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Mit oder ohne Stöcke?

17.05.13
Quelle: Klaus Duwe

Die Frage stellt sich so nicht mehr. Richtiger ist: Mit welchen Stöcken laufe ich den Trail?

Wenn Läufer auf ihren Trainingsrunden Walkern begegnen, ist das meist, zumindest aus Läufersicht, eine unerfreuliche Begegnung. Hat man für  „Stockgeher“  oder „Stöckchenschwinger“ einen Blick übrig, ist es ein verächtlicher.

Trailrunner ticken da anders. Ich kann mich noch genau an meine erste Teilnahme beim UTMB erinnern. Das war 2006. Als Bergwanderer waren mir die Vorzüge von Stöcken besonders bei Auf- und Abstiegen zwar sehr bewusst, als Läufer wollte ich aber mit „Gehhilfen“ nichts zu tun haben.  Außerdem war es so, dass bei den als Training gedachten Läufen in Davos und Gondo der Einsatz von Stöcken nicht erlaubt war. Ich mache es kurz: Ich hatte bis dahin Läufer mit Stöcken nur in Werbeanzeigen gesehen.

Trotzdem gehörten sie für Eberhard und mich zum Reisegepäck, als wir zum Mont Blanc aufbrachen.  Letztendlich ließen wir die Stöcke aber im Auto, als wir in den Bus zum Start des CCC nach Courmayeur stiegen. Wir wollten einfach nicht auffallen. Lacht nicht, ich habe doch gesagt, das war 2006. Auf den Starterlisten des UTMB standen damals noch nicht einmal zwanzig Deutschsprachige. Trailrunning war bei uns etwas für die Exoten unter den Exoten.

 
Courmayeur 2006: Alle haben Stöcke! Wirklich alle?
© marathon4you.de

Und außerdem: Ein paar Jahre später spielte sich das gleiche noch einmal ab. Diesmal genierte man sich mit den weißen Kniestrümpfen. Heute gehören die inzwischen bunter Dinger zur Grundausstattung vor allem der Läuferinnen. Nicht wegen der Kompressionseffekte, sondern wegen der Optik.

Ich war bei den Stöcken.  Eberhard und mich traf der Schlag, als sich die Trailer zum Start für die damals 86 km lange Strecke mit 4500 Höhenmetern versammelten. Jeder, na ja fast jeder, also so ungefähr 99 % der Trailer hatten Stöcke dabei. Wir fielen also nicht wegen der Stöcke auf, sondern weil wir keine hatten. Und das Schlimmste: Wenn man sich die Trailer insgesamt so anschaute, kam kein Zweifel auf, wer da wohl der Experte war und wer nicht.

Dann ging’s los. Als die Trailer den ersten Berg mit vollem Stockeinsatz im Sturm eroberten und ich nur noch deren Stockspitzen und Hacken sah, war meine Laune beim Teufel. Erst als ich mir eingestand, einen Fehler gemacht zu haben und mir vornahm, dieses nicht zu wiederholen, konnte ich mich auf das einmalige Erlebnis UTMB konzentrieren.

Wen’s interessiert, hier ist mein damaliger Bericht vom UTMB: 
„Nicht rauf, nur drum rum“

Wenn ich Euch nun davon überzeugt habe, dass Stöcke und Trailrunning zusammengehören, geht es jetzt noch darum: Welche Stöcke nehme ich?

Nicht nur den Schwaben sagt man übertriebene Sparsamkeit nach. Meine Landsleute und ich, die Badener, sind da nicht viel besser. Ich griff nicht gerade bei den billigsten, aber auch nicht bei den teuersten Stöcken zu. Entsprechend waren dann auch meine Erlebnisse: Nicht gerade pfui, aber auch nicht hui. 

Ferdinand Porsche hatte einfach recht, als er sagte: „Billige Schuhe kann ich mir nicht leisten.“  Ja, ich weiß, billig ist nicht immer schlecht. Aber meistens sind hochpreisige Markenprodukte eben doch besser und vor allem länger haltbar.  Wenn ich rausgeschmissenem Geld nachtrauere, dann ist es jedenfalls meist das Geld, das ich für billige Produkte ausgegeben habe. So auch bei den Stöcken.

 
Komperdell Carbon Ultralite Vario 4: Packmaß nur 45 cm
© marathon4you.de

Deshalb hier ein Tipp: Wenn Ihr Euch neue Stöcke kauft, schaut Euch unbedingt auch die neuen Carbonstöcke von Komperdell an. Das sind echte High-Tec-Produkte Made in Austria.  Die Carbonrohre wurden extra für den Trail- und Tekkingbereich entwickelt, sind leichter als die Vorgänger aus Aluminium und haben eine höhere Steifigkeit. Außerdem kann Carbon nicht korrodieren, was die Lebensdauer der Stöcke um ein Vielfaches verlängern kann. 

In Kombination mit  den leichten ergonomischen Griffen und neuen Verschlusssystemen wird der Stock leichter denn je. Neben dem Gewicht ist bei Stöcken das Packmaß wichtig. Schließlich soll man sie gut im oder am Rucksack verstauen können, wenn sie nicht gebraucht werden. Deshalb kann man zum Beispiel den Carbon Ultralite Vario 4 von Komperdell auf ein Packmaß von nur 45 cm falten.

Einzelheiten des Carbon Ultralite Vario 4:

Packmaß 45 cm, max. Länge 145 cm, verstellbar von 120-145 cm, 176 Gramm,  UVP 189,95

Website Komperdell

So, jetzt macht, was Ihr wollt. Sagt aber nicht, ich hätte Euch nicht informiert.

In diesem Sinne: Keep on (Trail)Running

 
 

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