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Das war Mainz 2009

11.05.09
Quelle: Pressemitteilung

Sammy Kipkoech Tum bricht ukrainische Vorherrschaft - Lächelnd ins Ziel in 2.13:56 h - Ivan Babaryka und Sergiy Zachepa können Kenianer nicht folgen

Deutsche Frauen dominieren auch 2009 Mainz Marathon: Strahlende Augen - Bernadette Pichlmaier setzt ihre späte Marathon-Karriere in 2.38:44 h fort - Gesamt-Siegerin und Deutsche Meisterin 2009 - Julia Viellehner macht als Zweite beim Debüt auf sich aufmerksam - Birgitt Bohn (Spiridon Frankfurt) erneut dabei - Internationales Feld im Wortsinne unter „ferner liefen“: Kuta und Delijon abgeschlagen, Anna Kovalenko geht aus dem Rennen 

Stefan Koch (LG Braunschweig) wird Deutscher Meister, bleibt aber klar unter seinen Möglichkeiten - Sieg in 2.20:34 h keine weitere Empfehlung für WM in Berlin / Peter Rodewald (Jena) und David Karl (Frankfurt) auf den Rängen

Sammy Kipkoech Tum (Kenia) strahlte im Ziel unnachahmlich. Bis Kilometer 30 hatte es einige Bewegungen im Feld gegeben. Erst   lief eine Fünfergruppe zusammen, vorn dran Halmarathoni Aleksandr Babaryka, dann setzte sich der Tempomacher Micah Kiplagat Samoei (Kenia) en wenig ab - er sollte das Tempo zum Halbdurchlauf bei 66 Minuten für die Teamkollegen halten - aber das Restspitzenfeld folgte nicht. Er finishte zur Halbdistanz und gewann diese Wertung in starken 1.06:49 h. Danach rollte eine vierköpfige Phalanx mit Sammy Tum, van Babaryka, Sergiy Zachepa und Christopher Chumo gen Kastel/Kostheim.
Nach der Rückkehr aus Hessen jedoch zog Tum das Tempo massiv an, während Chumo komplett abreißen lassen musste und die Ukrainer um den Anschluss kämpften. Aber Babaryka gestand nach dem Rennen sichtlich enttäuscht, dass er eigentlich ein gutes Gefühl gehabt habe und auf deutlich mehr hoffte: „Ab km 35 ging aber nichts mehr, da hatte ich wirklich Probleme.“

Der 1.90-Hüne Sammy Kipkoech Tum federte hingegen noch zu einer 2.13:56 h-Siegerzeit und holte sich deutlich vor dem Feld den Platz ganz oben auf dem Podest, während Zachepa seinem Trainingskollegen Babaryka (Endzeit 2.15:36) nicht mehr folgen konnte und auf Rang drei einkam (2.16:23 h). Babaryka wurde damit zum zweiten Male Zweiter in Mainz – das Duo konnte die ukrainische Vorherrschaft der letzten Jahre nicht aufrechterhalten. Thomas Krejci, rühriger Betreuer des „run2gether“-Teams, hatte zwar zwischenzeitlich etwas Bedenken gehabt, da nicht jegliche Zeitvorgaben auf der Strecke ihre Ensprechung fanden – zeigte  sich aber letztlich nach zappeligem Verfolgen der ersten Kilometer vor dem TV-Schirm („Das ist bei mir immer so, da bin ich sehr unruhig“) sehr zufrieden mit seinen Athleten. Wiedersehen macht Freude!  

Stefan Koch (LG Braunschweig, von dem man sich eine Rolle knapp hinter oder gar inmitten dieses Feldes erhofft hatte, kam als Deutscher Meister und Gesamt-Fünfter ins Ziel, die Zeit von 2.20:34 h überzeugte aber im Vorfeld der WM nicht wirklich, wie auch Bundestrainer Detlef Uhlemann schon beim HM-Durchlauf kritisch anmerkte.
Auf Rang zwei des Männerfeldes DM kam Peter Rodewald ein (LSV Lok Arnstadt/Jena), der minutiös schneller wird in den letzten Jahren und in persönlicher Bestzeit von 2.23.16 h finishte. David Karl (Spiridon Frankfurt) als Gesamt-Achter und DM-Dritter finishte in 2.23:59 h und jubelte unübersehbar.  

Wer Bernadette Pichlmaier (LG Mittlere Isar, Vorjahres.Dritte) am Samstag beim Sporttalk auf der Bühne sah, der ahnte bereits, dass sie sich durchaus etwas vorgenommen hatte für Mainz. Strahlte sie beim kurzen Gespräch gute Laune aus, so lief sie tags drauf in Mainz wie ein Uhrwerk – und hielt die Verfolgerinnen klar auf Distanz. Lag Julia Viellehner (LG Passau), junge Athletin aus dem Cross-Bereich und Debütantin im Marathon, noch bei der Halbdistanz mit 1.18:48 h nur 29 Sekunden hinter Pichlmaier, so zeigte die 40jährige Pichlmaier, dass ihre „späte Karriere im Marathon“ (sie begann erst vor 2 Jahren mit der Langdistanz) kein Zufall ist: sie hat Tempohärte, wirkte über die gesamte Strecke in sich gekehrt, fokussiert, souverän.

Letztlich rutschte sie an ihrer Bestzeit (Frankfurt 2008, 2.38:00 h) knapp vorbei, aber dies wird sie verschmerzen: Sie hatte in Mainz klar den Hut auf. Viellehner kam als Zweite ein, überzeugte als 24jährige in 2.41:42 h und hielt die „personifizierte gute Laune“, Birgitt Bohn, (Spiridon Frankfurt) in 2.42:02 h auf Distanz. Diese wiederum legte ein starkes Finale hin, lief persönliche Bestzeit, sammelte Romy Spitzmüller (Rostock) noch auf den letzten Kilometern ein. Die zu den Favoritinnen gezählte Anna Kovalenko (Ukraine) wirkte bereits zur Halbdistanz geschlagen, passierte schweren Schrittes und lag einige Minuten hinter der Spitze - sie gab das Renne wenige km später auf.

 

 

Informationen: Gutenberg-Marathon Mainz
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