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Luka Rotich entscheidet Rennen auf dem letzten Kilometer

13.11.16
Quelle: Pressemitteilung/Race-News

Debütantin Nancy Arusei gewinnt in Athen

In einer dramatischen Schlussphase überholte Luka Rotich seinen lange Zeit führenden Landsmann Benson Kipruto bei der 34. Auflage des „Athens Marathon. The Authentic“ erst rund einen Kilometer vor dem Ziel. Bei warmem und teilweise windigem Wetter gewann der 28-Jährige in 2:12:49 vor Kipruto (2:13:24). Als Dritter komplettierte Andrew Kimtai mit 2:13:26 ein rein kenianisches Podium. Auch bei den Frauen gab es eine kenianische Siegerin: Nancy Arusei lief auf dem schwierigen Kurs ein starkes Marathondebüt und ließ die schwächelnden Favoritinnen hinter sich. Die 30-Jährige siegte mit 2:38:13 vor Kenza Dahmani (Algerien/2:38:28) und der Griechin Ourania Rebouli (2:49:24).

Der Athen-Marathon, der auf der einmaligen Original-Strecke von der Kleinstadt Marathon bis ins Panathinaikon-Stadion von Athen führt, registrierte eine Rekordzahl von 17.500 Meldungen. Rahmenwettbewerbe über 5 und 10 km hinzugerechnet, verzeichnete der veranstaltende griechische Leichtathletik-Verband SEGAS sogar 50.000 Athleten - so viele wie nie zuvor. Bevor der Sieger in die Marmor-Arena von Athen einlief, fand dort eine Feier anlässlich des 120. Jubiläums des ersten olympischen Marathonrennens statt. Schon bei den ersten Spielen der Neuzeit 1896 verlief die Marathonstrecke von Marathon bis ins Panathinaikon-Stadion.

 

 
Sieger Luka Rotich
© SEGAS-AMA

 

Zur Geschichte der dramatischen Athener Marathonrennen, zu der natürlich die olympischen Läufe von 1896 und 2004 gehören, passte der heutige „Athens Marathon. The Authentic“. Als die sechsköpfige Spitzengruppe der Männer bei Kilometer 31 den höchsten Punkt der Strecke erreicht hatte - rund 250 Meter über dem Meeresspiegel - war längst klar, dass der avisierte Streckenrekord von 2:10:37 Stunden bei teilweise windigen Bedingungen nicht mehr zu erreichen war.

Keine Rekordjagd aber dafür einen dramatischen Kampf um den Sieg erlebten tausende von Zuschauern im Schlussteil des Rennens. Nunmehr bergab laufend in Richtung Athen hatte sich kurz nach Kilometer 31 Benson Kipruto von seinen Konkurrenten abgesetzt, während gleichzeitig mit Hillary Yego (Kenia) der Sieger des Athen-Marathons 2013 entscheidend zurückfiel. Schon zuvor war der schnellste Läufer im Feld, Augustine Ronoh (Kenia/2:07:23), weit zurückgefallen.

Der 25-jährige Kipruto lief sein Marathondebüt und sah bereits wie der sichere Sieger aus. Fünf Kilometer vor dem Ziel lag er knapp 40 Sekunden vor einer dreiköpfigen Verfolgergruppe mit Luka Rotich, Andrew Kimtai und Benard Kitur. Rotich war es dann, der sich aus dieser Gruppe löste und immer dichter an Kipruto herankam. Gut einen Kilometer vor dem Ziel überholte er tatsächlich noch den am Ende langsamer werdenden Kipruto. „Ich habe mich bis Kilometer 41 ganz gut gefühlt, aber dann wurde es sehr schwer. Dennoch bin ich mit meinem Debüt zufrieden“, sagte Kipruto.

„Es war schwierig, das Tempo zu halten. Aber am Ende konnte ich noch einmal zulegen“, sagte Luka Rotich, dessen Bestzeit bei 2:08:12 Stunden steht. „Ich denke, auf einem flachen Kurs wäre ich heute klar unter 2:10 Stunden gelaufen, vielleicht 2:06 oder 2:07.“

Im Rennen der Frauen entwickelte sich frühzeitig ein Zweikampf zwischen Nancy Arusei und ihrer kenianischen Landsfrau Penina Wanjiru, die als eine der Favoritinnen ins Rennen gegangen war. Die Kenianerinnen Gladys Kwambai und Purity Kimetto waren schon bald nach Kilometer 10, gleich zu Beginn des langen Anstieges, zurückgefallen. Nancy Arusei hielt ihr Tempo und ließ dann auch Penina Wanjiru hinter sich. Am Ende gingen zwar auch der Debütantin die Kräfte aus und Kenza Dahmani kam dichter heran. Doch überholen konnte die Algerierin die Kenianerin nicht mehr. „Ich hätte vor dem Rennen nie gedacht, dass ich gewinnen könnte. Erst nach 40 Kilometern habe ich daran geglaubt“, sagte Nancy Arusei.

 

Ergebnisse, Männer:

1. Luka Rotich KEN 2:12:49
2. Benson Kipruto KEN 2:13:24
3. Andrew Kimtai KEN 2:13:26
4. Benard Kitur KEN 2:13:32
5. Silas Limo KEN 2:16:34
6. Alfred Cherop KEN 2:17:37
7. Hillary Yego KEN 2:18:37

 

Frauen:

1. Nancy Arusei KEN 2:38:13
2. Kenza Dahmani ALG 2:38:28
3. Ourania Rebouli GRE 2:49:24

 


 

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