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Kinder laufen für Kinder

22.08.07
Quelle: Red. m4y

„Kinder laufen für Kinder“ – ein Projekt  an der Antoniushaus-Schule/Marktl

 

Seit „wir Papst sind“ ist Marktl als Geburtsort von Benedikt XVI. praktisch in der ganzen Welt bekannt. Aus der kleinen Gemeinde im Landkreis Altötting kommt auch Marianne Reichart-Plank, eine tüchtige Marathonläuferin und bevorzugt auf „schwierigen“ Strecken anzutreffen. Liechtenstein, Zermatt und Davos waren ihre letzte Stationen.

 

Wie im Sport, hat sie sich auch im Beruf nicht die leichteste Aufgabe gestellt. Sie ist Schulleiterin an der Antoniushaus-Schule, einer Heimschule zur Erziehungshilfe von Kindern und Jugendlichen.

 

Dieser Tage erreichte mich folgender Brief, den ich gerne veröffentliche:

 

 
Marianne erreicht mit wehender Mähne das Ziel in Zermatt
© marathon4you.de 3 Bilder

 

Lieber Klaus,

ich freue mich sehr, dass ich dich in Zermatt wieder getroffen habe. In unserem Gespräch erzählte ich Dir auch kurz, warum ich das UNICEF-Laufshirt trug.  Neben meinem direkten Engagement für UNICEF versuche ich auch interessierte Läufer für unser UNICEF-Schulprojekt zu gewinnen.

 

Ich bin Schulleiterin an der Antoniushaus-Schule in Marktl/Inn. Dies ist eine Heimschule zur Erziehungshilfe mit ca. 80 Kindern und Jugendlichen. Der größte Teil unserer Schüler lebt im angegliederten Heim und kommt aus dem Raum Niederbayern, Oberbayern und Österreich.

 

Schwierige familiäre Verhältnisse, ungünstige Lernvoraussetzungen und negative Erfahrungen in ihrer Lebenswelt machen einen Heimaufenthalt sowie eine besondere Art von schulischer Förderung notwendig. In kleinen Klassen mit maximal 10 Schülern unterrichten wir nach den Lehrplänen der Grund- und Hauptschulen.

 

Die Unterrichtsinhalte werden dabei an die jeweilige Klassensituation, bzw. ganz individuell an einzelne Schüler angepasst. Unsere Aufgabe ist es, die Kinder emotional zu stabilisieren, sie in ihren sozialen Fähigkeiten zu stärken und ihnen wieder Freude am Lernen zu vermitteln. Dabei spielen die Projektarbeit und erlebnispädagogische Aktivitäten eine große Rolle:

 

•  Erleben von Friedfertigkeit und Gemeinschaft,
•  Kennenlernen verschiedener sinnvoller Freizeitmöglichkeiten,
•  Entdecken eigener bisher ungenutzter Fähigkeiten und Begabungen.

 

Im Schuljahr 2006/07 beteiligten wir uns im Rahmen der Projektarbeit an der bundesweiten UNICEF-Schul- und Spendenaktion „Kinder laufen für Kinder“, und wir möchten dies auch im nächsten Schuljahr fortsetzen:

 

- Alle Kinder erhalten einen Laufpass, in dem sie ihre sportlichen Aktivitäten eintragen können.
-Zwei- bis dreimal pro Woche  beginnt der Schulvormittag für alle aktiven Läufer mit einer Joggingrunde.
-Die Schüler lernen geographische, wirtschaftliche und entwicklungspolitische Zusammenhänge kennen.
-Bei der UNICEF-Spendenlaufveranstaltung am Münchner Flughafen liefen unsere Schüler zwischen 5 km und 18 km weit, um ein UNICEF- Hilfsprojekt in Afrika zu unterstützen.

 

Als nächstes steht die große UNICEF-Abschlusslaufveranstaltung in Hamburg an. Auch hier können die Schüler mit jedem gelaufenen Kilometer etwas Gutes für Kinder in ärmeren Ländern tun. Gerade das Bewusstsein anderen helfen zu können und einen sinnvollen Beitrag leisten zu können, motiviert sie enorm und trägt zu einem neuen positiven Selbstbild bei.

 

Die Vorteile des Laufens für unsere Jungs (wir haben keine Mädchen in der Schule) an und für sich muss ich Dir gar nicht aufzählen: Laufen statt Schlägern, statt Rauchen, statt...

 

Zur Verwirklichung unseres Vorhabens benötigen wir aber noch Sponsoren, die  uns auf zweierlei Weise unterstützen:

 

1. Spendenlauf

Der Parcours, eine ca. 1 km lange Strecke, kann beliebig oft gelaufen werden.
Wir suchen nun Sponsoren, die pro gelaufenem Kilometer einen festgelegten Geldbetrag spenden. Je mehr Sponsoren, desto höher ist der Spendenerlös!

 

2. Fahrt und Aufenthalt in Hamburg

Wir verbinden die Teilnahme am UNICEF-Lauf mit einem dreitägigen Aufenthalt in Hamburg, bei dem wir den Kindern die wichtigsten Sehenswürdigkeiten zeigen möchten. Aufgrund der knappen Kassen ist es den Jugendämtern, die für unsere Schüler zuständig sind, nicht möglich solche Aktivitäten im vollen Umfang zu finanzieren. Aus diesem Grunde benötigen wir auch für Fahrt, Unterkunft, Verpflegung und Eintrittsgelder finanzielle Mittel.


Für unsere Schüler wird dies sicherlich ein Erlebnis, von dem sie lange und intensiv profitieren können.

 

Weitere Informationen über unsere Einrichtung gibt es auf unserer Homepage www.antoniushaus-marktl.de.

 

Wir sehen uns bestimmt bald wieder, spätestens beim Jungfrau Marathon im September.

 

Viele Grüße bis dahin,

Marianne Reichhart-Plank

 

Konto Nr. 11 162 104 der Kreissparkasse Marktl BLZ  710 510 10 
(Stichwort: „ Kinder laufen für Kinder“)

 


 

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