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„World Marathon Majors“

23.01.06
Quelle: Pressemitteilung

Erste World Marathon Majors-Serie beginnt im April 2006, die Sieger erhalten im November 2007 eine Million Dollar

 

Die fünf Top-Marathonrennen der Welt –  Boston Marathon,  Flora London Marathon,  real,- Berlin-Marathon,  LaSalle Bank Chicago Marathon und der ING New York City Marathon – haben sich zusammengeschlossen, um gemeinsam die Top-Liga des Marathonlaufes weltweit zu formen. Diese fünf Events präsentieren sich jetzt als World Marathon Majors® (WMM).

 

Die Race-Direktoren dieser fünf Rennen haben zudem eine World Marathon Majors-Serie (WMM-Serie) kreiert, die beim 110. Boston Marathon am 17. April beginnen wird. Diese erste Serie wird am 4. November 2007 beim ING New York City Marathon abgeschlossen. Die beiden Sieger (Männer und Frauen) teilen sich dann ein Preisgeld von einer Million Dollar.

 

 
Berlin Marathon: einer der "Big Five"
© SCC

Während eines Zwei-Jahres-Zeitraumes einer Serie können die besten Marathonläufer der Welt Punkte sammeln, wenn sie bei einem der WMM-Rennen, den Marathonläufen bei den Weltmeisterschaften der IAAF oder den olympischen Marathonrennen an den Start gehen. Punkte werden jeweils für die ersten fünf Plätze vergeben. “Dies ist eine der markantesten Veränderungen in der Geschichte unseres Sportes“, sagte Dave Bedford, der Race-Direktor des Flora London Marathon. „Die World Marathon Majors-Serie markiert den Beginn einer neuen Ära unseres Sportes, die für Wachstum und Spannung stehen wird.“

 

“Die World Marathon Majors sorgen erstmals dafür, dass sich in der Geschichte dieses Sportes die fünf Top-Rennen der Welt zusammenschließen, um den Sport weiter zu fördern und zu entwickeln. Dies wird allen zugute kommen. Wir haben eine einheitliche, globale Serie mit den besten und prestigeträchtigsten Rennen über die 42,195 km”, erklärte Guy Morse, der Vorstandsdirektor des Boston Marathon.

 

Die WMM-Serie wurde heute bei Pressekonferenzen in Boston und London vorgestellt. Sie wird unterstützt von den weltbesten Marathonläufern, darunter der Weltrekordler Paul Tergat (Kenia) und der olympische Silbermedaillengewinner von Athen 2004, Meb Keflezighi (USA).

 

„Unsere Rennen haben in unserem Sport die Bedeutung von Wimbledon, den Australian-, US- und French Open im Tennis oder von den Masters, den US-, den British Open und den PGA Championships im Golf“, sagte Mary Wittenberg, die Race-Direktorin des ING New York City Marathon. „Jedes unserer Rennen hat die Historie, die Tradition und die großen legendären Sieger. All das macht unsere Läufe in den Augen aller besonders – im Vergleich zu den anderen stehen sie auf einer anderen Ebene.“

 

Die WMM-Serie feiert in diesem Frühling in Boston den Auftakt und wird beim Flora London Marathon am 23. April fortgesetzt. Weiter geht es im Herbst mit dem real,- Berlin-Marathon am 24. September, gefolgt vom LaSalle Bank Chicago Marathon am 22. Oktober und dem ING New-York-City-Marathon am 5. November.

 

Weitere Details zur WMM-Serie:

 

Männer und Frauen werden getrennt gewertet.

Neben den fünf WMM-Marathonläufen beinhaltet die WMM-Serie auch die IAAF Marathon-Weltmeisterschaften und die olympischen Marathonläufe, die während der jeweiligen zweijährigen Periode stattfinden. Diese Läufe werden gewertet.

 

Die Athleten bekommen, je nach Platzierung innerhalb der Top 5 bei diesen Rennen, die folgenden Punkte: 25 Punkte für den ersten Platz, 15 Punkte für den zweiten Platz, 10 Punkte für den dritten Platz, fünf Punkte für den vierten Platz und einen Punkt für den fünften Platz.

 

Während der zweijährigen Periode, in der die Punkte gesammelt werden, muss ein Athlet mindestens einen WMM-Marathon pro Kalenderjahr gelaufen sein. Wenn ein Athlet bei mehr als vier Läufen Punkte erzielt, werden die vier besten Rennen des Athleten gewertet.

