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Jürgen Wieser nur Zuschauer

24.10.05
Quelle: Pressemitteilung/Matthias Wenzel

Bayrischer Marathonmeister Martin Sailer wird auf der Ostalb zum Deutschen Meister - die neue Deutsche Meisterin Heike Grob kommt aus Thüringen

 

Ergebnisse 15. Schwäbische Alb Marathon am 22.10.05


Herren:

1. Michael Sailer (TSV Neuburg), 3:28,18h
2. Helmut Dehaut (VTZ Zweibrücken) 3:35,51h
3. Hauke Dutschak (VFL Winterbach) 3:37,50h

 

Frauen:
1. Heike Grob (Ski- Club Flieden) 4:27,38h
2. Anja Samse (Marathon Club Menden) 4:38,08h
3. Ute Huber (LT Mössingen) 4:42,31h

 

Europacup der Ultramarathons (bestehend aus 100 km Biel (Schweiz), 72 km Rennsteiglauf, 50 km Mnísek pod Brdy (Tschechien), 75 km Celje (Slowenien), 53 km Wachau-Marathon und 50 km Alb- Marathon

 

Männer
1. Stefan Bosch (Schnaitheim)
2. Torsten Schreier (Fröttstädt)
3. Torsten Boenig (Belzig)

 

Frauen:
1. Heike Grob (Neuhof)
2. Ingeborg B. Lang (Puettlingen)
3. Anja Samse (Menden)

 

Der größte Ultramarathon Süddeutschlands, der von der DJK Schwäbisch Gmünd veranstaltete Schwäbische Alb Marathon über 50 km war in diesem Jahr gleichzeitig die Deutsche Meisterschaft der Deutschen Ultramarathon Vereinigung (DUV) im Cross- und Landschaftslauf. Für die verschiedenen Wettbewerbe des Alb Marathons waren insgesamt weit über 1300 Athleten und Athletinnen gemeldet, was einem neuerlichen Teilnehmerrekord entspricht (bisher 1250 (2004)).

 

Wie im Vorjahr lag ein goldener Oktobersonnenschein über den Dreikaiserbergen Hohenstaufen, Rechberg und Hohenstaufen und es wurde mit 20°C auch noch einmal recht warm. Mit anderen Worten das Wetter erhöhte den Laufgenuß und verschlechterte die möglichen Laufzeiten. Mit 741 gemeldeten 50km- Läufern und Läuferinnen wurde ein neuer Teilnehmerrekord erzielt. Die 25km- Strecke blieb mit 310 Athleten und Athletinnen auf dem bisherigen Niveau. Dazu kamen noch ca. 190 Stafettenläufer in 28 Mannschaften und 100 30km- Walker.

 

 
Start zum 15. Schwäbische Alb Marathon
© Foto Team Müller

Der Start erfolgte wieder vom historischen Marktplatz in der Mitte der Stadt aus, wo die Läufer unter einer bisher nicht dagewesenen Zuschauerbeteiligung von Oberbürgermeister Leidig, dem Präsident der DUV, Volkmar Mühl und dem Vorsitzenden der DJK Schwäbisch Gmünd, Bernhard Dangelmaier auf die Strecke geschickt wurden.

 

Live- Musik von „more Fun“ und Aufwärmgymnastik sorgten bis dahin für eine tolle Stimmung. Neben dem Start war erstmals auch der Zieleinlauf der ersten Männer und Frauen musikalisch untermalt, diesmal von der Guggenmusik der Altstadtfeger. Moderiert von Marcel Egerter schauten auch beim Zieleinlauf mehr Menschen bei besserer Stimmung zu als je zuvor.

 

Den Sieg über die 50km- Strecke und damit die deutsche Meisterschaft errang einigermaßen überraschend der im Ultramarathonbereich bisher nicht aufgefallene amtierende bayrische Marathonmeister Michael Sailer vom TSV Neuburg in 3:28,18h. Daß ihn niemand auf der Rechnung hatte lag allerdings auch daran, daß er erst kurz vor dem Start noch gemeldet hatte.

