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Jürgen Wieser ist der Alb-König

29.10.07
Quelle: PM/Matthias Wenzel

Am Samstag, dem 27.10. brachte der größte Ultramarathon Süddeutschlands, der Sparkassen Alb Marathon Schwäbisch Gmünd über 50 km 1260 Läufer und Läuferinnen sowie 460 Bambinis und Schüler auf die Beine. Bei Temperaturen von ca. 10° C, trockenem Wetter und Hochnebel herrschten sehr gute Laufbedingungen, lediglich die Sonne wurde doch etwas vermisst.


Mit 600 50km- Läufern und Läuferinnen (Vorjahr 526), davon 522 im Ziel gingen heuer wieder deutlich mehr Teilnehmer ins Rennen und auch die anderen Disziplinen zeigten einen deutlich positiven Trend. So gab es auf der 25km- Strecke mit 355 Teilnehmern, davon 317 im Ziel knapp einen neuen Teilnehmerrekord (Vorjahr 341).  Dazu kamen noch ca. 190 Stafettenläufer in 27 Mannschaften, 32 Walker und 81 Nordic Walker über die 30km Distanz. Auch in diesen 3 Disziplinen traten so viele Athleten an wie nie zuvor.

 

Der Start erfolgte für alle vom historischen Marktplatz in der Mitte der Stadt, wo die Läufer und Walker von Oberbürgermeister Wolfgang Leidig, dem Regionalgeschäftsführer der AOK, Herrn Hempel und einem Vertreter der Kreissparkasse Ostalb mit einem Böllerschuss zusammen auf die Strecken geschickt wurden. 


Der Zieleinlauf erfolgte in diesem Jahr erstmals ebenfalls auf dem Marktplatz, wo die Läufer von den „Altstadtfeger“- Guggen begrüßt wurden. Vom Organisatorischen her lief diese Umstellung zum Ziel auf dem Marktplatz weitgehend problemlos, wenngleich an einigen Punkten, wie dem Zieleinlauf von der Bocksgasse her noch nachgearbeitet werden wird.


Insgesamt vermeldete auch das Rote Kreuz nichts Schwerwiegendes und die bewährte  Zusammenarbeit mit den Partnervereinen TSV Wäschenbeuren, TSGV Rechberg, TV Wißgoldingen, TSGV Waldstetten lief gut. Die erstmalige Zusammenarbeit beim Schülerlauf mit dem Jugendhaus Schwäbisch Gmünd, der Kreissparkasse Ostalb und der AOK war –ebenfalls mit einigen Punkten zum Nacharbeiten- erfolgreich 

 

Organisationsleiter Erich Wenzel (DJK Schwäbisch Gmünd): „Wir haben eine deutliche Erweiterung und einen Umbau unseres Alb Marathons hinter uns, die wir erfolgreich bewältigen konnten. Unser Dank gilt deshalb neben unseren Helfern in erster Linie unseren Sponsoren und Förderern wie der Kreissparkasse Ostalb, der Gmünder Tagespost und der AOK, sowie der Stadt Schwäbisch Gmünd, ohne die diese Veränderungen nicht möglich gewesen wären.“

 

Der Sparkassen Alb Marathon


Der 50km- Lauf erschien in gewisser Weise wie eine Zeitreise in die Vergangenheit, denn nach 2 Jahren Abstinenz trat der 8-malige Sieger des Alb Marathons, Jürgen Wieser wieder an und lief bei seinem Start-Ziel-Sieg eine spektakuläre Zeit wie zuletzt 1999. Seine 3:13:03h ist  die mit Abstand zweitbeste Zeit, die beim Alb Marathon jemals gelaufen wurde. Seinen eigenen Streckenrekord von 3:12;47 h (eben die Zeit aus 1999) erfehlte er dabei nur knapp. Es ist schon beeindruckend, mit welcher Konstanz Jürgen Wieser über ein Jahrzehnt hinweg den Alb Marathon mit Spitzenleistungen dominiert.

 

Im Vergleich zu Wieser ging die ebenfalls sehr gute Leistung des Zweitplazierten Richard Schumacher vom AST Süßen ein wenig unter. Der bisher völlig unbekannte Läufer lief mit 3:20,09h eine hervorragende Zeit und schrammte nur um Haaresbreite an der 200€- Prämie für eine Topzeit von unter 3:20h vorbei. Dazu sei erwähnt, dass Schumacher zusammen mit Wieser die besten Zeiten seit  2001 besten Zeiten erzielten. 

