Was tun? Ich fahre los, Springe liegt ja nur 15 Autominuten entfernt, also vor der Tür.Dort angekommen treffe ich auch schon die ersten Bekannten. Christian und Dietrich, vor 6 Tagen erst in Rom getroffen, auch die 2 Stuttgarter, die mit mir in Vancouver waren, sind aus dem über 20 Grad warmen Schwabenland ins kühle Springe angereist.

 

Nach meiner Rechnung wird es ja der 164. Marathon mit Ultraläufen. Ziehe ich die Ultras ab, komme ich auf 150 klassische Marathons. Jubiläum also, mit ein paar Trainingsrunden und dann aussteigen ist also nicht. Noch dazu bekomme ich die Startnummer 150. Gute Vorzeichen, denke ich.

 

Der Kurs hier besteht aus 4 Runden. Nach dem Start geht es Richtung Alvesrode, wie immer der harte Teil der Strecke, heute noch erschwert durch den scharfen Ostwind. Nach 2 km eine ziemlich matschige Passage und dann die nächsten 2 km mit kleinem Anstieg, der in der 4.Runde zu einem Berg alpinen Ausmaßes anwächst. Am Friedhof in Alvesrode geht’s vorbei und rechts ab an der Hauptstrasse Richtung Saupark. Ich laufe am Parkplatz vorbei in den Kleinen Deister. In dem Wäldchen ist es sehr angenehm zu laufen, weil der Wind ausgesperrt bleibt.

 

Nach 2 km verlassen wir den Wald und laufen auf dem Radweg an der Hauptstrasse entlang Richtung Springe. Am Schulzentrum geht’s rechts ab, noch eine Linkskurve, an der Sporthalle vorbei, und dann die 2 Verpflegungsstelle. Auf zur nächsten Runde, und wieder der Ostwind. Runde 1 und 2 laufen ganz gut, die 3 Runde kriege auch ganz ordentlich hin, aber dann wird es doch sehr quälend. Der Oberschenkel, die Wade, alles meldete sich bei km 33, das kann noch heiter werden. „Wie viel musst Du noch laufen?“ fragt mich ein ältere Dame vom Rad herunter. „Nur noch 9“, ist meine Antwort. Der Trost der Dame kommt prompt: „Das mach ich jeden Morgen, und ich bin 83.“ Durch die Plauderei vergeht die Zeit und wieder ist ein Kilometer gelaufen. Begrüßung durch den Streckenposten per Handschlag und dann noch einmal der matschige Weg. Dann kommt der Christian noch an mir vorbei.


In Rom war ich ja schneller. Mein Versuch, ihm langsam zu folgen, geht schief. Jetzt nur keinen Krampf kriegen. Noch einmal die Verpflegungsstelle am Saupark, noch mal von allem was hinein: Cola, Malzbier, Wasser. Es hilft nichts mehr, nur noch sehr langsam geht’s weiter. Es sind noch 4 km. Mein Ziel „unter 5“ ist noch realistisch und ich erreiche es auch: 4:53 Stunden.

 

Horst Preisler sagt es etwa so:„Es ist bezahlt bis zum Zielschluß, also nutz es aus“.

 

Und von Paula Radcliffe ist mir im Gedächtnis geblieben: „Beim Marathon erfährst Du viel über Deinen Körper und Deinen Geist. Egal, ob Du zweieinhalb oder fünf Stunden rennst.“

 

Kurz und bündig

 

Streckenbeschreibung:

4 mal zu laufender, leicht welliger Rundkurs.

 

Weitere Veranstaltung:

2km Schülerlauf 36 Zieleinläufe
10km Lauf mit Walking 181 Zieleinläufe
Halbmarathon 313 Zieleinläufe
Marathon 113 Zieleinläufe

 

Auszeichnung:

Urkunde und Ergebnisliste

 

Logistik:

Start und Ziel vor und Startunterlagen, Kuchenbüffet in der Sporthalle.

Parkplätze genügend in der Nähe.

 

Verpflegung:

2 Verpflegungsstellen auf der 10,5km Runde mit Wasser, Malzbier, Cola und reichlich Obst.

 

Sonstiges:

Niedriges Startgeld. Voranmelder 9 €, Nachmelder 3 € dazu.

2006 Jubiläum der 30ste.

 

Informationen: Springe-Deister-Marathon
Veranstalter-WebsiteE-MailErgebnislisteHotelangeboteOnlinewetterGoogle/Routenplaner

 

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