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Spannender Zweikampf

13.09.09
Quelle: PM Matthias u. Erich Wenzel

Bericht von unserem Europacup- Partnerlauf in Celje/ Slowenien -
Spannender Zweikampf im Europacup der Ultramarathons entstanden

Im vierten von fünf Wettbewerben des Europacups der Ultramarathons* Serie 2009 war am letzten Wochenende der 75 km-Lauf von Celje zum Hochtal Logarska dolina an der Reihe.

75 km Celje

Der Lauf verläuft weitgehend entlang der Ufer des Flusses Savinja in einer schönen, teilweise ursprünglichen Flusslandschaft umrahmt von einem atemberaubend schönen Alpenpanorama. Er ist auf den ersten 50 km ziemlich flach, um danach über ca. 650 Höhenmeter (subjektiv mehr) in das Hochtal von Logarska Dolina aufzusteigen.

 Nachdem es in den letzten Jahren beim Lauf immer ungewöhnliche Hitze gab war der Lauf 2009 durch starke Gewitter mit Starkregen in der Nacht vor dem Start geprägt. Regen gab es auch nach dem Start, aber es wurde nach 2 Stunden trocken. Nach einer Runde um die Hochwasser führende Savinja in Celje ging es im Pfützenslalom auf dem Dammweg flussaufwärts in Richtung der Berge. So hatte der Lauf auf den ersten 25 km Crosscharakter  wie beim Rennsteiglauf im Mai. Wegen des Hochwassers der Savinja konnte man dieses Jahr nicht den ganzen Uferweg nach Mozirje laufen und musste auf die Straße ausweichen. Nach Ljubno gab es dafür erstmals eine Abweichung der Laufstrecke von der Hauptstraße. Dort wurde  nach Logarska dolina auf Anwohnerwege ausgewichen um erst später wieder zur Straße zurückzukehren. Die Änderung hat dem Lauf sehr gut getan. Sie führte aber zu einer Streckenverlängerung und mehr Höhenmetern. So soll die Strecke nach GPS-Messung von Teilnehmern statt 75 km über 76  km betragen haben.

Die Meldezahlen waren deutlich höher als im Vorjahr (750 gesamt für alle Distanzen). Beim 75 km Lauf waren es über 200 Voranmeldungen. Leider waren dann doch nicht so viele am Start und einige davon stiegen wegen der schweren Strecke bereits bei der Teilstreckenwertung in Mozirje aus. So kamen nur 151 Läufer und Läuferinnen in das 75 km-Ziel in (2008 - 140). Dies ist deshalb beachtlich weil diesmal vergleichsweise wenige Deutsche (32) starteten. Dafür waren 113 Slowenen im Ziel die zeigten, dass es dort eine größere und aktive Ultraszene gibt und der 75km- Lauf dort einen hohen Stellenwert hat. Bei nur ca. 2 Millionen Slowenen und 80 Millionen Deutschen entspräche das mehr oder weniger einem Ultralauf mit 4.500 Teilnehmern in Deutschland. Es waren auch Teilnehmer aus Tschechien, der Schweiz, Ungarn, Italien, Kroatien und den USA, aber keiner aus Österreich, gemeldet.

Frauen + Europacup

Bei den Frauen siegte überlegen die Deutsche Bärbel Lemme, SV Mölln, in 06:51:30 vor der Slowenin Melita Sinovic in 7:12:06. Dritte wurde die Slowenin Natasa Robnick in 7:18:03 die sich gegenüber 2008 um 19 Minuten verbessert hat.

 
Die Siegerzeit war fast gleich wie die Siegerzeit 2008 von Antje Krause  obwohl die Strecke länger war als 2008. Dafür waren durch die angenehmeren Temperaturen grundsätzlich bessere Zeiten möglich. Bärbel Lemme führt nach ihren Siegen in Celje und Mnisek (50 Km) sowie einer Laufzeit von 6:45:16 beim Rennsteiglauf (72,7 km) und 9:40:25  in  Biel (100 km) uneinholbar im Europacup der Ultramarathons. Sie hat vor, auch beim fünften Europacuplauf, dem Sparkassen Alb Marathon Schwäbisch Gmünd, zu starten und als Siegerin 2009 5 erfolgreiche Wertungsläufe aufzuweisen.

