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Über eine Million Zuschauer bringen den Pott zum Kochen

17.04.05
Quelle: Pressemitteilung

 
© marathon4you.de 4 Bilder

Der Karstadt RuhrMarathon brachte am gestrigen Sonntag mehr Menschen auf die Beine, als irgendein anderes Sportereignis im Ruhrgebiet. Mit über 32.000 aktiven Teilnehmern und geschätzten 1,1 Millionen begeisterten Zuschauern an den Strecken herrschte im Revier der sportliche Ausnahmezustand.

 

„Nach dem Erfolg der letzten beiden Jahre hatten wir schon viel erwartet, aber dieser Sonntag übertrifft unsere Erwartungen bei Weitem“, freut sich Volker Ebener, Geschäftsführer des Veranstalters Idko GmbH & Co. KG. Neben den zahlreichen Eventpoints, Bühnen und Live-Musik- Angeboten lockte der 3. Karstadt RuhrMarathon Läufer und Zuschauer mit einer Weltpremiere: Der 3. Karstadt RuhrMarathon war zugleich der erste TwinMarathon der Welt. Die Sportler starteten aus Dortmund und Oberhausen, trafen sich am Musiktheater Gelsenkirchen und liefen von dort aus gemeinsam ins Ziel nach Essen. Die über 70 Streckenkilometer waren fast nahtlos von begeisterten Zuschauern gesäumt, die jeden Sportler lautstark unterstützten, egal ob Spitzenathlet oder Anfänger.

 

Kenianisches Doppel beim 3. Karstadt RuhrMarathon

 

Moses Masai und Mary Ptikany siegten auf der Marathondistanz

Das Finale des diesjährigen Karstadt RuhrMarathon war an Spannung nicht zu überbieten, denn wenige Meter vor dem Ziel kam es zu einem rein kenianischen Showdown: Sieger Moses Masai durchlief das Ziel in Essen mit einer Zeit von 2:10:12. Schnellste Frau wurde Mary Ptikany mit 2:30:22.

 

Um den Marathonläuferinnen die Chance zu geben, vor ihren männlichen Kollegen über die Ziellinie zu laufen und sich damit den Sonderpreis in Höhe von 10.000 Euro zu sichern, starteten die Damen 20 Minuten vor den Herren. Kurz vor dem Ziel kämpfte sich Moses Masai an die bis dahin klar führende Mary Ptikany heran. Trotz aller Anstrengungen und der begeisterten Anfeuerung Tausender von Zuschauern, konnte die Westafrikanerin ihren Vorsprung nicht ins Ziel retten und kam am Ende nur wenige Sekunden nach Masai ins Ziel. Dennoch war die Freude bei der Kenianerin groß, die Damenkonkurrenz gewonnen zu haben. Im Vorjahr war sie bereits Zweite beim Karstadt RuhrMarathon.

 

Auch die Ränge 2 und 3 der Marathonherren machten die Kenianer unter sich aus: Auf Platz 2 lief Benson Ogato mit einer Siegzeit von 2:12:11, gefolgt von Moses Kemboi, der nach 2:13:10 über die Ziellinie in Essen lief. Bei den Damen sicherte sich Vorjahressiegerin Lydia Vasilevskaya (RUS) mit einer Zeit von 2:33:09 Rang 2. Auf den dritten Platz kam Yulia Vinokourova, ebenfalls aus Russland, mit einer Endzeit von 2:37:02.

 

Deutsche Erfolge im Halbmarathon

 

Nach 21,0975 Kilometer stand fest: Der alte Sieger ist auch der neue. Jan Fitschen vom TV Wattenscheid 01, mehrfacher Deutscher Meister über 5.000 und 10.000 Meter, konnte sich mit einer Zeit von 1:05:20 deutlich gegen die Konkurrenz durchsetzen. Auch bei den Damen verteidigte die Vorjahressiegerin ihren Titel. Die Damenkonkurrenz musste sich erneut Barbara Thiel vom USC Bochum geschlagen geben, die nach 1:27:01 über die Ziellinie lief.

 

Frank Busemann mit persönlicher Bestzeit

 

Auch viele Prominente bei der Weltpremiere

„Die Stimmung beim Karstadt RuhrMarathon ist einfach unübertroffen. So ein Gänsehautgefühl kann man als Sportler sonst nur in restlos ausverkauften, riesigen Stadien erleben. Die Zuschauer geben alles, dir Mut zu machen, dich ins Ziel zu tragen“, resümiert Frank Busemann, Ex-Zehnkämpfer und Karstadt RuhrMarathon- Botschafter seinen zweiten Marathonlauf, den er mit persönlicher Bestzeit von 3 Stunden 39 Minuten beendete.