 

Im Falle der Punktgleichheit entscheidet zunächst ein eventueller direkter Vergleich. Die letzte Entscheidungsinstanz wäre ein Mehrheitsbeschluss der fünf WMM-Race-Direktoren.

 

Die WMM-Serie soll den Marathonlauf auch in der Öffentlichkeit voranbringen. Der Fokus auf die weltbesten Marathonläufer bei den weltbesten Marathonläufen hilft eine Plattform zu schaffen, die ebenso faszinierend wie einfach zu verstehen ist.

 

Das Bewertungssystem macht die WMM-Rennen gleichwertig insofern, als dass die Athleten auf der Jagd nach dem großen Jackpot sind. Da klar ist, dass nicht alle Strecken der WMM-Marathons identische Eigenschaften haben (z.B. unterschiedliches Streckenprofil), basiert das Bewertungssystem auf Punkten. Statt der gelaufenen Zeiten oder der Stärke des Feldes, gilt die Herausforderung, gute Leistungen über einen bestimmten Zeitraum zu erzielen. Der Sieger der WMM-Serie wird der beste Athlet beziehungsweise die beste Athletin während einer Wettkampfperiode sein. Zu den Rennen der WMM-Serie könnten weitere Marathonläufe hinzukommen.

 

Die Zwei-Jahres-Periode wird sich überlappen, um den WMM zu ermöglichen, den großen Jackpot auf jährlicher Basis auszuschütten. Nach der ersten Jackpot-Präsentation im Jahr 2007 (für die Serie 2006-2007) folgt somit die Serie 2007-2008 undsoweiter. “Die Schaffung dieser Serie wird gemeinsames Interesse und Spannung auf einem nie da gewesenen Level im Marathonlauf hervorrufen“, sagte Carey Pinkowski, geschäftsführender Race-Direktor des LaSalle Bank Chicago Marathon. “Diese Marathon-Partnerschaft steigert die Beachtung, das Engagement und das Wachstum für den Marathonlauf auf nationaler und internationaler Ebene.“

 

Das Ziel der WMM ist es, durch Sponsorenunterstützung das Preisgeld in Zukunft auf zwei Millionen US-Dollar zu erhöhen, damit jeweils eine Million US-Dollar an die beste Frau und an den besten Mann gehen kann. Der Vermarkter Athletics Management & Services (AMS) wurde exklusiv von der WMM damit beauftragt, einen Titelsponsor zu finden.

 

„Wir sind jetzt die Meisterschafts-Events im Marathonlaufen“, sagte Mark Milde, Race-Direktor des real,- Berlin-Marathon. „So wie bei den großen Meisterschafts-Events beim Tennis und im Golf werden wir nun, statt einzeln jeder für sich, gemeinsam zusammenarbeiten. Es wird ein Projekt sein, das attraktiv für Läufer aber auch Nicht-Läufer, für Leichtathletik-Begeisterte und für Zuschauer des Sports ist.“


World Marathon Majors Punktesystem


Es gibt jeweils eine Wertung für Männer und Frauen

Eine WMM-Serie besteht aus den WMM-Rennen über eine Zwei-Jahres-Periode. Die erste Periode ist von April 2006 bis November 2007.

Eine Million US-Dollar Preisgeld wird am Ende einer Periode zwischen den beiden Siegern der Männer und Frauen geteilt.

 

Neben den fünf World Marathon Majors werden auch die IAAF Marathon Weltmeisterschaften und der Olympische Marathon in das Punktesystem der WMM-Serie miteinbezogen.

 

Die Athleten bekommen bei den jeweiligen Rennen der Serie Punkte für die ersten fünf Plätze. Punkte werden wie folgt vergeben:


1. Platz 25 Punkte
2. Platz 15 Punkte
3. Platz 10 Punkte
4. Platz 5 Punkte
5. Platz 1 Punkte

 

In jeder Zwei-Jahres-Periode werden maximal vier Läufe der Serie gewertet. Die Athleten müssen außerdem mindestens drei WMM-Läufe rennen, um teilnahmeberechtigt zu sein.

 

Wenn ein Athlet bei mehr als vier Läufen Punkte erzielt, werden nur die vier besten Läufe des Athleten gewertet.

 

Bei den drei oder vier Läufen, die in die Bewertung mit eingehen, muss mindestens ein Punkt bringender Lauf pro Kalenderjahr gelaufen worden sein.

 

Bei Punktgleichheit entscheidet zunächst ein eventueller direkter Vergleich der Athleten bei einem oder mehreren der zur WMM-Serie zählenden Rennen. Falls es auch dann keinen Sieger gibt, entscheiden die fünf Race-Direktoren in einer Abstimmung.

