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Meine Begegnung mit Henry Wanyoike

14.05.09
Quelle: Wolfgang Bernath

Auf Tuchfühlung mit dem blinden mehrfachen Paralympicssieger und Weltrekordinhaber

Im Herbst 2008 hatte ich zum ersten Mal von ihm gehört. Ich interessiere mich sehr für Laufberichte und lese alles, was ich bekommen kann. So auch ein Buch mit dem Titel „Mein langer Lauf zu mir selbst“ eines gewissen Henry Wanyoike. Wow, das war beeindruckend:

Am 10. Mai 1974 in Kiyuku/ Kenia, geboren, erblindete Henry Wanyoike am 1. Mai 1995 über Nacht nach einem Schlaganfall und fiel in eine abgrundtiefe psychische Krise, die so tief war, daß er sich an die ersten Wochen nach der Erblindung nicht erinnern kann. Doch Henry Wanyoike gab sich nicht auf. Und inzwischen ist er mehrfacher Weltrekordhalter und Paralympicssieger.

Nach einer Rehabilitation wurde Henry Wanyoike bekannt, als er im Jahr 2000 erstmals bei den Paralympics in Sydney antrat. Blinde Läufer laufen stets mit einem sehenden Zugläufer und sind mit diesem durch ein Band verbunden. In Sydney konnte sein Zugläufer das Tempo Wanyoikes nicht mithalten und erlitt kurz vor dem Ziel einen Schwächeanfall. Nun zog Wanyoike seinen Zugläufer ins Ziel und gewann trotz dieser Verzögerung den Lauf.

Er ist aktueller Weltrekordhalter über 5000 Meter (gelaufen in Athen 2004 in einer Zeit von 15:11:07 min.), über 10.000 Meter (31:37:25 min., gelaufen ebenfalls in Athen 2004) sowie im Halbmarathon (gelaufen in Hongkong 2004 in einer Zeit von 1:10:26 h). Bis zum 17. September 2008 hielt Henry Wanyoike mit einer Zeit von 2:31:31 h (gelaufen in Hamburg 2005) auch die Weltbestzeit im Marathon.

Aber wie das so ist, kaum war das Buch gelesen, wanderte es in den Bücherschrank. Wurde aber nicht vergessen. Im April meldete ich mich zum Marathon in Bonn an und bekam in der Vorwoche mit, daß Henry dort Halbmarathon laufen würde und darüber hinaus bei der Eröffnung der Marathonmesse am Donnerstag Autogramme gäbe. Signierte Bücher finde ich klasse und daher war es keine Frage für mich, mit dem Buch unter dem Arm mittags auf der Messe zu erscheinen. In der Erwartung, dort einen Stand vorzufinden, suchte ich nach einem von einer Menschentraube umringten Kenianer. Davon jedoch keine Spur und auch Fragen bei einigen Ständen halfen nicht weiter. Keiner wußte etwas. Das war schade, half im Moment aber nicht weiter.

Am Lauftag, sonntags, war ich mit Eugen, den ich erfolgreich bei seinem ersten Marathon,  und das in einer Zeit von 3:55 Std., begleiten konnte, schon so rechtzeitig in Bonn, daß ich den Zieleinlauf des Halbmarathons erleben konnte. Als einer der ersten liefen zwei Kenianer ein, ein größerer (sein Führungsläufer Joseph Kibunja) und ein kleinerer (na, wer wohl?), verbunden mit einer Führungsschnur. Keine Frage, sofort erkannt. Sie sahen keinesfalls überanstrengt aus und mit meinem „Henry!!!“ begleitet, liefen sie ins Ziel. Hinterher hörte ich daß sie vor Anstrengung erst einmal alles von sich gaben, was sie hatten.

Henry hatte nämlich vor einigen Monaten einen unverschuldeten Autounfall gehabt - ein Taxi hatte sie gerammt -, bei dem sein Freund und Fahrer ums Leben gekommen und er selbst schwer an der Hand verletzt worden war und mehrfach operiert werden mußte. Trotz eines mehrmonatigen Trainingsrückstands lief er 1:14:56 Std., was aufgrund der Vorgeschichte um so höher bewertet werden muß.

