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Das musste mal gesagt werden

13.04.12
Quelle: Red. m4y

Da haben wir mit unserer aktuellen Frage der Woche offenbar ein heißes Thema angefasst. Jedenfalls ist die Resonanz groß wie selten. Weit über 1000 User haben sich bereits beteiligt. 82 % sagen: Der Wald gehört Mensch UND Tier. Stellvertretend für viele Leserbriefe hier ein Beitrag von Andreas Siebert zum Thema "Läufer raus aus dem Wald". 

Dieses Thema ist ja bekanntlich ein Dauerbrenner und meines Erachtens mehr eine Frage des Lobbyismus als eine Frage des Natur- oder Tierschutzes. Anders kann ich es mir nicht erklären, dass keiner dieser Leute aus Tierschutz, Landschaftsschutz, Jagdverbände und woher auch immer, sich in dieser Sache meinen profilieren zu müssen, andererseits jedoch nichts, aber auch gar nichts gegen die brachiale Veränderung der Waldlandschaft durch gigantische Waldrodungs- und Walderntemaschinen im Sinne der kostensparenden Holzabbaus unternimmt. Keine Bilder und Berichte findet man in der in einschlägigen Zeitschriften wie z.B. BUND usw.. Geht von denen niemand in unsere Wälder, fällt  keinem auf, wie in kurzen Abständen Meter breite und viele Zentimeter tiefe Spurrillen  der tonnenschweren und mit Gigantoreifen ausgerüsteter Holzerntemaschinen sich in den doch soooo schützenswerten, empfindlichen und sensiblen Waldboden fräsen?

 
© marathon4you.de

Aber da sind ja die Läufer, die haben keine Lobby, da kann man ja mal seinen ganzen Frust ablassen und sie, der Scheinheiligkeit huldigend, aus der Natur verbannen. Sollen die doch gefälligst in den Städten bleiben. 

Mein Wunsch wäre, einen Aufruf zu starten und diese Verwüstung der Wälder mit einer Fotoserie, die jeder Läufer bestimmt zuhauf in "seinen" Wäldern schiessen kann, zu dokumentieren. Dies wäre bestimmt ein schwer zu dementierendes Gegenargument zu dieser Scheinheiligkeit bei der Vergabe von Veranstaltungsrechten in unserem deutschen "Industriepark" Wald.

Ich bin jedenfalls der vollen Überzeugung, dass diese Art der Forstwirtschaft dem Wald durch tagelange, manchmal wochenlange Lärmbelästigung durch Mensch und Maschine, Zerstörung und Verdichtung des Waldbodens, Zerstörung von Brut- und Wildrückzugsgebieten für Jahre, wenn nicht gar Jahrzehnte, viel mehr Schaden zufügt, als angeblich ein paar Hundert Läufer, die sich auf gedämpften Sohlen auf Waldpfaden und Forstindustriewegen für die überschaubare Zeit einer Laufveranstaltung  dort fortbewegen. 

Ich liebe die Natur, in der ich mich als Läufer, Wanderer oder Walker wohl fühle, ich liebe den Duft des Waldes und das Gezwitscher der Vögel und die eher zufälligen Begegnungen mit Haarwild, das sich eher gemächlich als fluchtartig in Deckung begibt, wenn sie mich entdecken.

Was ich liebe, das achte ich auch und füge ihm keinen Schaden zu. Im Winter und Frühjahr bleibe ich, den wild lebenden Tieren zuliebe, auf den Hauptwegen und Pfaden. Was ich mit in den Wald hineinnehme, wird auch wieder mit heraus genommen. Leere Gelbeutel, Taschentücher, Riegelverpackungen finden bei mir in einer dafür vorgesehenen Tasche Platz und werden zu Hause entsorgt. Bei Laufveranstaltungen nehme ich meinen eigenen Becher mit und verweigere mich den Plastikbechern.

Das ist mein Beitrag zum Natur-, Landschafts- und Tierschutz und ist in meinem Augen eine Selbstverständlichkeit. Wer rücksichtslos gegen die Natur und gegen Tiere handelt, tut dies auch seinen Mitmenschen gegenüber.

Ich sag es mal ganz (G)krass: "Das musste mal gesagt werden"

Andreas Siebert

 


 
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