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Weltbester Bergläufer im „Ländle“ am Start

11.06.08
Quelle: PM / Anita Fuchs

So stark besetzt wie in diesem Jahr war der LGT Alpin Marathon in Liechtenstein noch nie: Neben dem letztjährigen Siegertrio steht am Samstag Jonathan Wyatt und somit die unangefochtene Nummer 1 der weltweiten Berglaufszene erstmals am Start.

Hannes Willinger, der dem Organisationskomitee seit der Premiere im Jahr 2000 vorsteht, freut sich ganz besonders auf die neunte Austragung des LGT Alpin Marathon. „Es ehrt uns alle sehr, dass Jonathan Wyatt seine Teilnahme zugesichert hat“, sagt er. Gross ist die Vorfreude aber auch beim Athleten selber. „Ich bin gespannt auf die Strecke und werde sie in den kommenden Tagen inspizieren“, sagte der 36-jährige Neuseeländer am Mediengespräch vom Mittwoch. Begleitet wird er dabei von Daniel Vogt, Partner der in Balzers ansässigen DJD Partners Trust reg., dank deren Individualsponsoring das Engagement von Wyatt überhaupt zustande kam. „Die Verpflichtung von Wyatt ist eine riesige Bereicherung und Aufwertung für den LGT Alpin Marathon“, so Vogt. „Zudem sind wir von der Arbeit des Veranstalters überzeugt und freuen uns, durch unsere Unterstützung mitzuhelfen, ein einmaliges Erlebnis für alle Beteiligten in Liechtenstein zu bieten.“

Eine verlockende Wertung

Für die Teilnahme des weltbesten Bergläufers setzte sich aber auch Sportcoach Richard Umberg stark ein, unter dessen Fittichen sich ein Dutzend Angestellter der Liechtensteinischen Landesverwaltung seit September 2007 auf den LGT Alpin Marathon vorbereitete. „Wyatt ist in allen Bereichen ein Profi“, sagt der Renndirektor des Jungfrau-Marathon und erwähnt als Beispiel die Bereitschaft, jederzeit für ein Gespräch zur Verfügung zu stehen. Mit grösster Wahrscheinlichkeit wird Wyatt am 6. September auch im Berner Oberland am Start stehen, zuvor am 5. Juli aber noch den Zermatt Marathon bestreiten. Zusammen mit dem LGT Alpin Marathon bilden die beiden Veranstaltungen zum zweiten Mal den Mountain Marathon Cup, bei dem es allein für den Gewinner 1500 Franken zu gewinnen gibt.

 
Die Vorjahres-Sieger
© marathon4you.de 3 Bilder

Nicht zuletzt dank dieser Wertung lockt der LGT Alpin Marathon vermehrt Top-Läufer ins „Ländle“. Neben Wyatt, dem amtierenden Berglauf-Weltmeister über die Langdistanz und Inhaber verschiedener Streckenrekorde, steht am Samstag beispielsweise auch das Siegertrio vom Vorjahr in Bendern am Start. Es sind dies der Brite Timothy Short sowie die beiden Schweizer Urs Jenzer (Frutigen) und Karl Jöhl (Amden). Auf den 42,195 Kilometern mit 1800 Steigungs- und 650 Gefällemetern versuchen alle drei, sich eine möglichst gute Ausgangslage im Mountain Marathon Cup zu schaffen. Über die starke Besetzung freut sich selbstverständlich auch die LGT Bank in Liechtenstein AG, welche als Hauptsponsor auftritt. Otto Biedermann, Bereichsleiter Direktkunden FL, dachte am Mediengespräch aber auch an die Organisatoren: „Mit den drei Bewerben bieten sie ein, auf viele Bedürfnisse abgestimmtes und abgerundetes Programm an.“ 

