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Pyka und Pichlmaier Deutsche Marathon Meister

09.05.10
Quelle: Pressemitteilung

Souverän: Tansanier Mohamed Msenduki Ikoki unterbietet bisherigen Streckenrekord mit 2.11:01h

Keniatische Armada ausgekontert / Favorit Tesfaye Etisha stark bis zur Halbzeit - dann Ausstieg / Roman Prodius nicht nur mental ein Könner - Zweiter / Richard Chepkwony auf Rang 3 

Bernadette Pichlmaier muss Spitze ziehen lassen: Kouhan mit enormem Finish / Balcha Alemu Almaz rettet Millimeter-Sieg ins Ziel - zeitgleich in 2.34:08h / Mildred Kiminy nach Sturz Dritte - Verdacht auf Rippenbruch 

Pichlmaier souveräne - und erneut strahlende - Deutsche Meisterin in 2.41:00h / Weißrussin mit Vollgas von hinten heran 

Dennis Pyka (LG Telis Finanz Regensburg) „entspannt“ in 2.20:09h zum DM-Titel / Wattenscheider Bastian Kranz Vize / Philipp Nawrocki Dritter 

Pyka ohne echten DM-Kontrahenten, Regensburger kann aber kein Signal für EM setzen

Mohamed Msenduki Ikoki aus Tansania strahlte im Ziel - nicht ohne Grund: E gehörte zum Favoritenkreis, aber eigentlich hatte man andere Namen deutlich stärker auf der Rechnung. Ein Fehler.

Bis Kilometer 30 hielt sich Ikoki im Topfeld dezent zurück, ehe peu a peu die Fehde begann. Nachdem nach und nach die Keniaten des „run2gether“-Teams abreißen lassen mussten (zunächst Koskei Kipkirui (später Vierter in 2.14:25h), dann Noah Kipruto Chepngabit (5. in 2.15:56h), zuerst Robert Kipkoech Kirui (Sechster in 2.18:43h) zog Ikoki den Kontrahenten in einem überaus kontrollierten Lauf nach und nach den Zahn.

Unbeirrt steigerte er hinten heraus das Tempo - und schwenkte nach einer zwischenzeitlich sich andeutenden 2:15er-Endzeit mit „Bummelphase“ auf hohes Tempo um und ließ es krachen: Roman Prodius (Moldawien) ging im Top-Trio zuerst „verloren“, dann wackelte Richard Chepkwony kurz darauf. Wenige Kilometer darauf hatte Prodius die Tempoverschärfung weggesteckt.

Der nicht nur mental starke Prodius - beim Sporttalk am Samstag war er aufreizend ruhig, entspannt und selbstbewusst aufgetreten - saugte sich an den Münster-Sieger 2009 Chepkwony heran - und hängte ihn ab. Prodius lief als Zweiter in 2.12:31h die drittbeste Zeit, die je in Mainz erreicht wurde - ein bärenstarkes Debüt am Rhein. Chepkwony konnte dem nichts mehr entgegensetzen - er ließ abreißen und wurde Dritter in 2.13:38h.

Damit blieb die Top 3 allesamt unter der Vorjahres-Siegerzeit. Andrej Naumov (Ukraine) muss seinen Topplatz in der Bestengalerie an Mohamed Ikoki abgeben: STECKENREKORD.

Deutsche Meisterschaften: Dennis Pyka und Bernadette Pichlmaier siegen 

Dass Dennis Pyka (LG Telis Finanz Regensburg) hier nicht mittun könnte, war vorn vornherein klar. In Gegenwart von Bundestrainer Detlef Uhlemann konnte Pyka mit dem Gewinn des DM-Titels in (durchwachsenen) 2.20:09 h leider aber auch keine Signale für Barcelona setzen. Sei’s drum - der Zug wird wohl ohne ihn rollen.  Den Titel holte sich der sympathische 38jährige absolut souverän. Vize Bastian Kranz (TV Wattenscheid) folgte erst acht (!) Minuten später in 2.28:08h. Dritter im Bunde war am heutigen Tage Philipp Nawrocki (Aachener TG), der knapp dahinter in 2:28:26 h einkam.  

