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Event mit vielen Emotionen

07.05.14
Quelle: Pressemitteilung

Es müssen nicht immer Rekorde sein. Das hat Winfried Aufenanger, Veranstalter des E.ON Kassel Marathon, am Rande der größten Sportveranstaltung in der Region, immer wieder erwähnt. Dass zwei Rekorde fielen, freute den „Macher“ dann aber doch.

Der Mini-Marathon mit über 5000 Vormeldungen und schließlich über 4200 Finishern sucht in dieser Struktur in Deutschland wohl seinesgleichen. Der Appell Aufenangers an Sponsoren und Partner, dieses hochemotionale Ereignis am Event-Samstag in dieser Größenordnung und Qualität aufrecht zu halten, fiel daher ebenfalls sehr emotional aus. „Wir werden und wollen alles daran setzen, dieses soziale Projekt, dem wir uns sehr verpflichtet fühlen, so fortzusetzen", sagte er. Leidenschaftliche Unterstützung erhielt er von E.ON-Regionaldirektor Ulrich Fischer.

 

 
© marathon4you.de

 

„Wer diese grenzenlose Freude miterlebt, wer diese Begeisterung sieht, der wird davon einfach angesteckt“, so Ulrich Fischer, dessen Herz längst für den E.ON Kassel Marathon schlägt. „Es ist ein fantastisches Ereignis für die gesamte Region, Nordhessen hat gezeigt, dass es den Marathon will. Es ist ein deutliches Signal“, betonte Fischer.

Der zweite Rekord mit 11.581 Meldungen unterstreicht das. „Wir haben unser Motto 'Wir bewegen die Region' wieder umsetzen können“, freute sich Winfried Aufenanger, dem allerdings die Entwicklung im Kernwettbewerb Marathon durchaus Sorgen bereitet. Mit etwas mehr als 500 Meldungen, so sagt er ehrlich, könne man nicht zufrieden sein. Im Vorfeld hatte man viel dafür getan, die Zahlen zu verbessern, letztendlich aber das Ziel nicht ereicht. „Wir werden uns hier weiter Gedanken machen und hoffen auf das nächste Jahr“, so Aufenanger, der entgegen mancher Stimmen klar sagt: „Der Marathon ist nicht tot.“

Den dritten Rekord, einen neuen Streckenrekord nämlich, konnte man nicht einfahren. Dabei gibt die modifizierte Strecke viel her. „Die Strecke ist viel besser geworden“, war der nahezu einheitliche Tenor aller Starter. Für den Sieger war sie nicht schneller, für viele Halbmarathonis und Marathonis dahinter allerdings schon, denn hier purzelten gleich reihenweise die Bestzeiten. Einige von ihnen hatten da sicher noch die Worte von Dieter Baumann bei seinem Aufrtitt in Kassel kürzlich im Ohr: „Es gibt keine schnelle Strecke, sondern nur schnelle Läufer.“ Davon gab's beim achten E.ON Kassel Marathon ziemlich viele, aber wie sagte noch der Marathon-Chef ungewohnt pragmatisch: Es müssen nicht immer Rekorde sein. Denn Spaß und Emotionen sind oft viel mehr wert.
 

Kassel feiert eine große Party

 


Zahlen sind auch in einem anderen Fall relativ. Es waren mehr Zuschauer an der Strecke als im Vorjahr, sagen die einen. Weniger, sagen die anderen. 60.000 werden es etwa gewesen an der Strecke und im Auestadion. Weniger, mehr - Hauptsache Stimmung und Party. Denn die war es definitiv. Vor allem da, wo die Moderatoren einheizten. In Lohfelden übernahm das der legendäre MT Melsungen-Hallensprecher Bernd Kaiser, bei der großen Party bei Gebr. Bode in Bettenhausen der ebenfalls bestens bekannte Musiker Klaus Missing.

Der neue Party-Punkt beim Marathon-Sponsor kam bei den Fans und Läufer bestens an. (Foto: Michael Bald). In Wolfsanger war wie immer einiges los, ein richtiges Zuschauerband zog sich dann von Rothenditmold und Kirchditmold über die Berliner Brücke und Elbuchenstraße bis zur „Meile2, wo es vor allem Dirk van der Werf an „Joe's Garage“ richtig krachen ließ und selbst bis an die „Leistungsgrenze“ ging. In Wehlheiden sorgte die Gewerkschaft der Polizei für klasse Stimmung. Bestens angekommen sind auch die „Marathon-Party-Tische“, die verlost wurden.

Im Stadion zeigten sich HR1-Moderator Lars-Henning Metz und Michael Aufenanger als neues, schnell eingespieltes Duo.
 

Lob für den Tempomacher

 


Viel Potenzial bescheinigt Marathon-Chef Winfried Aufenanger dem Sieger Kiprotich Kirui (Kenia), auch wenn die Siegerzeit von 2:14:40 hinter den Erwartungen zurück blieb. „Ich komme nächstes Jahr wieder und dann breche ich den Rekord“, versprach Kirui. Beeindruckend, wie der Abstand zu den besten Deutschen geschrumpft ist. Bis zu Marcel Bräutigam (GutsMuths Rennsteiglaufverein) als starkem Sechsten waren es nur etwas mehr als drei Minuten (2:17:53), zu dessen Teamgefährten Christian König (2:18:17) nur wenig mehr.

