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Schnelle Kenianer für Frankfurt

03.10.08
Quelle: Pressemitteilung

Rop, Barus, Maiyo, Kiogora, Kiplagat, Kipsos - Streckenrekord als Zielsetzung am 26. Oktober 2008 / Auch André Pollmächer und Alexander Lubina am Start / Susanne Hahn sagt verletzt ab

Vier Wochen vor dem Dresdner Kleinwort Frankfurt Marathon am 26. Oktober 2008 ist das Elitefeld der Männer so gut wie komplett. Und wie immer in den vergangenen Jahren hat der Sportliche Leiter Christoph Kopp eine international bekannte und leistungsstarke Gruppe schneller Kenianer für die Traditionsveranstaltung am Main verpflichtet. „Wir gehen natürlich mit einer klaren Vorgabe in das Rennen: Streckenrekord“, sagt Kopp. Die Kursbestzeit wird seit dem Vorjahr von Wilfred Kigen (2:07:58) gehalten, wobei der dreimalige Frankfurt-Sieger bei der 27. Auflage des ältesten deutschen Stadtmarathons nicht dabei sein wird. Kigen und sein Management haben sich für einen Start in New York entschieden.

 
Christoph Kopp
© marathon4you.de

Die Favoritenrolle in Frankfurt nimmt ein Läufer ein, dessen Sportbiographie bereits außergewöhnliche Erfolge enthält: Rodgers Rop, 32 Jahre alt, im Jahr 2002 Gewinner der Marathonläufe in Boston und New York. Seine Bestzeit von 2:07:32 Stunden lief der Polizist aus Nairobi im vergangenen Jahr als Gewinner des Hamburg-Marathons. Rop erreichte bei Rennen, die zu den World Marathon Majors gehören, weitere erstklassige Platzierungen, so im Jahr 2003 als Zweiter in New York, als Siebenter in Boston (2003) und als Sechster in London (2006/2:07:34).

 
Rogers Rop
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Rop ist auch als Tempomacher ein gefragter Mann, so führte er im vergangenen Jahr Haile Gebrselassie (Äthiopien) bei dessen Berliner Weltrekordrennen bis zur 30-Kilometer-Marke und lief Weltrekord in 1:28:56 Stunden. Sechs Jahre zuvor war Rop bei den 25 km von Berlin gleichfalls Weltrekord gelaufen (1:13:14 Stunden). Der schnelle Kenianer,  der seinem ersten Sohn den Namen Boston gegeben hat, wird erstmals in Frankfurt am Start sein. „Er ist ein absoluter Topläufer, der auf unserer schnellen Strecke ganz gewiss für Furore sorgen wird“, sagt Renndirektor Schindler.

 
Jo Schindler
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Erster Herausforderer von Rop könnte nach den jüngsten Ergebnissen sein 28-jähriger Landsmann Benson Barus werden. Sein Marathondebüt feierte Barus vor zwei Jahren in Mailand, die seinerzeitige Zeit (2:08:34) hat bislang noch Bestand als persönlicher Rekord. Ende September jedoch verbesserte Barus als Sieger des Halbmarathons in Udine seine Bestzeit auf herausragende 59:41 Minuten, rückte damit in der Jahresweltbestenliste auf Rang neun vor und positionierte sich eindrucksvoll für den Dresdner Kleinwort Frankfurt Marathon. „Das war ein prima Test für Frankfurt“, sagt Barus. Der Laufklassiker in der deutschen Banken- und Börsenmetropole ist das vierte Marathonrennen seiner Karriere sein – und es könnte sein schnellstes werden.

In der Weltklasse-Spitzengruppe erwartet werden natürlich auch Benjamin Maiyo, Stephen Kiogora und William Kiplagat. Maiyo, 29 Jahre alt, lief seine Bestzeit (2:07:09) vor drei Jahren als Zweiter in Chicago, gleichfalls den zweiten Rang erreichte er ein Jahr später in Boston (2:08:21). Der Kenianer, dem ein großer Sieg noch fehlt, wird vom deutschen Coach Dieter Hogen trainiert. Und zu seinen Trainingspartnern gehört unter anderen Kiogora. Der 33-Jährige erreichte seine Bestzeit (2:09:21) vor vier Jahren in Chicago, seine beste Leistung jedoch zeigte er im November 2006 auf der schwierigen Strecke von New York. In 2:10:06 Stunden wurde Kiogora Zweiter und ließ den seinerzeitigen Weltrekordhalter Paul Tergat (Kenia), Hendrick Ramaala (Südafrika) und Olympiasieger Stefano Baldini (Italien) hinter sich. Zurückmelden in der internationalen Klasse will sich Kiplagat in Frankfurt. Der 36-Jährige ist mit seiner Bestzeit (2:06:50) der schnellste Läufer im Feld – allerdings liegt sein persönlicher Rekord von Amsterdam bereits neun Jahre zurück. Ein weiterer schneller Kenianer in Frankfurt ist Vincent Kipsos (Bestzeit 2:06:52/2002).

Die Hoffnungen des Deutschen Leichtathletik-Verbands (DLV) am 26. Oktober 2008 verkörpern der Marathondebütant André Pollmächer (LAC Chemnitz) sowie Alexander Lubina (TV Wattenscheid). Pollmächer, 25 Jahre alt, hatte seine 10.000-Meter-Bestzeit im Juni 2007 auf 27:55,66 Minuten gesteigert, so schnell ist seit Dieter Baumann kein anderer Deutscher über diese Strecke gewesen. Der frühere deutsche Jugendmeister im Straßenlauf wird von Bernd Dießner trainiert und gilt als größtes deutsches Langstreckenlauftalent. Der drei Jahre ältere Lubina hat bislang ein Marathonrennen erfolgreich absolviert, im Juli 2007 lief er in Brügge (Belgien) 2:21:27 Stunden. Im selben Jahr stieg er bei den Veranstaltungen in Mainz und Berlin allerdings aus. Frankfurt wird also womöglich den Weg weisen, ob Lubina seine sportliche Zukunft tatsächlich auf der längsten olympischen Laufstrecke sieht.

Abgesagt hat derweil Susanne Hahn (Saarbrücken) ihre Teilnahme in Frankfurt. Die deutsche Meisterin und Olympiateilnehmerin von Peking ist am Dienstag im Lauftraining umgeknickt, musste ihren verletzten Fuß schienen lassen und wird nicht mehr rechtzeitig fit. „Wir bedauern die Absage von Susanne Hahn sehr und wünschen ihr ein schnelles Comeback“, so Schindler und Kopp. Das Elite-Frauenfeld in Frankfurt wird angeführt von der Vorjahressiegerin Melanie Kraus (Leverkusen), Sabrina Mockenhaupt (Köln) und Claudia Dreher (LG Ihleläufer Burg).

 

Informationen: Mainova Frankfurt Marathon
Veranstalter-WebsiteE-MailErgebnislisteOnlinewetterGoogle/Routenplaner

 

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