 

Auf Platz 3 lief unter großem Jubel aller anwesenden Gmünder Kai Krause von der veranstaltenden DJK Schwäbisch Gmünd ins Ziel - mit einer Zeit von  3:26,42h. Er darf damit für sich beanspruchen, der beste Gmünder Läufer „aller Zeiten“ auf dieser Strecke zu sein. Seine Zeit hätte ihm im Vorjahr locker zum Sieg gereicht. Dies gilt sogar noch für den viertplazierten Harald Sonnentag (ebenfalls DJK Schwäbisch Gmünd; 3:30,39h) und Helmut Dehaut, der 3:30,59h lief. Helmut Dehaut gewann übrigens bei der diesjährigen 100km- Europameisterschaft in Winschoten Bronze mit der deutschen Mannschaft, was die Qualität des diesjährigen Wettbewerbs unterstreicht. Der Vorjahreszweite, Hauke Dutschak, der bis zum Hohenstaufen mutig an Wieser dran  blieb, musste dem Tempo –und wohl auch seinem diesjährigen Wettkampfpensum, das den Sieg beim ebm Marathon in Hohenlohe beinhaltete- Tribut zollen und rutschte in 3:42h bis auf Platz 8 ab.

 

Auch im Damenwettbewerb wurde wieder eine Topzeit erzielt – hier vom Veranstalter definiert als Zeit unter 4:00h und ebenfalls mit einer Zusatzprämie versehen. Diese holte sich die in Schwäbisch Gmünd bisher unbekannte Dorothea Grupp vom Team Leosport in 3:57,48h – der viertschnellsten, beim Alb Marathon jemals erzielten Zeit. Auch die Vorjahreszweite, Branka Hajek (LAZ Salander Ludwigsburg) vermochte sich in 4:02,53h gegenüber dem Vorjahr beträchtlich zu steigern, nicht aber in der Platzierung. Die beiden hatten sich bereits beim Berlin Marathon ein „Testduell“ geliefert, aus dem ebenfalls Dorothea Grupp als fünftbeste Deutsche (3:01,28h) vor Branka Hajek (3:04,03h) als sechstbester hervorging.

 

In respektvollem Abstand folgte eine Riege der „Altmeisterinnen“: Carmen Hildebrand, die auf dem Weg zum Frankfurt Marathon am Folgetag (!) in Schwäbisch Gmünd Station machte, belegte in 4:21,45h wie bereits in den Jahren 2001 bis 2003 den dritten Rang der Gesamtwertung. Die Plätze 4 und 5 gingen an Andrea Calmbach (DJK Schwäbisch Gmünd) und Mira Kaizl (Freiburg), die beide in den Jahren 2003 bzw. 2004 den Alb Marathon bereits einmal gewonnen haben.

 

Durch den Zieleinlauf auf dem Marktplatz wurden einige kleinere Streckenänderungen erzwungen, die die Strecke insgesamt etwas flacher (ca. 30 Höhenmeter) und flüssiger machten, obwohl sich an der Gesamtstreckenlänge von 50km nichts geändert hat. Die Zeitverbesserung vieler Läufer und Läuferinnen könnte demnach nicht nur eine Folge von gutem Training und guten äußeren Bedingungen sein, sondern auch mit diesen Änderungen zu tun haben.

 

Europacup der Ultramarathons


Im Europacup der Ultramarathons machte Helmut Dehaut mit seinem 5. Platz beim Sparkassen Alb Marathon den Europacupsieg perfekt. Ansonsten verteidigten Claus Ubl aus Rostock und Daniel Beha die Plätze 2 und 3 durch ihre guten Ergebnisse.  Ebenso wie Dirk Vinzelberg und Andreas Maisch, die vor wie nach dem Alb Marathon in der Wertung  nur 7 Sekunden trennen. Besonders bemerkenswert ist vielleicht die Leistung von Claus Ubl, der alle 6 Läufe des Europacups absolviert hat, die ja allesamt „harte Kanten“ sind.


