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Die fünf häufigsten Laufbeschwerden

06.07.16
Quelle: PM

Laufen bringt viele Vorteile mit sich: Es hält gesund und fit bei sehr geringer Verletzungs- oder Unfallgefahr. Dennoch kann es zu verschiedenen Laufbeschwerden kommen, wie beispielsweise Muskelkater, Atemnot beim Laufen, Pollenallergie, Kreislaufbeschwerden, Knieschmerzen, gereizte oder überdehnte Sehnen, Krämpfe, Bänderriss oder auch Hitzeempfindlichkeit an warmen Sommertagen und weitere mehr. Die fünf häufigsten Laufbeschwerden, deren Symptome und Ursachen sowie Behandlungsmöglichkeiten werden hier vorgestellt.

 

Muskelkater

 

Eine der am häufigsten vorkommenden Laufbeschwerden bei Lauf-Anfängern, untrainierten Läufern oder nach längeren Laufpausen ist der mehrere Stunden später oder am nächsten Tag auftretende unangenehme Muskelkater. Ursache für diese schmerzhafte Erscheinung ist eine Unterversorgung des Muskelgewebes mit Sauerstoff und eine daraus resultierende Übersäuerung der Muskeln. Dadurch steigt die Verletzungsanfälligkeit des Gewebes und kleine, sehr feine Risse in den Muskelfasern können entstehen.

Schützen vor Muskelkater können Läufer sich nur, indem sie langsam mit kürzeren Trainingseinheiten das Laufen beginnen und das Training nach und nach steigern. Ist es nach dem Laufen zu einem Muskelkater gekommen, helfen leichte Bewegungen und Wärme, wie beispielsweise ein warmes Bad, Wärmekissen oder Saunagänge.

 

Krämpfe

 

Schmerzhafte Krämpfe in den Waden oder Oberschenkeln können verschiedene Ursachen haben, wie beispielsweise schwerwiegende anatomische oder krankhafte Veränderungen an der Lendenwirbelsäule oder Fehlstellungen am Fuß. In den häufigsten Fällen sorgt aber eine Störung im Stoffwechsel der Muskeln, die durch ein Ungleichgewicht im Elektrolythaushalt bzw. durch Flüssigkeits- und Sauerstoffmangel hervorgerufen wird, für den Muskelkrampf. Ebenso kann ein Mangel an Mineralsalzen, wie Magnesium oder Natrium zu der Stoffwechselstörung in den Muskeln führen.

Wichtig ist es, vor und während des Laufens ausreichend Flüssigkeit aufzunehmen. Einem Mangel an Mineralsalzen, wie beispielsweise Magnesium, kann durch die Einnahme von Tabletten vorgebeugt werden. Diese sind zum Beispiel leicht in Drogerien oder Apotheken zu erhalten. Bei einem akut auftretenden Krampf kann es helfen, sich auf den Boden zu setzen und das Knie anzuwinkeln. Dann sollte sich an die Fußspitze gefasst und der Fuß in Richtung des Körpers gezogen werden. Da Krämpfe, beispielsweise aus Magnesiummangel, auch häufig nach dem Lauftraining in der Nacht während des Schlafens auftreten können, kann es helfen, mit den Fußsohlen kräftig gegen das Bettbrett am unteren Ende des Bettes zu treten, bis der Krampf sich löst.

 

 
Gut dosiertes Training schützt vor Verletzungen
© marathon4you.de

 

Kreislaufprobleme

 

Probleme mit dem Kreislauf können viele verschiedene Ursachen haben. Die Beschwerden sollten von Anfängern vor Beginn des Laufens oder von Läufern, bei denen die Probleme oftmals auftreten, ärztlich abgeklärt werden. Nur so kann ausgeschlossen werden, dass keine schwerwiegende Erkrankung im Herz-Kreislauf-System oder in anderen organischen Systemen vorliegt, wie zum Beispiel Gefäßerkrankungen, Diabetes und vieles andere. Bei gesunden Läufern können Kreislaufprobleme durch einen Kohlehydratmangel hervorgerufen werden. Aus diesem Grund sollte morgens nicht auf nüchternen Magen mit dem Laufen begonnen werden.

 

Zerrungen

 

Muskelzerrungen können beim Laufen leicht entstehen, wenn die Muskeln beispielsweise vor dem Laufen nicht ausreichend aufgewärmt wurden, es während des Laufens zu abrupten, ruckartigen Bewegungen kommt, schon eine Muskelentzündung vorliegt oder die Ober- und Unterschenkelmuskeln des Beines durch zu langes Laufen überbelastet werden. Die Zerrung der Muskeln kann im schlimmsten Fall bis zu einem Muskelriss führen.

Die Symptome für Zerrungen können von Belastungsschmerzen in den Muskeln bis hin zu stark stechenden Schmerzen bei dem Reißen von Muskelfasern reichen. Therapiert werden, können Muskelzerrungen auf verschiedene Weise, wie zum Beispiel mit Kühlung und Druckverbänden als Soforthilfe. Später können Salben, Wärme und Schonung des strapazierten Muskelgewebes zur Heilung der Muskelzerrung beitragen.

 

Überdehnungen bis zum Bänderriss

 

Überdehnungen und Bänderriss gehören mit zu den häufigsten Überlastungsbeschwerden beim Laufen. Bei einer Dehnung der Bänder kommt es zu einer starken Überlastung des Gelenks, oftmals durch ein Umknicken des Fußes hervorgerufen. Bei einem Riss kann teilweise ein entsprechendes Geräusch gehört werden. Der Bänderriss ist von einem sehr starken stechenden Schmerz begleitet. Rötliche und bläuliche Verfärbungen sind möglich. Um einen Einfluss von Gewebeflüssigkeit zu verhindern, sollte die betroffene Stelle möglichst schnell gekühlt werden.

Den genauen Verletzungsgrad, ob es sich um eine Überdehnung, Verstauchung des Gelenks oder einen Bänderriss handelt, kann nur durch eine ärztliche Behandlung abgeklärt werden.

 

Fazit

 

Besonders wichtig ist es, dass Anfänger oder untrainierte Läufer nach längeren Laufpausen das Lauftraining langsam mit kleineren Laufeinheiten, die nach und nach gesteigert werden, zu beginnen. Der größte Anteil der Laufbeschwerden entsteht durch Überlastungen des Skelett- und Stützsystems, wie Knochen und Gelenke, sowie der Sehnen und Muskeln. Ebenso sollte vor dem Laufen nicht auf eine ausreichende Flüssigkeits- und Nahrungsaufnahme verzichtet werden. Mangelerscheinungen an Mineralsalzen können zum Beispiel durch die vorbeugende Einnahme von entsprechenden Nahrungsergänzungsmitteln, wie Magnesiumtabletten verhindert werden.

 
 

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