 

 
Ultramarathon-Sieger 2005 Michael Sailer
© Foto Team Müller

In einem gelungenen taktischen Rennen vermied Sailer es, an den steilen Anstiegen zu überziehen und konnte so in der zweiten Hälfte des Laufs einen ordentlichen Vorsprung herauslaufen. Das ist deswegen bemerkenswert, weil man für ein taktisches Rennen ein Gefühl für die Strecke haben muß, das sich beim Alb Marathon normalerweise erst über die Jahre entwickelt. Die härtesten Konkurrenten waren der Vorjahreszweite Helmut Dehaut (3:35,51h VTZ Zweibrücken) und der Vorjahresvierte Hauke Dutschak (3:37,50h VFL Winterbach), der seine Bestzeit um 1:25 Minuten verbessern konnten.

 

Der im Vorhinein favorisierte Jochen Kümpel, Europameisterschaftsdritter 2004 hatte wie schon so mancher Favorit vor ihm erhebliche Probleme mit den Dreikaiserbergen. Nachdem er zur Halbzeit noch aussichtsreich auf Platz 3 lag hatte er starke Probleme mit Krämpfen und biß sich in 4:02h noch bis ins Ziel durch.

 

 
Acht Mal Sieger auf der Schwäbischen Alb: Jürgen Wieser
© Foto Team Müller

In gewisser Weise war das Rennen allerdings geprägt von einem Läufer, der diesmal leider nur als Zuschauer dabei war. Nach einem Jahrzehnt Dominanz beim Schwäbische Alb Marathon mit Siegerzeiten von 3:12h bis 3:23h bemerkte man durch sein Fehlen vielleicht mehr als durch seine Siege, was für ein hochkarätiger Athlet hier insgesamt 8 Triumphe gefeiert hatte. Ohne die famose Leistung von Michael Sailer schmälern zu wollen, kann man sagen, daß der Schwäbische Alb Marathon noch auf einen ebenbürtigen Nachfolger von Jürgen Wieser wartet.

 

Auch die Frauenkonkurrenz fand eine klare Siegerin, nämlich die Thüringerin Heike Grob, die für den Ski- Club Flieden antritt (4:27,38h). Damit gewann sie auch die Deutsche Meisterschaft und endgültig den Europacup der Ultramarathons.

 

 
Siegerin auf der 50 km-Strecke Heide Grob
© marathon4you.de

Auf Platz 2 folgte Anja Samse in 4:38,08h, die sich dadurch im Europacup noch auf Platz 3 schob. Ute Huber (LT Mössingen) und Julia Häußler (Feucht) kamen in 4:32,31h zeitgleich ins Ziel. Die Drittplazierte des Spartathlon, Elke Streicher (EK Schwaikheim) kam in 4:45,08 auf Platz 5.

 

Last but not least erlebte auch der Walking Wettbewerb einen weiteren Aufschwung. Hier stand für die Meisten das Erleben und Bewältigen der Strecke über Hohenstaufen und Asrücken mit immer wieder wechselnden Ausblicken in Rems- und Filstal im Vordergrund.


Für Nordic Walker und Walkerinnen ist eine derart lange Strecke (30km) ja immer wieder neu eine besondere Herausforderung. Ebenso symptomatisch wie sympathisch war schließlich der gemeinsame Zieleinlauf von Petra Niebuhr (W35) und Ernst Horak (M70!), wo man den Eindruck hatte, daß die erzielte Zeit aber so etwas von unwichtig ist. Sie sei
dennoch genannt, denn eine Leistung ist das schon: 3:47,22h

 

Vom Organisatorischen her lief der Lauf diesmal wieder „wie am Schnürchen“. So gab es vom Roten Kreuz nur beruhigende Meldungen, die Dopingtests liefen reibungslos und werden noch ausgewertet. Die Kritik an Schwachpunkten des Vorjahres (Verpflegung, Beschilderung) war bereits im Vorfeld aufgearbeitet und umgesetzt worden und so sind den Veranstaltern bisher keine größeren Kritikpunkte bekannt. Vor allem deshalb zeigte sich der Organisationschef Erich Wenzel zufrieden. Es sei eben wichtig, daß man aus Kritik lerne.

 

Der Albmarathon habe mit dem Start auf dem Marktplatz und dem neuen AOK- Bambinilauf spürbar dazu gewonnen. Er sei gerade dadurch vielleicht stärker im Bewußtsein auch der nichtlaufenden Gmünder verankert als früher.

 

Der Start zum 16. Schwäbische Alb-Marathon am 21.10.2006 wird also auch auf dem Marktplatz stattfinden.

 

Informationen: Sparkassen Alb Marathon
Veranstalter-WebsiteE-MailErgebnislisteFotodienst HotelangeboteOnlinewetterGoogle/Routenplaner

 

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