 

Auch andere Prominente gingen am Sonntag in ver- schiedenen Disziplinen auf die Strecken, um zu laufen, zu walken, aber auch um sich von der fantastischen Stimmung im Revier selbst ein Bild zu machen. Autorin Hera Lind flog eigens aus Österreich ein und absolvierte in der Zeit von 1:58 einen Halbmarathon. Ihr Mann Engelbert Lainer traute sich an seinen ersten Marathon, den er erschöpft aber glücklich mit einer Zielzeit von 4:39 beendete.

 

Schalke-Idol Olaf Thon verbesserte bei seinem Karstadt RuhrMarathon-Debüt mit 3.54 seine persönliche Bestzeit um eine halbe Stunde. Ein weiterer „Disziplinfremder“, Schwimmstar Christian Keller, rief seinen allerersten Marathon und bestand die Herausforderung mit einer Zeit

von 4:27. Im Gegensatz zu ihm ist Essens Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Reiniger beim Karstadt RuhrMarathon ein alter Hase. In diesem Jahr hat er sich für den „neuen“ Startort Oberhausen entschieden. „Auch auf der Westroute war die Stimmung großartig. Begeisterte und fröhliche Zuschauer haben den Läufern den langen Weg wirklich erleichtert“, kommentiert Reiniger die Atmosphäre auf der neuen Strecke, die er in 3:51 bewältigte.

 

Ganz ohne Ski und Stöcke ging es für Rosi Mittermaier und Christian Neureuther auf die Piste. Die leidenschaftlichen Walker absolvierten den Walking-Halbmarathon in rund drei Stunden für einen guten Zweck. Begleitet von Hunderten RAG-Mitarbeitern sammelten sie Kilometergeld für die Kinderrheumastiftung.

 

Der TwinMarathon für schnelle Zwillingspärchen

 

Eine Sonderkategorie gab es beim ersten TwinMarathon für lauffreudige Zwillingspaare. Gesucht wurden die schnellsten Zwillinge. Wolfgang und Christian Lenz konnten mit einer Zeit von 2:42 diesen Titel mit klarem Abstand zur Konkurrenz für sich verbuchen.

 

Gehring erneut erfolgreich

 

Inline-Vorjahressiegerin verteidigt Titel beim 3. Karstadt RuhrMarathon

Die unangefochtene Inline-Marathon-Königin des 3. Karstadt RuhrMarathon heißt Friederike Gehring. Wie im Vorjahr konnte die Deutsche sich gegen die internationale Konkurrenz durchsetzen. Der packende Endspurt gegen ihre Teamkolleginnen von Barclaycard Lion Girls geriet so eng, dass der Sieg nur durch ein Foto-Finish geklärt werden konnte. Friederike Gehring und die Zweitplazierte Nienke Stenekes kamen laut Uhr mit einer Endzeit von 1:25:08 ins Ziel.

 

Bei den Herren war Jan van Loon (Team Rollerblade NL) über die 42,195 Kilometer erfolgreich. Er sicherte sich den Sieg mit einer Zeit von 1:11:44. Platz 2 teilen sich Christian Domscheidt vom Zepto Skate Team, der bereits im vergangenen Jahr den zweiten Platz belegt hatte, und Nico Wieduwillt vom Team Creative-Rollerblade mit einer Zeit von 1:13:26.

 

Teilnehmer an Herzversagen gestorben

 

Ein 56-jähriger Mann aus Unna starb am Sonntagnachmittag nach der Teilnahme am Walking- Halbmarathon an Herzversagen. Bereits auf der Strecke hatte er offensichtlich unter Atemnot gelitten; nach dem Zieleinlauf suchte er ein Café auf, wo er einen Zusammenbruch erlitt. Eine zufällig anwesende Krankenschwester begann sofort mit Erste Hilfe-Maßnahmen. Bereits wenige Minuten später traf der Notarzt ein. Trotz Reanimations-Maßnahmen während des Transports und später im Gelsenkirchener Krankenhaus verstarb der Mann.

 

Dr. Joachim Schubert, medizinischer Leiter des Karstadt RuhrMarathon und Leiter des Privatärztlichen Praxiszentrums Bochum: „Aufgrund eines Telefonates mit dem Krankenhaus ist davon auszugehen, dass der Mann gesundheitlich vorbelastet war.“

 

Alle für Teilnehmer und Helfer geplanten Partys wurden von den Veranstaltern aufgrund des Todesfalls abgesagt bzw. verschoben.

 

Informationen: Karstadt Marathon
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