Das Konzept der Kasseler ist aufgegangen. Während Sieger Kirui und die Verfolger auf sich allein gestellt waren, hatte man für die besten Deutschen einen Tempomacher verpflichtet. Dickson Kosgei (Kenia) machte einen ausgezeichneten Job bis KM 30 und fiel im Ziel den beiden Thüringern freudestrahlend um den Hals.

„Das hat er super gemacht“, lobte ihn ein überglücklicher Marcel Bräutigam. Nicht vergessen sollte man Daniel Ybekal Beriye als Neunter in 2:23:15 als besten Nordhessen. Damit gab es bei der „DM-Revanche für München“ exakt eine Wiederholung: Bräutigam knapp vor seinem Kumpel König, Beriye wie in München Neunter. Mit Holger Aselmeyer (Sambah Team Tennis-Service, 2:43:10), dem unverwüstlichen Daniel Ghebreselasie (PSV Grün-Weiß Kassel, mit neuer Bestleistung 2:47:19), Carsten Leck (2:50:51) und Michael Kutscher (LAG Wesertal, 2:51:54) gab es zudem eine starke nordhessische Phalanx auf den Plätzen 14 bis 17.

Bei den Frauen profitierte Siegerin Carloine Kwambai (Kenia, 2:43:58) vom Missgeschick ihrer bis dahin führenden Landsfrau Eunice Jelegat Lelei (2:44:02), die auf der Menzelstraße kurz vor dem Einlauf ins Stadion falsch abbog. Auch hier beträgt die Differenz zur zum zweiten Mal in Folge besten Deutschen Christl Dörschel (SG Wenden, 2:46:49) weniger als drei Minuten. Beste Nordhessin wurde Kerstin Schwab (PSV Grün-Weiß Kassel in 3:20:12.
 

Deutsche Meisterin führt Team zum Staffelsieg

 


Schweren Herzens hatte die Deutsche Marathon-Meisterin Silke Optekamp ihren Marathon-Start in Kassel absagen müssen, weil sie ein wochenlanger Infekt in der Vorbereitung zurückgeworfen hatte. „Halbe Sachen“ kamen für den Kasseler Publikumsliebling aber nicht in Frage und so ging sie mit den „PSV Power-Girls“ des PSV Grün-Weiß Kassel ins Staffelrennen. Mit Thordis Arnold, Dörte Nadler und der immer stärker werdenden jungen Nina Engelhard stellten die Vier ein Quartett, das der Konkurrenz im wahrsten Sinne des Wortes die Hacken zeigte. In 2:45:41 waren die auch stimmungsmäßig blendend aufgelegten PSV-Girls 24 Minuten (!) schneller als die Sieger-Staffel 2013 und über 25 Minuten schneller als die Zweitplatzierten Ute Schauenburg, Marie Schwarz, Friderike Hüppe und Julia Arnold von der TSG Niederelsungen 2.

Dritte bei den Frauen wurde Run2 by Runners Point 2 mit Luisa Krengel, Carlotta Stern und der Mini-Marathon-Siegerin Ronja Böhrer. „Das hat riesigen Spaß gemacht heute“, freute sich Silke Optekamp, die nach der Platzierung als beste Deutsche im Marathon und nach dem Streckenrekord als Halbmarathon-Siegerin im Vorjahr nun auch den dritten Wettbewerb beim E.ON Kassel Marathon erfolgreich beendete. Mit ihrer Klasse-Zeit kamen sie übrigens nur ganz knapp hinter der Drittplatzierten Prisca Kiprono aus Kenia im Marathon ins Ziel.

Bei den Männern lief es ebenfalls rasant. Auch hier war die siegreiche Staffel der „Werbeagenten 80“ mit Daniel Lappoehn, Karsten Brethauer, Simon Sareika und Tobias Kissling in 2:26:52 schneller als die Vorjahressieger. Und drehten den Spieß im traditionellen Kasseler Zweikampf mit der Run2-Staffel diesmal um. Die hatte zwar mit Daniel Gebert, Max Frisch, Jan-Eike Kistner und Benjamin Sperl geballte nordhessische Laufkraft am Start, aber in 2:30:30 klar das Nachsehen. Die „PSV-Talente“ Christoph Günther, Chris Drüke, Marvin Branham und Marius Puchta wurden in 2:35:23 Dritte.

Den Mixed-Titel holte sich dann doch wieder Run2 by Runners Point mit Judith Paul, Benjamin Sperl, Tanja Nehme und Daniel Gebert (2:43:23). Ein Blick auf die Namensliste dieses Staffelteams zeigt: Nicht nur schnelles laufen war angesagt, sondern auch logistischer Verstand und Cleverness, denn ein gut geplanter Doppelstart macht vieles möglich…
 

 

Informationen: EON Kassel Marathon
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