 
Bei den Damen blieb es wie eigentlich erwartet beim Sieg von Baerbel Lemme (Perdoehl), die auch beim Alb Marathon ihre letzte verbliebene Konkurrentin, Anja Samse (Menden) um  10 Minuten auf Distanz hielt. Platz 3 belegte Antje Krause aus Marburg, die ihre weiteren Konkurrentinnen klar auf Distanz hielt.

 

Stafettenlauf und Mannschaften


Was den AOK- Stafettenlauf der Betriebs- und Freizeitmannschaften anging, so lief das Hirschvogel Team 1 in 3:35,28h am schnellsten. Die in den 3 letzten Jahren schnellste Stafette des Namenssponsors Kreissparkasse Ostalb musste sich in diesem Jahr mit dem zweiten Rang begnügen, in 3: 43,21h immerhin weit vor der Umicore Galvanotechnik in 4:03,19h, die ihrerseits 10 Minuten schneller war als im Vorjahr.

 

Die Mannschaftswertung gewann die DJK Schwäbisch Gmünd I (Krause-Sonnentag-Gold) in 10:37:05h –eine Bombenzeit- vor der DJK Schwäbisch Gmünd II (Stegmaier-Schreiber-Schrodi) in 12:04 h. Einen Doppelsieg für Schwäbisch Gmünd hatte es hier noch nie zuvor gegeben. Die dritte Mannschaft kam für ihren Sieg von weit her. Es war der Marathon Club DMP Celje aus Slowenien in 13:38,06h (Divjac-Baric-Drvaric), der auch die Sieger der Seniorenmannschaftswertung stellte (Oberski-Novak-Fister; 14:40,31h).

 

Bei den Damen stellte die DJK Schwäbisch Gmünd ebenfalls die schnellsten beiden Mannschaften. Die DJK I bestehend aus  Andrea Calmbach, Gabi Weiler und Angelika Haas lief in 14:23,55h ebenfalls eine bemerkenswerte Mannschaftszeit vor der DJK II (Maier –Kucher- Bäcker; 18:04,11h). 

 

Walking/ Nordic Walking


Am Walking Wettbewerb über 30km nahmen 32 Walker und 81 Nordic Walker teil, die sich der anspruchsvollen Strecke über Hohenstaufen, Asrücken, Metlangen und durch das Hölltal stellten. Diese beiden Langdistanz- Walkingwettbewerbe gehören zu einer selten angebotenen Kategorie, da Walkingstrecken sonst eher Kurzdistanzen umfassen. Diese Wettbewerbe sind aber eine der besten Beweise dafür, wie herausfordernd und sportlich man eben auch für (Nordic) Walking sein muss oder durch Nordic Walking wird. Die Zeiten des schnellsten Walkers (Michael Vetter, der für die 30km nur 3:15,48h benötigte und beinahe noch vor Jürgen Wieser eingelaufen wäre) oder des schnellsten Nordic Walkers (Helmut Wimmer, der 3:17,54h benötigte) sprechen hier ihre eigene Sprache. Die Zeiten der Frauen stehe hier nicht viel nach, wie diejenige von Petra Niebuhr (SV Winnenden), die die Strecke stockfrei in 3:41,28h  bewältigte oder die Nordic Walkerinnen Christine Kanstinger (TSV Ettlingen)) und Heidrun Traa (TSV Alfdorf), die dafür 3:54,40h benötigten. Pressesprecher Matthias Wenzel: “Ich denke dieser Wettbewerb ist eine der besten Werbungen für den Walkingsport den es gibt“ 

 

Gmünder Tagespost Rechberglauf


Einer der stimmungsmäßigen Höhepunkte entlang der gesamten Albmarathonstrecke ist seit jeher der Rechberg, auf dem auch der Gmünder Tagespost Rechberg Lauf endet. Den 25km langen und mit 780 Höhenmetern als Berglauf einzustufenden Wettbewerb gewann diesmal nicht der bisher 8-malige Gewinner Markus Brucks vom Sparda- Team Rechberghausen, da er nicht antrat. Immerhin ging der Sieg an seinen Mannschaftskollegen Marco Hoepfner in 1:45,01h. Er erreichte das Ziel allerdings einige Minuten nach Jürgen Wieser (!). Platz 2 belegte Andreas Ruf aus Illertissen vor dem Lokalmatador Johannes Großkopf, der auf den ersten 15km mit Wieser zusammen lief und sein hohes Tempo auf dem letzten Drittel der Strecke etwas büßen musste.

