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„Äthiopien rockt das Haus“

08.05.11
Quelle: Pressemitteilung

Souverän: Äthiopier Tola Bane lässt Gegnern keine Chance / Hitzerennen  endet für Sieger bei 2:13.30 h

Keniatische Armada ausgekontert / Richard Chepkwony leidet und wird Zweiter / Edwin Kibowen überraschend auf 3 / Moderate Zeiten / Dietmar Bier bester Deutscher: Sechster in 2.31:38 h

Kein Kraut gegen Asha Gigi Roba gewachsen - ein Uhrwerklauf in zweitschnellster Mainzer Zeit:  2.31:08 h

Olga Kotovska (Ukraine) Zweite in 2.34:02 h /Tatiana Vilisova auf Rang drei in 2.38:03

Tola Bane ließ in Mainz beim 12. Novo Nordisk Gutenberg Marathon nichts anbrennen und siegte souverän in 2.13:30 h. Ein neuer Streckenrekord (gehalten von Mohamed Msenduki Ikoki/Tansania in 2.11:01 h) - am Vortag beim „Sporttalk“ gleich einige Male als „denkbar“ ausgesprochen (und schon daher wenig wahrscheinlich stand bereits früh außerhalb jeder Diskussion -  das Thermometer stieg unerbittlich, he höher die Sonne stieg, satte 25 Grad, null Wollen. Und damit hatten einige im Feld zunehmend Probleme. Dazu später.

Bis Kilometer 28 lief eine Fünfergruppe gemeinsam vornweg, das Tempo war eher verhalten auf 2.15er Kurs, ehe Robert Kipkoech Kiprui (Kenia) als erster in der Spitze abreißen lassen musste. Der Vorjahres-Vierte (damals in einer 2.14er Zeit) erlebte auf den verbleibenden Kilometern eine überaus bittere Zeit und ging total unter: vollkommen entkräftet schleppte er sich bei indiskutablen  2.39:27 h als Neunter ins Ziel - da ging nahezu nichts mehr auf Runde 2. Auch Andrej Naumov (Ukraine, Sieger 2006-2008)  war es nicht gut ergangen - der dreimalige Mainz-Sieger lief bis Kilometer 5 vorn mit, ließ dann eine Lücke entstehen – und stieg bereits sehr früh in Runde eins aus dem Rennen aus. Schade.

Das Top-Quartett - Richard Chepkwony, Geoffrey Gikuni, Edwin Kibowen (alle Kenia) sowie der Äthiopier Tola Bane belauerten sich noch einige Kilometer, ehe Kibowen bei 28 zurückfiel. Tola Bane hingegen sah den Zeitpunkt als gekommen an, die Büchse der Pandora zu öffnen (und machte über das gesamte Rennen ohnehin den frischesten Eindruck)… Er ließ ab Kilometer 32 in Mombach dann den Sonnengott einen guten Mann sein, unbeeindruckt von den weiter steigenden Temperaturen forcierte er das Tempo - und war allen anderen schnell auf 50 bis 70 Meter enteilt. Geoffrey Gikuni, bis Kilometer 34 noch als Verfolger von Tola Bane flüssig unterwegs, musste dann dem angeschlagenen Tempo massiv Tribut zollen. Allein Richard Chepkwony blieb halbwegs in Schlagdistanz, lief aber hinten raus dann auf Platzsicherung - nach Rang 3 in 2010 nun „Vize“ in 2.16:19 h. 
Edwin Kibowen, den man vorher nicht unbedingt auf der Top-Rechnung hatte und der teils 30 bis 40 Sekunden hinter Gikuni gelegen hatte, lief auf und distanzierte den zweifachen St. Wendel-Sieger klar – Rang drei in 2.19:37 h. Stark präsentierte sich Dietmar Bier – als schnellster Deutscher auf Rang sechs und in sehr beachtliche 2.31:38 h.

 

Auch bei den Frauen: „Äthiopien rockt das Haus“


Die - dies sei betont : souveräne - Vormachtstellung der Äthiopier  in Mainz im Jahre 2011 komplettierte bei den Frauen Asha Gigi Roba, die ein hochgradig uhrwerkähnliches Rennen ablieferte und ihren Stiefel lief – unbesehen der Konkurrentinnen, die ab Kilometer 21 hinter ihr liefen. Angesichts des Wetters brachte Roba das Rennen zugleich in der zweitschnellsten Zeit von 2.31:08, die eine Frau  nach Susanne Hahn (2008, 2.29:35 h) in Mainz bislang  erreichte, auf die Ziellinie. Und dies regelte Roba in aller Ruhe von der Spitze weg. Bis zum Halbmarathon konnte Lucy Wambui Murigi (Kenia) noch folgen - auf der Theodor-Heuss-Brücke begannen aber bereits die Probleme, als Murigi peu a peu zurückfiel und später dann einen massiven Schwächeanfall erlitt und mit dem Krankenwagen abtransportiert wurde (Entwarnung). Ein bitterer Moment für Thomas Krejci vom Team „run2gether“, an einem sportlich ohnehin unglücklichen Tag. 

Zu jenem Zeitpunkt war Olga Kotovska (Ukraine) bereits an Murigi herangelaufen und lief dann ihr Rennen aus Position 2 sukzessive ins Ziel mit einer starken 2.34:02 h. Guter Stil, top perfomance! Prächtig lief es zudem für Tatiana Vilisova (Russland), die zwar klar abgeschlagen als Dritte einkam, die Platzierung aber angesichts der starken Worte der Konkurrentinnen beim Sporttalk mit Kusshand nahm. Achtung: Vilisova steigerte ihre bisherige Bestzeit (2.45:25h ) in der Hitzeschlacht um mehr als 7 Minuten auf 2.38:03! Das ist außergewöhnlich.
Luzia Schmid (Schweiz) sicherte sich Rang vier in 2.44:29 h (ebenfalls PB) – gefolgt von der Mainzer Marathon-Meisterin Eva Katz auf Rang 5 des Gesamtfeldes: Chapeau!! Katz darf sich mithin die erste Titelträgerin in einer Zeit von 3.05:41h nennen.  

 

Informationen: Gutenberg-Marathon Mainz
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