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Mehr Unterstützung für deutsche Läufer gefordert

23.12.14
Quelle: Pressemitteilung/Michael Küppers

Seit Jahren setzt sich der „Verein zur Förderung des deutschen Straßenlaufs“ für die deutschen Läufer ein. Viele Athleten wurden in der Vergangenheit vom Verein, auch als „Marathon-Straßenlauf-Team“ bekannt, unterstützt. In Kassel traf man sich jetzt zur Jahreshauptversammlung. Dabei stand neben der Situationsanalyse zum Straßenlauf in Deutschland vor allem die Förderung deutscher Top-Läufer im Mittelpunkt. 
 
So erhält der Erfurter Marcel Bräutigam, aktueller Marathon-Polizei-Europameister und bester Deutscher beim E.ON Kassel Marathon und beim Köln-Marathon, im kommenden Jahr eine finanzielle Beteiligung für Trainingsmaßnahmen auf Texel und in Portugal. Dieses Konzept hat sich beim „Marathon-Team“ in den letzten Jahren bestens bewährt. „Wir wollen unseren deutschen Läufern mit dieser Unterstützung eine Perspektive bieten“, erläutert Vereins-Vorsitzender Winfried Aufenanger, der selbst 20 Jahre Marathon-Bundestrainer war. 

Der „Verein zur Förderung des deutschen Straßenlaufs“ fordert, dass im Deutschen Leichtathletik-Verband und in den Landesverbänden künftig mehr für die talentierten und ambitionierten Langstreckler getan wird. Vor dem Hintergrund um die geplante Einführung einer einheitlichen Gebühr für Laufveranstalter ab 2016 erhält diese Forderung eine aktuelle Brisanz. Die in Läuferkreisen bereits als „Zwangsabgabe“ oder „Lauf-Maut“ bezeichnete Gebühr soll ab 2016 vereinheitlicht ein Euro pro Läufer/Veranstaltung betragen. Derzeit wehren sich die Veranstalter allerorten vehement gehen die Festlegung auf einen Euro und laufen Sturm Richtung DLV. 40 Prozent der Einnahmen sollen an den DLV, 60 Prozent in die jeweiligen Landesverbände fließen.

„Natürlich sind auch wir im Förderverein nicht erfreut über diese Festlegung“, sagt Winfried Aufenanger, der auch Organisationsleiter des E.ON Kassel Marathon ist, „aber wenn die Abgabe so kommt, erwarten wir, dass das Geld auch gezielt für die Förderung der Athleten eingesetzt wird.“ Das „Kasseler Modell“ könnte da ein Muster sein. In diesem Jahr wurden unter anderen Marcel Bräutigam und sein Rennsteiglaufverein-Teamkamerad Christian König im Rahmen des E.ON Kassel Marathon in Zusammenarbeit mit dem „Verein zur Förderung des deutschen Straßenlaufs“ explizit gefördert, beide stehen auf Platz fünf und sechs der DLV-Marathon-Bestenliste 2014.

Auch das lohnenswerte Kasseler Prämiensystem für deutsche Läufer könnte Modellcharakter haben. „Wir fordern, dass der DLV und die Verbände die Förderung verstärken. Unterstützung für Trainingsmaßnahmen und gezielte attraktive Prämien sind zwei beispielhafte Module“, erklären Aufenanger und Schriftführer Werner Grommisch, der als ehemaliger DLV-Disziplintrainer Langstrecke den Nachwuchs immer im Blick hat.

Der Appell des „Vereins zur Förderung des deutschen Straßenlaufs“ geht daher ganz klar an die Adresse der Strukturplaner beim DLV. Denn bisher scheint zwar trotz immenser Widerstände die Höhe der „Läufer-Maut“ festzustehen, über Strukturen und Details der Verwendung wird aber beim DLV erst noch gesprochen, wie jüngst am Rande der German Road Races-Jahrestagung zu erfahren war. „Da ist der zweite Schritt vor dem ersten gemacht worden“, meint daher nicht nur Winfried Aufenanger.

Der Förderverein appelliert aber auch an die Laufveranstalter und German Road Race-Mitglieder, nicht nur Kritik zu üben, sondern jungen deutschen Läufern bei ihren Veranstaltungen mehr Chancen und attraktive Start-Möglichkeiten zu bieten
 

 


 

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