Über meinen Marathonlauf schrieb ich einen Bericht, den ich auf meiner Seite und bei marathon4you.de veröffentlichte, dort ging der Bericht am Sonntag um 22.30 Uhr online. Am nächsten Morgen um 8.30 Uhr empfing ich eine E-Mail von Bengt Pflughaupt (Journalist, Henrys Buchautor, Freund und Manager), der meinen Bericht schon gelesen hatte. Er entschuldigte sich bei mir, seinem „Kollegen“, wegen des verpaßten Treffens. Henry war nur von Stand zu Stand gezogen und so hatten wir uns nicht gesehen. Hier begann ich zu verstehen, daß Henry im Vergleich zu sehenden Spitzenläufern ein im wahrsten Sinne des Wortes armer Kerl ist. Ein Blinder ist, selbst als mehrfacher Olympiasieger und Weltrekordinhaber, nicht erfolgreich zu vermarkten.

Bengt teilte mir aber mit, daß Henry noch länger in Deutschland wäre und bei Interesse sich bestimmt irgendwann und -wo ein Treffen organisieren lasse. Ich antwortete ihm und bot ihm an, bei seinerseits unverändertem Interesse mich doch mal anzurufen. 30 Minuten später klingelte mein Telefon.

Ich weiß nicht, ob Ihr das schon einmal erlebt habt: man hat den ersten Kontakt zu einem Menschen und sofort den Eindruck, man kennt sich schon seit Jahren, weil einfach die „Chemie“ stimmt. Während wir sprachen und er sein Angebot zu einem Treffen erneuerte, begann es bei mir parallel zu arbeiten. Könnte es sein? Machbar wäre es eventuell, Henry zu einem Vortrag nach Waldbreitbach, meinem Wohnort zu holen. Aber das innerhalb weniger Tage? Und zu welchen Konditionen?

„Henry will nichts dafür haben.“ Wie, nichts? „Nein, im Ernst, Henry ist glücklich, sich, seine Ideen und sein Projekt vorstellen zu können. Auch wenn nur wenige Interessierte kommen sollten. Klar, sollte sich die Möglichkeit ergeben, eine kleine Spende mitzugeben, wäre das prima.“ Damit war mein Entschluß zur Durchführung gefallen. Fünf Minuten später hatte ich drei Tage zur Auswahl und Montag, der 11. Mai 2009, sollte der Tag der Tage werden. Bengt würde von Hannover kommen und Henry und Joseph in der Christoffel-Blindenmission auflesen. Es folgte ein intensives Vorbereitungsgespräch (Kaffeetrinken? Nein, heißes Wasser und Honig. Kuchen? Nein, Cookies. Gemeinsames Jogging mit dem Lauftreff? Klar doch!) Noch 14 Tage Vorbereitungszeit...

Zunächst war die Übernachtungsfrage zu klären. Drei Mann bei einem zuhause ist dann doch etwas heftig und so rief ich Jürgen Grünwald, Inhaber des Hotels zur Post und Initiator der „Tour der Hoffnung“, einer karitativen Radrundfahrt, an, erklärte ihm kurz die Lage und hatte direkt einen sehr freundlichen Preis sicher. Die Grundschule stellte einen Vortragsraum, bei meinen Pressdamen Heike und Peggy glühten die Tastaturen und Telefone, Josef entwarf einen Werbeflyer und verschickte viele Mails, das Sporthaus Intersport Krumholz stiftete freundlicherweise 50 € und Gerhard, Geschäftsführer der borro medien gmbh, organisierte auf Kommissionsbasis 100 von Henrys Büchern. Für die Nahrungsaufnahme nach dem Vortrag sollte unser Vorort-Italiener Aldo zuständig sein und sagte zu, etwas Leckeres zu kochen, das auch Afrikaner mögen (Hühnchen und Reis gehen immer).