Kronfavoritin mit gemischten Gefühlen

Aus der Ferne verfolgt das Geschehen die überlegene Vorjahresgewinnerin Lizzy Hawker; die zierliche Britin zog sich an Ostern bei einem Sturz auf dem Eis eine Beinfraktur zu und nimmt das Lauftraining erst diese Woche wieder auf. Dennoch ist auch bei den Frauen ein erlesenes Feld am Start. Zur Kronfavoritin rückt Claudia Landolt (Jonschwil) auf, die bei den vergangenen zwei Austragungen jeweils den zweiten Platz erreichte. Ihrer Teilnahme blickt die Ostschweizerin allerdings mit gemischten Gefühlen entgegen: Seit einiger Zeit bereitet ihr das linke Schienbein Probleme, zudem stürzte sie am vergangenen Sonntag mit dem Mountainbike und erlitt dabei Prellungen sowie einen Bluterguss am rechten Oberschenkel. Landolts grösste Herausforderinnen im „Ländle“ sind die Deutsche Britta Müller, Corinne Zeller (Weissenburg), Christine Reimann (Davos), Ursula Wohlwend (Schellenberg) und Claudia Helfenberger (Arnegg).

 
Britta Müller
© marathon4you.de 2 Bilder

Insgesamt erwartet OK-Präsident Hannes Willinger 800 bis 900 Läuferinnen und Läufer, wobei der Grossteil die sich in einem hervorragenden Zustand befindende Königsstrecke absolvieren wird. Etwa ein Fünftel der gemeldeten Sportlerinnen und Sportler entscheidet sich nach dem aktuellen Anmeldestand für den LGT Halbmarathon PLUS, der zum zweiten Mal im Programm figuriert. Während dieser Bewerb – er führt über 25 Kilometer von Bendern nach Steg – einen Zuwachs registriert, verzeichnet das dritte LGT Nordic Walking in Malbun wiederum einen Teilnehmerrückgang. Eine erneute Rekordbeteiligung – die Bestmarke aus dem Vorjahr liegt bei 1015 Gemeldeten – wird es daher zwölf Monate vor der Jubiläumsaustragung kaum geben.

Spendenaktion für Pfarrer Kellenberger

Im Rahmen des LGT Alpin Marathon gibt es eine Spendenaktion für den Vaduzer Pfarrer Markus Kellenberger, welcher dem LGT Alpin Marathon mit seinen Teilnahmen und den drei Podestplätzen (Zweiter 2006, Dritter 2002 und 2003) zu grosser Popularität verholfen hat, am Samstag aus beruflichen Gründen (Firmung) aber auf einen Start verzichten muss. Der künftige Missionar wird das Fürstentum Liechtenstein im Herbst verlassen und im Südwesten von Bolivien mithelfen, die schwierigen Lebensbedingungen für die Indios auf dem Land zu verbessern. Primäre Vorhaben des sportlichen Gottesmannes sind Möglichkeiten für einen Schulbesuch zu schaffen und ein Minimum an medizinischer Versorgung zu realisieren. 

 
Markus Kellenberger
© marathon4you.de

Der „Pro LGT Alpin Marathon Verein“ hat den Entschluss gefasst, den Start von Markus Kellenberger in Bolivien im Rahmen einer Aktion zu unterstützen. Vom Startgeld jeder Liechtensteinerin beziehungsweise jedes Liechtensteiners spendet er 20 Franken. Erfreulich wäre, wenn auch Teilnehmende und Zuschauende, ja die gesamte Bevölkerung einen Beitrag leisten würden. Bei der Startnummernausgabe in Bendern und im Ziel in Malbun werben die Veranstalter deshalb mit einer Stellwand für die Aktion. Ebenfalls können dort Münzen und Noten abgegeben werden. Der Liechtensteinische Entwicklungsdienst (LED) – das ist eine Stiftung zur Unterstützung von Projekten in Drittweltländern – verdoppelt die gesamte zusammen kommende Summe, legt seinen Beitrag jedoch auf maximal 10 000 Franken fest. (af)

 

Informationen: LGT Alpin-Marathon Liechtenstein
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