 

Bei den Damen wurde die Vorjahressiegerin Angela Beckmann aus Ulm in 2:07,45 von der Vorjahreszweiten,  Beate Bauer (1:59,34h) auf den zweiten Platz verdrängt.


Auf Platz 3 lief eine der erfreulich vielen ausländischen Teilnehmer(innen), nämlich Blandine Bonnici aus dem Val de Somme in 2:09,31h.

 

Bambiniläufe


Bemerkenswert war, dass auf dem Marktplatz mehr Publikum war als in den Vorjahren. Dies lag sicher einmal an den aufheizenden Rhythmen der „Limesliner“, zum anderen aber am AOK- Bambinilauf, an dem dieses Jahr die Rekordzahl von 370 Kindern im Vorschulalter teilnahm. Diese hohe Zahl ist auf das ebenso hohe Engagement der Gmünder Kindergärten und der beteiligten Eltern zurückzuführen. Die Kinder wurden von der AOK einheitlich mit T- Shirts ausgestattet und liefen in 3 getrennten Läufen je nach Alter eine kleine 300m- Marktplatzrunde (3- Jährige) oder eine große Marktplatzrunde von 500m (4- und 5-jährige). Es war erstaunlich, wie eng der Marktplatz auf einmal wurde, denn es war nicht einfach, die Läufe geordnet durchzuführen. Im Anschluss erfolgte die Übergabe der Preise für die größte teilnehmende Gruppe durch Frau Simblet von der AOK, den Abteilungsleiter der DJK- Abteilung Ausdauersport, Dirk Häber und der Leiterin des Schul- und Sportamts der Stadt Schwäbisch Gmünd, Frau Schüttler auf der Bühne.

 

Schülerläufe


Bei den Schülerläufen war die Beteiligung noch etwas geringer, als erhofft. Hier gingen insgesamt 90 Schüler an den Start. Die beiden größten teilnehmenden Schulen, die Franziskus- Grundschule mit 40 und die Schiller- Realschule mit 12 Schülern und Schülerinnen erhielten einen Gutschein von Sparkasse und DJK in Höhe von 200 bzw. 150€.

 

17. Schwäbische Alb Marathon am 27.10.07


Herren:

1.Jürgen Wieser (SVO LA Germaringen), 3: 13,03h
2.  Richard Schumacher (AST Süßen) 3:20,09h
3.  Kai Krause (DJK Schwäbisch Gmünd) 3:26,42h   
4.  Harald Sonnentag (DJK Schwäbisch Gmünd) 3:30,39h
5.  Helmut Dehaut (Utzweybrücken) 3:30,59h


Frauen:
1. Dorothea Grupp (Team Leosport) 3: 57,48h
2.  Branka Hajek (LAZ Salamander Ludwigsburg) 4:02,53h
3.  Carmen Hildebrand (SSC Hanau- Rodenbach) 4:21,45h
4.  Andrea Calmbach  (DJK Schwäbisch Gmünd) 4:25,31h
5.  Mira Kaizl (Freiburg) 4:26,33h

 

Europacup der Ultramarathons (bestehend aus 100 km Biel (Schweiz),  72 km Renn-steiglauf, 50 km Mníšek pod Brdy (Tschechien),  75 km Celje (Slowenien),  53 km Wachau- Marathon und 50 km Alb- Marathon; angegeben sind die addierten und gewichteten Rückstände auf die Sieger der einzelnen Läufe; gewertet wurden die 3 jeweils besten Ergebnisse)

 

Männer:
1. Helmut Dehaut (Wallhalben)  4583 sec
2. Claus Ubl (Rostock) 5.924 sec
3. Daniel Beha (Cis Amberg) 8.934 sec 
4. Dirk Vinzelberg (LG Haldensleben) 9.661 sec
5. Andreas Maisch (TSV Heimerdingen) 9.668 sec


Frauen:
1. Bärbel Lemme (Perdoehl) 3.719 sec
2. Anja Samse (Marathon Club Menden) 6.208 sec
3. Antje Krause (USC Marburg) 16.694 sec
4. Fiehring, Andrea (SV Steinbach) 24.399 sec
5. Mohn, Sabine (SV Birkenhard) 26.054 sec

 

Informationen: Sparkassen Alb Marathon
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