Auf Platz 2 der Zwischenwertung bleibt die diesjährige Siegerin der 50km von Hanau- Rodenbach und Zweitplazierte des Bieler 100km- Laufs, Nicole Benning aus Vaihingen. Mit Bärbel Lemme, Isabella Bernhard und evtl. Nicole Benning könnte also beim Alb Marathon ein ausgesprochen attraktives Starterfeld bei den Damen geboten sein.

Nicht zu vergessen seien die Drittplazierte von Celje, die Slowenin Natasa Robnick, Heike Bergmann aus Zeulenroda und Heike Schuerbusch aus Siegen, die allesamt noch Chancen auf Platz 3 haben. Bei extrem guten Abschneiden oder falls Nicole Benning beim Alb Marathon nicht antritt ist jeweils auch noch Platz 2 „drin“. Entscheidend ist hier das Ergebnis beim Alb Marathon, für den aber überraschenderweise noch keine der Damen gemeldet hat.

Herren + Europacup

Bei den Männer gewann Danny Thewes, SV Mölln, in 5:39:33 vor dem Amberger Daniel Beha mit 5:46:59. Dritter wurde der frühere Seriensieger von Celje, der Slowene Stanislav Ilar in 5:49:10 (Vorjahr 5:41:57) vor Andreas Maisch aus Heimerdingen in 5:57:51. Die Siegerzeit liegt über der Siegerzeit des Slowenen Stanislav Ilar von 5:34:30 (2007) über genau 75 km.

Im Europacup der Ultramarathons ist es nun sehr spannend, da alles auf einen Zweikampf beim letzten Lauf hinausläuft. Der Österreicher Hannes Kranixfeld und Danny Thewes liegen in der Wertung „2 aus 4“ gleichauf, da beide in Mnisek gleichzeitig durch Ziel kamen und in je einem weiteren Lauf schnellste Europacupläufer waren. Da Danny Thewes aber beim Rennsteiglauf deutlich hinter Kranixfeld lag, muss er sich beim Alb Marathon vor Kranixfeld platzieren um sicher zu gewinnen. Da Hannes Kranixfeld wiederum erst 2 Läufe absolviert hat, muss er für den Sieg beim Alb Marathon zuerst einmal ins Ziel kommen. Das dürfte zwar kein Problem sein. Aber er darf außerdem seinerseits nicht langsamer sein als Thewes oder –falls Thewes nicht startet- maximal 37 Minuten Zeitabstand zum schnellsten Europacupläufer haben. Auch hier ist das Ergebnis beim Alb Marathon also entscheidend.

Die besten Chancen auf den 3. Platz im Europacup hat Daniel Beha (Rennsteiglauf 5:58:37), sofern er den Alb Marathon in einer für ihn normalen Zeit beendet. Ansonsten haben Andreas Maisch und der Schweizer Marco Summermatter noch Chancen auf den dritten Platz. Kranixfeld und Beha haben beim Alb Marathon bereits gemeldet.

 
Es bleibt also nicht nur beim Alb Marathon, sondern auch beim Europacup spannend.

* Der Europacup der Ultramarathons ist ein jährlich ausgetragener Wettbewerb bei dem 2009 mindestens 3 von 5 Wertungsläufen absolviert werden müssen. Diese Wertungsläufe sind Läufe über mehr als Marathondistanz in schönen Landschaften Europas, und zwar in Tschechien (Mnisek pod Brody, 50km), Deutschland (Rennsteig 72,7km, Alb Marathon 50km), der Schweiz (Biel 100km) und Slowenien (Celje, 75km)

 

 

Informationen: Sparkassen Alb Marathon
Veranstalter-WebsiteE-MailErgebnislisteFotodienst HotelangeboteOnlinewetterGoogle/Routenplaner

 

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