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Mizuki Noguchi bricht Strecken- und Asienrekord

25.09.05
Quelle: Pressemitteilung

Philip Manyim gewinnt das Rennen mit 39.882 Läufern und Walkern Heinz Frei schafft seinen 100. Sieg

 

Mizuki Noguchi hat den 32. real,- BERLIN-MARATHON mit einem Strecken- und Asienrekord gewonnen. Die 27-jährige Japanerin lief nach 2:19:12 Stunden ins Ziel und unterbot damit den Kursrekord ihrer Landsfrau Yoko Shibui (2:19:41) um 29 Sekunden.

 

Schnellster Läufer war der Kenianer Philip Manyim mit 2:07:41 Stunden. Der 27-Jährige sicherte sich eine Prämie von insgesamt 47.500 Euro, während Mizuki Noguchi 70.000 Euro verdiente.

 

Die Rekordzahl von 39.882 Läufern aus 103 Nationen war beim 32. real,- BERLIN-MARATHON am Start. Damit etablierte sich das Rennen als viertgrößter Marathon der Welt. Die Nummer eins ist Berlin, wenn man auch noch die Rollstuhlfahrer, Handbiker und Inline-Skater hinzuzählt (48.170 Athleten). Am Sonntag starteten zudem noch 9.312 Schüler beim real,- MINI-MARATHON. Nach einer ersten Zuschauerschätzung standen über eine Million Menschen an der Strecke.

 

Mizuki Noguchi wurde in Berlin zur drittschnellsten Marathonläuferin aller Zeiten und erzielte die sechstbeste Zeit aller Zeiten. Es ist zudem die zweitbeste Zeit des Jahres. Bei zeitweilig idealem, aber am Ende zu warmem Wetter wurde Luminita Zaituc (LG Braunschweig) in 2:27:34 Stunden Zweite. Zaituc musste wenige Kilometer vor dem Ziel aufgrund von Krämpfen stoppen und sich massieren lassen. Rang drei ging an Asale Tafa (Äthiopien) in 2:28:27, während Melanie Kraus (Bayer Leverkusen) als Vierte 2:34:23 lief.

 

Während Japans Frauen den sechsten Sieg in Serie erzielten, gewannen Kenias Männer bereits zum siebenten Mal in Folge den spektakulärsten und hochklassigsten deutschen Straßenlauf. Dabei belegten die Kenianer gleich die ersten fünf Plätze. Rang zwei belegte Peter Chebet in 2:08:58, Dritter wurde Jackson Koech (2:09:07).

 

Im Rennen der Rollstuhlfahrer schaffte Heinz Frei einen großen Sieg. Der Schweizer gewann in 1:28:32 und feierte ein einmaliges Jubiläum im Rennrollstuhlsport: Es war der 100. Marathonsieg seiner Karriere. Alleine in Berlin gewann er seit 1985 nun schon 16 Mal bei 19 Starts. Schnellste Frau war Edith Hunkeler (Schweiz) mit 1:49:46. Bei den Handbikern siegten Wim Decleir (Belgien/1:13:32) und Andrea Eskau (Wuppertal/1:15:50).

 

Stimmen aus der Pressekonferenz

 

Mizuki Noguchi (JPN), Sieger in 2:19:12 Stunden (neue PB, neuer Kurs-, Japan- und Asienrekord)

 

„Ich bin glücklich über den Sieg und die drei Rekorde – den Japanischen, den Asienrekord und den Streckenrekord. Die Strecke war wirklich sehr flach und gut zu laufen. Auch das leichte hoch und runter auf der Strecke half mir, meinen Rhythmus zu finden. Mein Trainer sagte mir schon, ich solle mir keine Gedanken über Zwischenzeiten machen und einfach laufen.“

 

Was hat Ihnen am Kurs am besten gefallen, und hatten Sie irgendwo Probleme?

 

Mizuki Noguchi: “Ich habe viele Kirchen und alte Gebäude gesehen. Und auch viele nette Läden, und überall standen so viele Zuschauer. Das Rennen war gut, nur wurden bei 35 km meine Füße schwer. Aber ich habe an mein hartes Training gedacht und habe einfach auf die Zähne gebissen.“

 

Luminita Zaituc (GER), Zweite in 2:27:34

“Ich freue mich über meinen zweiten Platz, auch wenn es ein sehr hartes Rennen war. Ich habe aber trotz meinen Krämpfen, die ich bei 30 Kilometern behandeln lassen musste, nie ans aufhören gedacht. Schon bei 15 km habe ich gemerkt, dass da etwas kommen könnte.“

 

Asale Tafa (ETH), dritte in 2:28:27

„Ich bin mit dem Ergebnis zufrieden und es war schön, hier gelaufen zu sein.“

 

Philip Manyim (KEN), Sieger in 2:07:41 Stunden (Neue PB)

Philip Manyim: „Ich bin so glücklich über mein Ergebnis, auch wenn es so heiß war. Ich dachte zwischendurch, ich müsse unbedingt was trinken, damit ich noch mit dem Leben davon komme. Es war mein dritter Marathon. Berlin ist wirklich nett, und ich möchte im nächsten Jahr gerne wiederkommen. Als ich in Kenia trainiert habe, wollte ich natürlich gewinnen. Hier war ich mir dann nicht mehr so sicher, ob ich das schaffen könne, denn es rannten ja einige gute Leute mit einer besseren PB mit. Nach 25 km hörte ich Mark Milde sagen, wenn ich gewinnen möchte, dann wäre es jetzt die Zeit, alleine weiterzumachen. Und es hat ja auch geklappt.”

 

Als sie ins Ziel kamen haben Sie geweint, warum? Und was sind Ihre nächsten Pläne?

 

Philip Manyim: “Ich war so glücklich, meinen ersten großen Marathon gewonnen zu haben. Es war aus zwei Gründen so emotional für mich. Erstens habe ich damit einfach nicht gerechnet und zweitens ändert sich dadurch das Leben meiner Familie da die Bedingungen in Afrika nicht so gut sind. Ich freue mich nach Kenia zurückzugehen und dort über die nächste Saison nachzudenken. Der Sieg in Berlin bedeutet sehr viel für mich, und ich werde das Geld mit meiner Familie und meinen Freunden teilen. Wir teilen eben immer alles in Kenia.“

 

Peter Chebet (KEN), Zweiter in 2:08:58

“Ich habe nie daran gedacht, Philip einzuholen. Ich hatte so viel damit zu tun, auf die Attacken von Jackson Koech zu reagieren. Das Rennen war gut, es war nur etwas warm.”

 

Jackson Koech, Dritter in 2:09:07

“Ich hatte einfach keine Energie mehr auf der Zielgeraden, und so musste ich den zweiten Platz abgeben.“ 

 


 

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