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"Ich möchte möglichst viele Menschen zum Laufen zu bewegen"

16.09.11
Quelle: Pressemitteilung

Günther Ernst ist der Rennleiter des Sparkasse-Marathons der 3 Länder am Bodensee, der am 2. Oktober bereits zum 5. Mal stattfindet. In Interview spricht der selbst Laufbegeisterte über die Ziele des Marathons und auch über den „Vorarlberg bewegt“ Kindermarathon, der ihm besondere Freude macht.

Mit wie vielen Leuten arbeiten Sie für die Organisation des Marathons zusammen?

Das OK-Team besteht aus acht Personen, wir organisieren zusammen den Marathon. Jeder hat seinen Bereich, ich bin zuständig für Elitefeld, Verpflegung, Sicherung der Strecke, Ablauf am Renntag, Streckenvermessungen und in diesem Jahr auch für die Abwicklung für Österreichischen Marathon-Staatsmeisterschaften und den Bayerischen Marathon-Meisterschaften. Insgesamt sind 750 Personen mit dabei, die für die Durchführung der verschiedenen Rennen zuständig sind. Über 6.000 Starter sind schon gemeldet, pro zehn Läufer ist ein Helfer aufgeboten, das ist eine hohe Dichte.

Auf der Strecke zwischen Lindau und St. Margarethen sind am Renntag rund 500 Helfer auf der Strecke. Die Helfer, die zum Beispiel den Start abwickeln, gehen nach erfolgtem Start zu anderen Positionen, um dort weiter zu arbeiten. Das gilt auch für andere, deren Job erledigt ist, sie gehen dann zu einer neuen Station.
Bei den 750 Helfern sind Feuerwehr und Polizei inkludiert, die vorwiegend für die Sicherheit bzw. für die Verpflegung verantwortlich sind. Zusammen mit dem Sportservice Vorarlberg machen wir – speziell für die Vorarlberger Läufer – eine Extrabetreuung in Sachen Training und auch in medizinischer Hinsicht.

Die Strecke ist abgesperrt, welche Maßnahmen sind notwendig, um die Sicherheit der Läufer zu garantieren?

Wir sperren jede Kreuzung ab, um zu verhindern, dass überhaupt Fahrzeuge auch nur in die Nähe der Strecke kommen. Das  wird vor allem von Jürgen Schatzmann und Ossi Wohlgenannt organisiert.

Werden Eliteläufer in Bregenz bezahlt?

Nein! Wir können durch unseren Partner Hotel Kaiserstrand die Übernachtung zur Verfügung zu stellen. Startgeld und ein Teil der Reisespesen sind möglich, mehr wollen wir nicht ausgeben.

Warum kommen trotzdem Spitzenläufer nach Bregenz?

Es hat sich schon herumgesprochen, dass wir eine schnelle Strecke haben, dass wir gut organisiert sind. Viele Manager wollen ihre Athleten bei uns unterbringen. Wir haben kein Interesse daran, dass sich Manager am Dreiländermarathon bereichern können. Wir glauben, dass wir das Geld bei den anderen Läufern besser anlegen.

In welcher Form wird das Geld angelegt?

Es geht vor allem um die Verpflegung, Betreuung und Sicherheit der Läufer. Für uns ist wichtig, dass sich jeder Läufer hier wohl fühlt.

Wie viel Zeit verbringen Sie mit der Vorbereitung des Dreiländermarathons?

Man kann das nicht in Stunden ausdrücken. Wir treffen uns monatlich, im letzten Monat dann wöchentlich, um die Aufgaben bewältigen zu können.

Welchen Bezug haben Sie zum Laufsport?

Ich bin ein leidenschaftlicher Läufer, ich sehe das als eines meiner Ziele an, möglichst viele Menschen zum Laufen zu bewegen.

Es gibt ja am Tag vor dem Marathon einen Kindermarathon im Casinostadion in Bregenz, warum wird der durchgeführt?

Unser Ziel ist es, der größte Kinderlauf in Österreich zu werden. Wer einmal miterlebt hat, was sich hier abspielt, wird das immer wieder durchführen. Wir sind der Meinung, dass Bewegung im Kindesalter erlernt wird. Wir bieten große Anreize, dass die Kinder mitmachen. Vom kostenlosem Start angefangen über die gute Verpflegung bis hin zu einem T-Shirt. Wir erwarten in diesem Jahr mit knapp 4000 Kindern, die mitmachen werden.

Wie groß kann so ein Kindermarathon werden?

Ich denke, dass wir bis zu 8000 Kinder aufnehmen können. Mein Ziel ist, dass wir am Samstag (Kindermarathon) mehr Teilnehmer haben als am Sonntag (Marathon).

Was passiert bei Ihnen am Montag nach dem Marathon?

Wir haben am Montag nach dem Rennen die letzte Besprechung, es gibt jede Menge Nacharbeit. Wenn alles gut funktioniert hat, lebt man noch ein paar Tage danach mit. Aber nach ein paar Tagen kommt dann die Müdigkeit, dann braucht man schon ein wenig Erholung.

Was war für Sie bisher das emotionalste Erlebnis?

Wenn man mit der Spitze mit den Eliteläufern ins Stadion kommt, die Stimmung, das Flair ist schon gewaltig. Auch der letzte Läufer, der ins Ziel kommt, wird mit viel Trara und Applaus hineingbegleitet. Sehr emotional sind auch die Siegerehrungen beim Kindermarathon.

Was möchten Sie nie wieder erleben?

Wir hatten einmal eine Schrecksekunde mit Rollstuhlfahrern, die fehlgeleitet wurden, die sind dem Läuferfeld wieder entgegen gefahren. Mit 40 km/h, wir konnten Sie dann Gott sei Dank wieder aufhalten.

Wie schaut der Dreiländermarathon in fünf Jahren aus?

Dann werden 4000 bis 5000 Läufer nur beim Marathon allein starten. Insgesamt verträgt es in etwa 8000 Läufer. Beim Kindermarathon ist unser Ziel, rund 7000 Läufer an den Start zu bringen. Insgesamt wird es aber wichtig für den Erfolg sein, dass unser weiterhin in der bewährten Form zusammenarbeitet.

Der 5. Sparkasse-Marathon der 3 Länder am Bodensee startet am Sonntag, den 2. Oktober 2011, um 11.11 Uhr auf der Insel Lindau.

 

Informationen: Sparkasse 3-Länder-Marathon
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