Montag, 11. Mai, der große Tag. Ich hatte mir zwei Tage Urlaub gegönnt, denn wann erlebt man mal so etwas? Kurz vor drei Uhr nachmittags klingelt es und nach einem „Welcome, Kikuyu!“, was direkt den ersten Lacher provoziert, kommen die Drei über unsere Schwelle. Welch ein Kontrast: Rabenschwarzen Menschen mit blinkenden Zahnreihen in weißen Trainingsanzügen. Ja, und dann sitzt, live und in Farbe, ein mehrfacher Olympiasieger und Weltrekordinhaber an unserem Tisch. Trinkt heißes Wasser mit Honig, knabbert Cookies, plaudert angeregt mit allen und ist, genau wie auch Bengt und Joseph, völlig natürlich und unaffektiert. Den Typen muß man einfach gern haben! Meine Frau, beide Söhne, die Tochter, ich, alle sind begeistert. Eine gute halbe Stunde später checke ich sie im Hotel ein.

 
© marathon4you.de 11 Bilder

Wenig später hole ich sie wieder ab, um mit ihnen zu mir nach Hause zu laufen und von dort mit einigen Lauftrefflern eine 7 km-Joggingrunde zu drehen. Ich hatte Henry sehr deutlich und ganz offen gesagt, daß ich ihm keinesfalls das Gefühl vermitteln möchte, wie ein Tier im Zoo vorgeführt zu werden. Nein, das sei überhaupt kein Thema und so beginnt der Lauf Nr. 1. Auf dem Weg zu unserem Haus bemerke ich etliche verstohlene Blicke, was der Typ denn mit den beiden Schwarzen vorhat. Ich genieße jeden Meter und bin stolz wie Oskar, die Jungs durch mein Revier führen zu dürfen.

Als Organisator des Ganzen nehme ich mir das Vorrecht heraus, ihn als ersten an die Leine zu nehmen. Es ist eine gedrehte Kordel, die beide Läufer locker in der Hand tragen. Henry begrüßt alle per Handschlag, bedankt sich bei allen über ihr Kommen und – kennt sofort alle Namen. Es ist unglaublich, auch später, während des Laufs, kennt er die Namen und kann sie zuordnen. Wir laufen zunächst an der Wied, unserem Flüsschen, flach auf Asphalt entlang, später, nach Überquerung eines Zebrastreifens („Zebra stripes“, hahaha!) am Schwimmbad vorbei durch ein Wiesengebiet, durch einen kleinen Wald, umrunden einen Camping- und Sportplatz und wieder zurück.

Ich versuche, ihm die Gegend zu beschreiben und merke, daß er das interessiert aufnimmt. Einen rauschenden Fluß, den hört er gerne. Nein, zum Schwimmen reicht die Tiefe nicht und der Wald riecht gut und überhaupt. Hoffentlich quatsche ich ihm die Ohren nicht zu! Er ist einverstanden, daß ihn jeder mal führt und signalisiert so großes Gottvertrauen. Ich bemerke aber, daß Joseph sehr aufmerksam ist und aus dem Hintergrund schon mal der eine oder andere Zusatzhinweis in Kikuyu-Sprache kommt. Heike fährt auf dem Rad immer ein Stück voraus und hält die Szenen in Bild und Film fest. Peggy fällt etwas ab. Henry kennt kein Pardon, selbstverständlich wird auf sie gewartet. „Peggy, wir laufen jetzt Dein Tempo!“ Und Peggy strahlt. So ist eine knappe Dreiviertelstunde schon wieder um, kaum daß der Lauf begonnen hat. Zufriedene, beeindruckte Mienen, wohin ich auch schaue.

Ich versehe meine Gäste noch mit einem Snack, bevor ich sie ins Hotel zurückfahre. In dem Korb befinden sich Reis, Hünchen am Spieß, Getränke sowie Geschirr und ich komme mir vor wie Rotkäppchen.

Um 19.00 Uhr treffen wir uns in der Aula der Grundschule zum Vortrag. Ich bin über die Zahl von rund dreißig Gekommenen nicht völlig enttäuscht, hatte aber nach der Werbeaktion doch auf ein paar mehr gehofft. Insbesondere ärgere ich mich über sonst engagierte Lauftreffler, welche die parallel stattfindende Fitneßgymnastik einer Teilnahme vorgezogen haben. Ich freue mich aber sehr, die Spitze des Behindertensportverbandes Rheinland/Pfalz begrüßen zu können.

