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Auf den richtigen Schuh kommt es an

29.10.15
Quelle: Gaby Kruse

Beim Trailrunning bewegt man sich abseits von asphaltierten Straßen auf Waldwegen, im Feld oder im Gebirge. Damit sowohl Muskulatur als auch Bewegungsapparat während der Langstreckenläufe geschont werden, ist hochwertiges Schuhwerk unverzichtbar.  Die wichtigsten Kriterien für Trailrunning-Schuhe sind hier zusammengefasst:

Zunächst die Auswahlkriterien im Überblick:

Komfort 
Damit Laufen Spaß macht, muss man sich in seinem Laufschuh rundum wohlfühlen. Druckstellen sollte es nicht geben. Der Fuß muss ausreichend Platz haben, aber trotzdem fest im Schuh stehen, um Verspannungen vorzubeugen.

Dämpfung 
Laufschuhe müssen die beim Laufen entstehenden Belastungen auf die Gelenke ausgleichen, um den gesamten Körper zu schonen. Nur eine zuverlässige und ausreichend starke Dämpfung kann das gewährleisten.

Laufgefühl 
Das natürliche Abrollen des Fußes wird von guten Schuhen gefördert. Daraus resultiert ein angenehmes Laufgefühl. Es ist, als würde man barfuß laufen. Realisiert wird dieses Gefühl durch die Verwendung anschmiegsamer, aber belastbarer Materialien. Eine ergonomische Formgebung der Decksohle sowie ausreichend Polsterung von Ballen und Fersen garantieren Komfort auf höchstem Niveau.

 
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Material 
Obermaterial und Futter müssen atmungsaktiv sein, damit Schweiß schnellstmöglich nach außen transportiert werden kann und ausreichend Luft an die Haut gelangt. Keinesfalls dürfen Füße beim Laufen nass bleiben, wie es bei billigen Modellen der Fall sein kann. Die Decksohle, welche direkten Kontakt zum Fuß hat, ist im Idealfall aus feuchtigkeitsabsorbierenden Materialien gefertigt.

Sohle 
Die Laufsohle kommt mit dem Untergrund in direkten Kontakt und muss hohem Verschleiß standhalten. Dementsprechend strapazierfähig muss das Material sein. Gummimischungen sind optimal und auch für harte Bedingungen wie Frost und Nässe geeignet. Abhängig vom Untergrund muss das Profil ausfallen. Wichtig: zu hoch darf die Sohle nicht sein, da darunter die Trittsicherheit leidet. Das Risiko des Umknickens steigt und das positive Laufgefühl schwindet. Vergleichbar mit dem System bei Winterreifen, ist die Lamellenanordnung beim Profil praktisch. Die Sohle verbindet sich beim Laufen besser mit dem Untergrund, perfekter Halt ist das Ergebnis.

Gewicht 
Umso leichter der Schuh, desto besser für den Läufer. Das ist grundsätzlich korrekt, gilt aber nicht immer. Besonders leichte Schuhe sind in der Regel anfälliger gegenüber Steinen und Wurzeln. Für Cross-Trail und Trail-Adventure ist das Gewicht daher nicht entscheidend. Hier ist maximaler Grip elementar.

Pflege 
Wer viel läuft, schwitzt auch viel. Die regelmäßige Reinigung der Laufschuhe ist deshalb unverzichtbar für Hygiene und Wohlbefinden. Robuste Laufschuhe lassen sich in der Waschmaschine waschen.

 
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2 Produktbeispiele


Beim ersten Trail Running Schuh handelt es sich um den Inov8 X-Talon 212, den man unter anderem im Campz Onlineshop für Outdoor- und Adventure-Produkte finden kann. Er wurde 2014 vom Magazin outdoor mit dem Editors Choice Award prämiert, weil er ein hervorragendes Laufgefühl und maximalen Grip mit sich bringt. Mit diesem Schuh wurden schon einige Weltmeistertitel gewonnen. Das grobstollige Profil der Gummisohle bietet besten Halt auf jedem Untergrund und ein minimales Gewicht von 520 Gramm lässt den Läufer diesen Schuh während jeder Tour vergessen. Auch auf rutschigen Untergründen gibt er Sicherheit.

Nicht weniger vorteilhaft ist der Mammut MTR 141 GTX Trail-Running-Schuh. Dieses Modell zeichnet sich durch eine ausladende Sohle aus, die ein stabiles und sicheres Laufgefühl vermittelt. Da der Fuß damit optimal gestützt wird, sollte ungewolltes Umknicken der Vergangenheit angehören. Weil auch das Profil keine Wünsche offen lässt und extreme Griffigkeit verspricht, eignet sich der MTR 141 GTX für anspruchsvollere Routen des Cross-Trails oder Trail-Adventures. Mit Hilfe patentierter Technologie ist die Kraftübertragung von der Sohle bis zur Schnürung nahezu perfekt. Gleitende Bänder in der Brandsohle erhöhen Rutschfestigkeit, sorgen für blasenfreies Laufvergnügen und maximale Sicherheit unterwegs.

 
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Trailrunning ist nicht gleich Trailrunning

 

Wie die Beschaffenheit des Schuhs im Detail aussehen sollte, hängt von der Charakterisierung des Laufs ab. Um einen groben Überblick über die Unterschiede zu erhalten, wurden die drei gängigsten Arten des Trailrunnings mit entsprechenden Empfehlungen aufgeführt:

• Cross-Running:  Bei der einfachsten Form des Trailrunnings sind die Anforderungen an Laufschuhe am geringsten. Untergrund dieser Läufe sind hauptsächlich weiche Waldböden oder Wiesen- sowie Schotterwege. Größere Hindernisse wie es beim Trail-Adventure der Fall sein kann, sind nicht anzutreffen. Cross-Running ist die häufigste Art des Trail-Laufs und führt nicht selten durch regionale Parks, Wälder oder über umliegende Wiesen und Felder.

• Cross-Trail: Bei Cross-Trails läuft man ausschließlich auf Wegen oder Trampelpfaden, nicht auf asphaltierten Strecken. Da das Gelände von Gefällen, Steigungen oder losen Steinen geprägt sein kann, muss das Schuhwerk guten Grip bieten und eine angemessene Federung vorweisen.

• Trail-Adventure: Am anspruchsvollsten für den Körper ist das sogenannte Trail-Adventure. Fernab von befestigten Wegen in alpinen Regionen oder anderen Extremen erfordern die Läufe die höchste Aufmerksamkeit. Um auf Baumwurzeln, Geröll, Felsen und Stein nicht zu stürzen, müssen Laufschuhe über ein grobes Profil und rutschfeste Sohlen verfügen. Zudem sollte der Schuh dem Fuß mehr Stabilität geben, als beim herkömmlichen Lauf über befestigte Wege. Beim Trail-Adventure ist eine Zehenkappe ratsam, da sie die Zehen vor Stößen an Wurzeln und Felsen schützt.
 
Fazit

Der Kauf eines Trailrunning Schuhs muss wohl überlegt sein. Abhängig von der vorwiegenden Laufart und dem damit verbundenen Untergrund ist das Schuhwerk individuell auszuwählen. Ein guter Trailrunning Schuh ist ab rund 80 Euro erhältlich. Anfänger sollten sich in einem Fachgeschäft vor Ort beraten lassen und einige Modelle testen.

 

 
 

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