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Karl Jöhls erster - Caroline Reibers dritter Marathonsieg

11.06.05
Quelle: Armin Mathis

Bei einem traumhaften 6. LGT Alpin-Marathon holte sich Karl Jöhl (CH-Amden) seinen ersten Marathonsieg.

 

Der 41jährige sorgte mit 3:09:05 Stunden für die zweitbeste Siegerzeit aller bisheriger Austragungen. Dem LGT Alpin-Marathon definitiv den Stempel aufgedrückt hat Carolina Reiber (CH): Die in Zürich wohnhafte Bündnerin siegte zum drittenmal in Folge am Bergklassiker in Liechtenstein.

 

545 Läuferinnen und Läufer starteten bei traumhaften Bedingungen - wie noch nie seit der Premiere im Jahre 2000 – zu den äusserst anspruchsvollen 42,195 km von Bendern nach Malbun. Oder anders ausgedrückt: Zu einer Sightseeing-Tour, die die Schönheiten des weiten Rheintals und der Liechtensteiner Alpen nicht besser hätte abdecken können.

 

 
Start 6. LGT Alpin-Marathon
© Veranstalter

Aus über 15 Nationen fanden die Teilnehmer den Weg nach Liechtenstein, das sich im Kalender der Bergmarathons im deutschsprachigen Raum schon längst einen festen Platz gesichert hat. 496 schliesslich erreichten das Ziel in Malbun, womit die Zahlen der Vorjahre nicht ganz erreicht wurden. Jene, die dieses Jahr einen anderen Wettkampf aussuchten – besonders in Deutschland wächst die Zahl von Marathons immer noch -  verpassten allerdings einiges: Ein tolles und zahlreich erschienenes Publikum sowie eine einmal mehr tadellose Organisation trugen zu einem wahren Läuferfest bei.

 

 
Blick ins Rheintal
© Veranstalter

Hart aber schön

Manch einer kam zur Einsicht, dass der LGT Alpin-Marathon ganz andere Voraussetzungen verlangt als ein flacher Marathon: Die 1'800 Meter Höhendifferenz mit stetigen Rhythmuswechseln gelten als nahrhaft wenn nicht sogar als schwer. Klar, dass die 42,195km vom Rheintal ins Alpengebiet nur Marathonläufer mit Bergqualitäten am schnellsten absolvieren können. Einer, der sich bisher mit zwei zweiten Rängen Vorlieb nehmen musste, liess diesmal alle stehen und siegte mit einem Riesenvorsprung auf den Zweitplatzieren: Karl Jöhl aus Amden. Der St.Galler realisierte damit seinen ersten Marathonsieg überhaupt und machte dabei auf der ganzen Strecke einen erstaunlichen frischen Eindruck; ja, dem 41jährigen war die Anstrengung gar nicht anzusehen. Noch in Steg beim Coop-Sprint war Jöhl schneller unterwegs als Urs Christens Zwischenzeit beim Streckenrekord im Jahre 2000 (3:04:50). Auf den verbleibenden Kilometern aber lief Jöhl nicht mehr mit allerletzter Konsequenz und lief auf Rang halten. Spätestens bei der Malbuner Kapelle (km 36,5) war dann klar, dass Jöhl Christens Streckenrekord nichts anhaben würde. Mit der Siegerzeit von 3:09:05 sorgte er aber immerhin für die zweitbeste Siegerzeit der Geschichte. Nun folgt für ihn der Graubünden Marathon in zwei Wochen, einer seiner Lieblingsläufe.

 

 
Sieger 2005
© veranstalter

Zweiter hinter Jöhl wurde der Bündner Thomas Engeli. Der Sieger aus dem Jahre 2003 meldete sich nach einer komplett ausgefallenen Laufsaison 2004 (Lungenembolie) eindrücklich zurück und übertraf seine Erwartungen. Auf dem dritten Rang klassierte sich mit dem 28jährigen Winterthurer Martin Jost ein Läufer, von dem man am LGT Alpin-Marathon bestimmt noch mehr hören wird: Jost lief zum ersten Mal im Ländle, nur gerade zwei Wochen nach seinem Sieg beim Halbmarathon Winterthur (1:12:18). Jost lobte den Anlass, die Strecke und die Landschaft in den höchsten Tönen und versprach, wiederzukommen. Vielumjubelter Vierter wurde der Kirchenmann Markus Kellenberger (Vaduz).

 

 
Die siegreichen Damen
© veranstalter

Carolina Reiber mit dem Triple

Carolina Reiber verbesserte bei ihren zwei letzten Teilnahmen 2003 und 2004 stets den Streckenrekord, im Vorjahr auf sagenhafte 3:30:16. Mit ihrer Zeit sorgte sie damals für die zwölftbeste Tageszeit. Dieses Jahr siegte sie in immer noch ausgezeichneten 3:35:10, womit nur acht Männer schneller waren als die 32jährige. Reibers Sieg war in keiner Phase des Rennens gefährdet; schon beim Schloss Vaduz, der Residenz der Fürstenfamilie von Liechtenstein, lag sie deutlich vor der späteren Zweiten, Luzia Schmid (Homburg).

 

Familiäre und doch mustergültige Organisation

Der LGT Alpin-Marathon ist der Inbegriff, wie man mit bescheidenen finanziellen Mitteln eine doch professionelle Veranstaltung auf die Beine stellen kann. Auch diesmal war der Anlass mustergültig von statten gegangen, und dies wieder bei viel Herzblut und Läuferfreundlichkeit. Die durchwegs ehremamtlich arbeitenden Organisatoren – als Verein organisiert – blicken schon in die Zukunft: Hauptsponsor LGT Bank, die Privatbank der Fürstenfamilie von Liechtenstein, hat schon bis ins zehnte Jahr den Vertrag verlängert. Neu dabei war dieses Jahr Coop und gab der Sprintwertung in Steg auch gleich den Namen. Als zweiter neuer Sponsor war die Liechensteinische Post mit von der Partie.

 

Obschon die diesjährigen Teilnehmerzahl nicht ganz den Erwartungen entsprach, war der 6. LGT Alpin-Marathon ein voller Erfolg. „Die Zufriedenheit der Läufer, gute Bedingungen und ein Anlass ohne Unfälle geht uns vor“, meint dazu OK-Präsident Hannes Willinger, für den schon in einer Woche die Vorbereitungen auf den 7. LGT Alpin-Marathon am 10. Juni 2006 beginnen.

 

Informationen: LGT Alpin Marathon Liechtenstein
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