Bengt beginnt nach meiner Einführung zu erzählen, bindet Henry und Joseph immer wieder ein, während ich, hinter ihnen sitzend, ihnen sage, worum es gerade geht. Fragen werden beantwortet und wenn einer unserer Gäste am Erzählen ist, könnte man eine Stecknadel fallen hören. Ein gutes Zeichen! Am Ende der ersten Stunde zeigen wir ein zehnminütiges Video, das Szenen aus Kikuyu zeigt, vor allem dabei den Grund und erste Ergebnisse von Henry sozialem Engagement sowie seinen spektakulären Zieleinlauf bei den Paralympics 2000 in Sidney. In der Pause signieren die Drei wie wild Bücher, rund fünfzig können wir an den Mann bzw. die Frau bringen. 10% des Erlöses werden Henrys Stiftung zugute kommen.

Im Hintergrund laufen ständig Bilder aus Henrys Leben im Diavortrag. Über Henrys Internetseite konnte man für Pressearbeit Bilder in hoher Auflösung bestellen. Die Anfrage mit einer kurzen Situationsbeschreibung ging scheinbar nach Wien. Tatsächlich aber wohl woanders hin, denn die jetzt folgenden rund 20 E-Mails kamen von der Kap-Zeitung (Jörg-Henning Meyer) in – Südafrika! Unglaublich, wie eng die Welt heutzutage zusammengerückt ist. Auch die zweite Hälfte ist (zu) schnell vorbei und nach ein paar Pressefotos (die Rhein-Zeitung bringt schon am Mittwoch einen sehr umfangreichen und guten Bericht) wechseln wir zum Italiener.

Aldo hat sich sehr bemüht und bewirtet uns - das sind die Drei, meine fünfköpfige Familie sowie Anita und Josef, unsere Freunde - auf das Feinste. Er hat Risotto mit Hühnchen gekocht und die leeren Teller unserer Gäste sprechen Bände. Bei Henrys gewünschtem Zitronentee muß er aber leider passen.

Eine schnelle Zählung unserer Einnahmen ergab eine Summe von 120 €, die Josef und ich zusammen mit den 50 € des Sporthauses Krumholz auf 300 € aufgerundet haben. Mittlerweile habe ich verstanden, was ich nie vermutet hätte: Daß das nämlich eine ganz erkleckliche Summe ist, mit der Henry eine Menge anfangen kann. Er wird später über die Verwendung berichten, ich bin gespannt.

Etwas ganz Interessantes war noch zu besprechen: Bengt hatte gefragt, ob wir denn nicht auch einen Lauf veranstalten würden, zu dem Henry ggf. mal kommen könnte. Ich hatte mich kaum getraut, unseren Malberglauf (6 km mit 370 Höhenmetern und rund 200 Teilnehmern) ins Spiel zu bringen. Das war aber für ihn völlig in Ordnung und so frage ich die Beiden, ob sie für einen Probelauf am nächsten Morgen bereit wären. Klar, kein Thema. Mir kommt es dabei vor allem auf Josephs Eindruck an, denn er sieht ja die Wald- und Wurzelwege und kann am besten entscheiden, ob das für Henry vorstellbar ist.

Am Dienstag hole ich also beide am Hotel ab und laufe zunächst auf gleichem Weg wie gestern zum Start am Klärwerk in Hausen. Joseph soll heute aber durchgehend führen. Der erste km ist noch auf Asphalt, führt durch Hausen und ist, wenn auch schon ordentlich ansteigend, unspektakulär. Das ändert sich aber fast schlagartig mit dem Übergang in einen Wiesenweg. Das Geschnatter der beiden verstummt abrupt. Aha, sollten etwa auch die...? „He, Jungs, was ist los mit Euch, warum plötzlich so ruhig?“ Henrys Antwort zaubert ein breites Grinsen in mein Gesicht: „Es geht halt nach oben!“ Herrlich, auch austrainierte Kenianer bemerken eine ordentliche Westerwälder Steigung und sind davon nicht unbeeindruckt. Das tut mir gut. Noch besser wird es auf dem folgenden Bergabstück, wo ich sie kurz auf einen schönen Rundumblick aufmerksam mache, denn in Josephs Gesicht steht die Brühe bereits deutlich sichtbar. Das macht kenianische Läufer für mich so richtig menschlich...

