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Frauen- und Männerläufe?

28.03.14
Quelle: Klaus Duwe

Laufen, unser liebster Sport, ist populär wie nie. Bei den großen und kleinen Frühjahrs-Marathons gehen gerade wieder zigtausend Läuferinnen und Läufer über die Startlinien. Dass Männlein und Weiblein, Star und Hobbyläufer sich die Strecke teilen, gehört zu den besonderen Reizen solcher Veranstaltungen.

Das war nicht immer so. Viele Jahre waren Hobbyläufer über scharfe Zeitlimite von solchen Läufen ausgeschlossen und 1967 gab es beim Bosten-Marathon noch ein striktes Frauenverbot. Legendär ist die Geschichte von Kathrine Switzer, die in Männerklamotten auf die Strecke ging, entdeckt wurde von der Strecke geholt werden sollte. Ihr Freund, ein Hammerwerfer, konnte das nur mit Körpereinsatz verhindern. 1968 war der Schwarzwald Marathon der erste Marathon weltweit, bei dem es eine Frauenwertung gab.

 
Gemeinsam Laufen ist am schönsten
© marathon4you.de

Gut, dass solcherlei heutzutage kein Thema mehr ist und sich Frauen und Männer auf allen Strecken, auch auf den extremsten, gemeinsam dem Wettkampf stellen. Oder doch nicht gut? Warum gerade Frauen, die so lange dafür gekämpft haben, bei allen Laufwettbewerben zugelassen zu sein, nun ihrerseits hergehen und Männer ausschließen, kann ich nicht verstehen. Schon gar nicht kann ich verstehen, dass ausgerechnet Kathrine Switzer ihren Namen für den „261 Women's Marathon“  (261 war seinerzeit ihre Startnummer beim Boston Marathon) auf Mallorca (30.04.2014) hergibt.

Ein Frauenlauf ist ein Lauf für Frauen. Umgekehrt ist es ein Lauf, bei dem Männer nicht mitmachen dürfen. Für die Frauenläufe über ein paar Kilometer konnte ich noch Verständnis aufbringen. Oder anders gesagt, sie sind mir egal. Augenzwinkernd könnte man ja auch sagen, da ginge ein Kerl sowieso nicht hin. Zumindest nicht zum Laufen.

Eine Retourkutsche seitens der Männer brauchen die Frauen nicht befürchten, die Marathon-Veranstalter werden einen Teufel tun.  Gerade im Frauenanteil sehen sie noch Potential und arbeiten verstärkt daran, ihren Lauf für Frauen noch attraktiver zu machen. Ein kleines Indiz: Finisher-Shirts im Einheits-Schlabber-Look werden immer seltener.

Aber vielleicht ist ja meine Aufregung ganz umsonst und die Sache mit dem „261 Women's Marathon“  erledigt sich von selbst, weil nämlich die Mädels doch lieber dort starten, wo sie es einem Läufer-Macho auf der Strecke mal so richtig zeigen können. Oder weil es einfach nur schöner ist, einen Lauf gemeinsam zu erleben. Oder weil es nicht mehr zeitgemäß ist, irgendwelche Menschen aus irgendwelchen Gründen von irgendeiner Sache auszuschließen.

Wie ist Eure Meinung? Es gibt zurzeit eine Umfrage zu diesem Thema. 
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