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Tola und Jeruto brechen Streckenrekorde ...

29.04.12
Quelle: PM/racenews service

... Fitschen steigt aus, Hahner läuft gutes Debüt


Beide Streckenrekorde fielen beim 10. METRO GROUP Marathon Düsseldorf. Bei dem Jubiläumsrennen mit insgesamt 14.000 Läufern – darunter rund 4.000 Marathonläufer – erreichte der 24-jährige Äthiopier Seboka Diriba Tola nach 2:08:27 Stunden das Ziel und verbesserte damit die zwei Jahre alte Marke um fünf Sekunden.

Platz zwei belegte in einem spannenden Rennen, das erst auf dem letzten Kilometer entschieden wurde, der Kenianer Duncan Koech mit 2:08:33. Dritter wurde der aus Kenia stammende Franzose Abraham Kiprotich, der sich mit 2:08:35 Stunden für den olympischen Marathon in London qualifizierte. Der Traum vom Olympia-Start ist dagegen für Jan Fitschen geplatzt. Der Läufer des TV Wattenscheid stieg nach rund 24,5 km aufgrund von muskulären Problemen aus. Er war zuvor schon weit weg vom Zeitplan für die Norm von 2:12:00 Stunden.

Zu einem Tag der Debütantinnen wurde das Frauenrennen. Hier setzte sich überraschend Agnes Jeruto, die in Düsseldorf erstmals über die 42,195 km lief, gegen die Marathon-erfahrene äthiopische Konkurrenz durch. Die 29-jährige Kenianerin triumphierte in 2:25:49 Stunden und verbesserte den Streckenrekord gleich um 55 Sekunden. Zweite wurde die Weißrussin Nastassia Staravoitava, die nach 2:27:24 im Ziel war, Rang drei belegte Melkam Gisaw (Äthiopien) mit 2:27:50.

Ein überzeugendes Debüt rannte Anna Hahner (Run2Sky), die auf Platz sechs 2:30:14 lief. Damit verpasste die 22-Jährige die Olympianorm um lediglich 14 Sekunden. Es bleibt abzuwarten, ob sie angesichts der ganz knapp verpassten Qualifikationszeit trotzdem für London nominiert wird. Ihr Alter und der Fakt, dass es ihr erstes Rennen über die klassische Distanz war, sprechen dabei für Anna Hahner.

Es war insgesamt, passend zum Jubiläum, der bisher hochklassigste METRO GROUP Marathon Düsseldorf. Sieben Männer blieben unter 2:11 Stunden und fünf Frauen unter 2:30.

Bei fast idealen Wetterbedinungen mit Temperaturen von 15 Grad Celsius am Start, einem bedecktem Himmel und so gut wie keinem Wind lag die Führungsgruppe der Männer zeitweilig auf einem Kurs zu einer Endzeit von unter 2:08 Stunden. Der 10-km-Punkt wurde nach 30:21 Minuten erreicht, die Halbmarathonmarke von einer rund zwölfköpfigen Spitzengruppe nach 64:14. Kurz danach wurde das Tempo schneller und eine Reihe von Athleten verlor den Anschluss, darunter auch der Japaner Yuki Kawauchi. Er kam schließlich als Achter ins Ziel mit 2:12:58 Stunden. „Es lief heute für mich nicht so gut, aber es war eine tolle Erfahrung, hier in Düsseldorf gelaufen zu sein“, erklärte der Japaner.

An der 30-km-Marke (Durchgangszeit: 1:31:12) waren noch sechs Läufer in der Spitzengruppe: Neben Seboka Diriba Tola, Duncan Koech und Abraham Kiprotich waren dies Evans Ruto, Abraham Chelanga und der Titelverteidiger Nahashon Kimaiyo (alle Kenia), der bald darauf als erster zurückfallen sollte und schließlich Sechster wurde in 2:10:28. Auch Ruto und Chelanga konnte nicht mehr lange mithalten. Zeitweilig entwickelte sich nun ein taktisches Rennen, in dem das Führungs-Trio jene Sekunden verlor, die für eine Zeit unter 2:08 Stunden nötig gewesen wären. Fast schien auch der Streckenrekord nicht mehr möglich, doch mit einem enorm schnellen letzten Kilometer von 2:49 Minuten (dem schnellsten des gesamten Laufes) entschied Seboka Diriba Tola das Rennen für sich und unterbot die zwei Jahre alte Streckenbestzeit von Iaroslav Musinschi (Moldawien/2:08:32) noch knapp.

Während Jan Fitschen frühzeitig schon keine Chance hatte auf die Olympianorm, nutzte neben dem Franzosen Abraham Kiprotich noch ein weiterer Läufer die sehr guten Bedingungen, um das London-Ticket zu lösen: Marcin Chabowski (Polen) wurde Vierter mit 2:10:07. Ironischerweise startet damit doch ein deutscher Läufer beim olympischen Männermarathon, denn Chabowski hat auch einen deutschen Pass. Aber er wird natürlich im polnischen Trikot starten.

Im Rennen der Frauen lief eine sechsköpfige Spitzengruppe mit der favorisierten Kebebush Haile Lema, Gishu Mindaye, Melkam Gisaw, Fantu Eticha Jimma (alle Äthiopien), Agnes Jeruto und Jane Rotich (beide Kenia) lange Zeit zusammen. Die Spitzengruppe passierte die Halbmarathonmarke nach 1:12:25 Stunden. In der Folge verlor eine Läuferin nach der anderen den Kontakt und nach 35 km war Agnes Jeruto alleine an der Spitze. Die Kenianerin, die ihre Halbmarathon-Bestzeit am Sonntag nur um 22 Sekunden verpasste (!), lief einem klaren Sieg entgegen. „Es war ein prima Debüt für mich, ich hatte keine Probleme, und die Tempomacher haben mich gut geführt. Erst auf den letzten vier Kilometern wurde ich etwas langsamer“, erklärte Agnes Jeruto.

Die ihr folgende Nastassia Staravoitava schaffte mit 2:27:24 ebenso die Olympia-Norm für Weißrussland wie ihre viertplatzierte Landsfrau Volha Dubovskaya (2:28:07). Dazwischen platzierte sich Melkam Gisaw (2:27:50), und Fünfte wurde Haile Kebebush Lema (2:29:02).

Anna Hahner war ihr Marathondebüt mutig und zuversichtlich angegangen und hatte nach einem flotten Start die Halbmarathonmarke nach 1:14:16 Stunden erreicht. In der zweiten Hälfte konnte die 22-Jährige das Tempo nicht ganz halten, doch sie freute sich trotz der knapp verpassten Norm über ihr Debüt. „Ich bin sehr zufrieden“, sagte Anna Hahner und fügte hinzu: „Und ich habe die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben, doch für London nominiert zu werden.“

 

Informationen: Düsseldorf Marathon
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