Bis jetzt scheint der Weg für sie keine Probleme zu machen. Er ist zwar wegen der Regenfälle der letzten Tage aufgeweicht, was im August kein Thema sein dürfte, aber selbst in diesem Zustand hat vor allem Henry keine Probleme damit. Die nächste längere Bergaufpassage macht sie wieder zu demütigen Schweigern, bevor wir auf den aus meiner Sicht schwierigsten Teil kommen. Pfadartig führt der Weg hier nach oben, jede Menge Wurzeln sind durch die Bodendecke gebrochen und querverlaufende Abflußrinnen bedingen größte Aufmerksamkeit. Ich höre hinter mir nur kurze Anweisungen, kein Stolperer, nichts, die beiden sind ein perfektes Team. Der letzte brutale Anstieg auf Rindenmulch gefällt beiden ausnehmend gut und schon sind wir oben angekommen. „Und?“ Kein Thema für sie, von ihnen aus spricht nichts gegen eine Teilnahme am Malberglauf in 2010.

Wir werden jetzt versuchen, mit Bengt für den August 2010 ein solches Paket zu schnüren, das es für einen Sponsor interessant macht, die Reise zu finanzieren, v.a. die Flüge. Ja, man glaubt es kaum: Es ist wirklich ein Thema, zunächst jemanden dafür zu finden. Oh, welche Unterschiede zu der sehenden, gut verdienenden Sportlerwelt! Auf der anderen Seite: Einem sehenden Spitzenläufer kommt man bestimmt nicht so nahe. Und ob der auch derart nett ist? Bengt kommt erst in einer halben Stunde, um uns abzuholen. So beschließen wir, noch dreißig Minuten dranzuhängen. Ist das super, ich mit zwei Kenianern im Schlepptau! Am Wendepunkt besuchen wir noch eine kleine Kapelle, wo trotz mittlerweile Dauerregens die Kontaktaufnahme nach oben zu funktionieren scheint. Bengt holt uns dann ab und bringt uns zurück nach Waldbreitbach.

Nach dem Duschen und Auschecken gibt es für die Jungs noch einen echten Höhepunkt. Joseph hat Henry auf ein im Flur stehendes original amerikanisches Fahrrad aus dem Jahr 1856 aufmerksam gemacht (Marke: Boneshaker [Knochenschüttler] aus Cleveland, Ohio), das Henry ehrfürchtig – im wahrsten Sinne des Wortes - begriffen hat. Vorne ein riesiges Rad, hinten ein kleines, Vollgummireifen und die Pedale direkt am Vorderrad. Ich fragte Jürgen Grünwald, den Eigentümer des Hotels: „Meinst Du, er könnte mal...?“ Wiederum kein Thema, wir schleppen das Teil in den Rittersaal, wo wir abwechselnd zwei große über alle vier Backen strahlende schwarze Buben auf dem Rad fotografieren. Davon werden sie bestimmt zuhause berichten. Dann geht es ans Abschiednehmen, was mir wirklich nicht leicht fällt.

Die Jungs will und werde ich, wo und wann auch immer, wiedersehen. Beim Abschied muß ich beide mal drücken, was sie etwas scheu auch mit sich machen lassen. Wahrscheinlich ist es in Kenia unüblich bis peinlich, Gefühle zu zeigen, aber wir sind in Germanien und da darf man das. Auch haben beide mittlerweile so viel Kontakt zu Deutschen, daß sie den ersten Schock schon an anderer Stelle überwunden haben dürften. Wir versprechen uns, in Kontakt zu bleiben. Das walte Hugo!

 


 

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