 

Die World Marathon Majors


1. Punktezeitraum (2006-2007)


2006

17. April 2006 Boston Marathon
23. April 2006 Flora London Marathon
24. September 2006 real,- Berlin-Marathon
22. October 2006 LaSalle Bank Chicago Marathon
5. November 2006 ING New York City Marathon
 

2007

16. April 2007 Boston Marathon
22. April 2007 Flora London Marathon
25. August 2007 IAAF Marathon-Weltmeisterschaften Männer (Osaka)
2. September 2007 IAAF Marathon-Weltmeisterschaften Frauen (Osaka)
30. September 2007 real,- Berlin-Marathon
7. October 2007 LaSalle Bank Chicago Marathon
4. November 2007 ING New York City Marathon
 

Die World Marathon Majors


Boston Marathon

Guy Morse diente der B.A.A. als erster professioneller Race-Direktor und das von 1985 bis 2000. Seit 2001 ist er Vorstandsdirektor und beaufsichtigt den Boston-Marathon, den B.A.A. Halbmarathon und ganzjährige B.A.A.-Veranstaltungen. Frank Porter war von 1994 bis 2000 B.A.A.-Präsident und ist zurzeit Mitglied des Direktoriums. Der Boston-Marathon, der schon 1897 ins Leben gerufen wurde, ist der älteste jährlich stattfindende Marathon weltweit. Der 110. Boston-Marathon, der am 17. April stattfindet, hat ein Teilnehmerlimit von 20.000 Läufern. www.bostonmarathon.com

 

Flora London Marathon

Dave Bedford arbeitet seit 1986 für den Flora London-Marathon und ist seit 2001 Race-Direktor. Während dieser Zeit ist der Lauf von 18.000 auf über 35.000 Finisher gewachsen. Bedford war in den 70er Jahren weltweit einer der Top-Langstreckenläufer und ist 1973 über 10.000 m einen Weltrekord gelaufen (27:30,8 Minuten). Nick Bitel ist Generaldirektor des Flora London-Marathon. Der Flora London-Marathon wird am 23. April 2006 stattfinden.
www.london-marathon.com

 

 
Mark Milde
© SCC

real,- Berlin-Marathon

Mark Milde ist seit zwei Jahren Race-Direktor des real,- Berlin-Marathon. Er hat mehrere Aufgaben bei dem Rennen gehabt, unter anderem die Verpflichtung der Top-Athleten, die er heute noch tätigt. Die Veranstaltung hat 40.000 Teilnehmer und verzeichnete in den vergangenen acht Jahren vier Weltrekorde: Ronaldo da Costa (1998), Tegla Loroupe (1999), Naoko Takahashi (2001) und Paul Tergat (2003). Marks Vater, Horst Milde, ist der Gründer des Berlin-Marathon und jahrzehntelanger Race-Direktor. Am 24.September 2006 wird der real,- Berlin-Marathon stattfinden.
www.berlin-marathon.com


LaSalle Bank Chicago Marathon

Carey Pinkowski arbeitet seit 1990 als Geschäftsführender Race-Direktor beim LaSalle Bank Chicago-Marathon. Unter seiner Führung ist die Teilnehmerzahl von 8.000 auf 40.000 gestiegen. Während dieser Zeit gab es auf der Strecke in Chicago drei Weltrekorde: Khalid Khannouchi (1999), Catherine Ndereba (2001) und Paula Radcliffe (2002). Mark Nystuen ist stellvertretender Vorstandsvorsitzender der LaSalle Bank. 2006 wird der LaSalle Bank Chicago-Marathon, der am 22. Oktober stattfindet, ein Limit von 40.000 Teilnehmern haben.
www.chicagomarathon.com

 

ING New York City Marathon

Mary Wittenberg arbeitet seit 2005 als Race-Direktorin des ING New-York-City-Marathon und als Geschäftsführerin der New-York-Road-Runners (NYRR). Vorher war Wittenberg als stellvertretende Race-Direktorin, als stellvertretende Vorsitzende und als leitende Geschäftsführerin der NYRR tätig. Neben dem ING New-York-City-Marathon organisieren die New-York-Road-Runners über 70 Läufe im Jahr. Allan Steinfeld ist stellvertretender Vorsitzender der New-York-Road-Runners, Geschäftsführer des ING New-York-City-Marathon und ehemaliger Technischer Leiter und Race-Direktor des ING New-York-City-Marathon. Der ING New-York-City-Marathon findet am 5. November statt.
www.ingnycmarathon.com

 


 

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