Im Internationalen Frauenfeld zeigte Balcha Alemu Almaz frohzeitig, dass sie ein deutliches Wort mitreden will. Vorneweg diktierte sie die Pace, hielt die Konkurrenz vermeintlich  souverän auf Distanz. Sviathlana Kouhan, Mildred Chebosis Kiminy und Bernadette Pichlmaier liefen lang im Trio, ehe  die Titelverteidigerin zwischen Kilometer 24 und 30 deutlich abreißen lassen musste. Es schien,  als sei alles klar…

Almaz hatte bei Kilometer 33 anderthalb Minuten Vorsprung  auf Kouhan, die aber ein Mörderfinish hinlegte und im die Äthiopierin um Haaresbreite noch eingesammelt hätte - zeitgleich gingen beide über die Zeitmessmatte. Almaz hatte den Körper zuerst im Ziel, eine enge Kiste. Wann gibt es das schon im Marathon, dass wenige Zentimeter über den Sieg entscheiden? Kouhan zeigte großen Sport und wurde für die großartige Aufholjagd (leider) nicht belohnt… Balcha Alemu Almaz siegte in 2.34:08h - mit gleicher Zeit wie Kouhan, die ihre Bestzeit um nahezu drei Minuten verbesserte. 

Als Dritte kam Mildred Chebosis Kiminy (Kenia, 2.35:41h) ins Ziel, die durch einen Sturz nach einer Rempelei auf den letzten Kilometer deutlich zurückfiel. Sie musste nach dem Lauf ins Krankenhaus mit Verdacht auf Rippenbruch. Entwarnung: Es wurden nur Prellungen diagnostiziert. 

Das „run2gether-Team“ war heute nicht vom Glück verfolgt, gestand auch Teammanager Thomas Krejci ein…   

Titelverteidigerin Bernadette Pichlmaier (LG Mittlere Isar) musste anerkennen, dass die internationale Konkurrenz in diesem Jahr den Hut auf hatte und zu stark war - ab km 26, 27 stellte sich heraus, dass sie der Pace nicht mehr folgen konnte. Daher switchte sie kurzfristig um: War zuvor die Hoffnung dabei, sich an die Topläuferinnen zu klemmen, um in deren Sog an eine 2:33h (Quali für Barcelona heranzulaufen), so war zu diesem Zeitpunkt klar, dass Pichlmaier schnell umstellen musste: Es hieß Titelverteidigung gesamt ade, als die (internationale) Konkurrenz entschwand. Zwar zeigte sie sich im Ziel zunächst ein klein wenig geknickt, aber von dieser Stelle aus sei betont: Einen DM-Titel zu verteidigen, packt auch nicht jeder!

In 2.41:00h ging die Meisterschaft zwar aus zeitlicher Warte wenig mitreißend weg - umso größer war der Jubel von Fakja Hofmann (LG Telis Finanz Regensburg) als Zweite in 2.48:23h und Vereinskollegin Steffi Volke (2.51:49h) - damit dürfte das Team aus Regensburg neben dem Titel für Dennis Pyka eine überaus fröhliche Rückreise haben.

Klasse-Stimmung – aber erstmals Start im Regen

Angenehmes Laufwetter – Zuschauer weniger „glücklich“  50.000 - 60.000 Zuschauern am Kurs

Mit 50.000 bis 60.000 Zuschauern an der Strecke blieb es 2010 wegen des Regens ein wenig leerer an der strecke – Platzregen für etwa 1 Stunde hielt sicherlich einige Zuschauer vom Gang an die Strecke ab. Schade für die Publikumsränge, aber optimal für die Läufer. Mit dem Startschuss endete der starke Regen, den die Handbiker (9.20 Uhr) zuvor noch heftigst abbekommen hatten.

Der Event Marathon-Tag bleibt aber weiterhin ein Volksfeiertag in Mainz. Bei für die Läuferinnen und Läufer später angenehmen 15-17 Grad warb der Novo Nordisk Gutenberg-Marathon durch eine erneut feine Atmosphäre, die auch 2010 vom SWR über vier Stunden in Wort und Bild eingefangen wurde.

Besonderen Spaß hatten erneut 400 Schulstaffeln, die mit je 5 Schülerinnen und Schülern antraten - und nicht selten im Zielbereich noch filigrane Endspurts hinlegten - schöne Impressionen. Dafür erhielten sie frenetischen Applaus.

 

Informationen: Gutenberg-Marathon Mainz
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