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Ein Jahr ohne Marathon – Ein Selbstversuch

08.10.13
Quelle: Andreas Butz

Seit Mai 1995 laufe ich Marathon. Inzwischen sind 116. Marathons und Ultras zusammen gekommen. Im Schnitt alle zwei Monate einen. Und zwei werden dieses Jahr noch folgen. Im November in New York und im Dezember der Decke Tönnes Marathon. Doch 2014 mache mal etwas Besonderes: Einen Selbstversuch: Ein Jahr ohne Marathon. Und das macht sogar Sinn.

Ich bin Genussläufer, laufe nicht besonders langsam, aber auch nicht gerade schnell. Meine Bestzeit steht seit 2007 bei 2:64 Stunden. Wenn ich einen Trainingsmarathon laufe, dann meist um die 3:50 Stunden. Ich liebe das Marathonsammeln, bedeuten doch die 42,195 Kilometer jedes Mal wieder ein besonderes Erlebnis. Jede Strecke ist auf ihre Weise ein Gewinn. Die Flachmarathons durch die Metropolen der Welt, die Alpinmarathons in den Schweizer Bergen oder die schönen Mittelgebirgsmarathons in der Eifel. Jeder Marathon ist anders, jedes mal wieder eine neue Herausforderung, egal ob ambitioniert oder im Dauerlauftempo gelaufen.

Für mich als Erlebnisläufer war es lange nicht denkbar, mich auf nur einen oder zwei Marathons im Jahr zu limitieren, nur um dann hoffentlich in Bestform zu sein. Lieber bin ich auch mal Woche für Woche einen gelaufen. M4Y-Chef Klaus Duwe weiß warum: Weil es so viel Freude macht. Und nun kommt 2014: Seit 1999 mein erstes Jahr ohne Marathon. Was treibt einen Marathonsammler bloß dazu?


1. Rücksichtnahme


Die Marathonsammelei funktioniert natürlich nur dann gesund und verletzungsfrei, wenn auch zwischen den Marathons ordentlich trainiert wird. Das erfordert viele lange Läufe, optimalerweise an mindestens jedem zweiten Wochenende einen langen Lauf über 3 Stunden und mehr. Nächstes Jahr soll das anders werden. Ich werde mein Lauftraining auf die Werktage zu konzentrieren, das Wochenende soll frei blieben. Freiraum für andere private Unternehmungen, Feiern mit Freunden, Wandern mit der Familie, Zeit für Kino und Konzerte.


2. Trainingsqualität


Marathonsammeln macht nicht schnell. Natürlich bin ich (Jahrgang1965) in den letzten Jahren langsamer geworden. 3 Minuten auf 10 Kilometer, 7 Minuten auf Halbmarathon, 15 Minuten über die Marathondistanz. Doch wie viel ist dem Älterwerden geschuldet und wie viel der verringerten Trainingsqualität? Wer immer nur Marathons sammelt, muss sich nicht über 5 oder 10 Kilometer messen. Folglich muss man die Grundschnelligkeit auch nicht trainieren. 400 Meter-Intervalle? Crossläufe? Schon lange nicht mehr gemacht. Das werde ich nächstes Jahr ändern.


3. Neue sportliche Ziele


Mein Ziel für 2014 wird sein, wieder schneller zu werden. Ich will es mal wieder wissen, statt Marathon sammelnd durch die Welt zu reisen, mich mit den schnellen Jungs vor der Haustüre über 10 Kilometer messen. Ich will mal wieder Halbmarathons laufen. Siebeneinhalb Minuten langsamer in nur sechs Jahren? Das kann doch nicht sein. Ich werde also meine Trainingsumfänge reduzieren und die Intensität beim Tempotraining auf die Verbesserung meiner Grundschnelligkeit ausrichten. Und dies ein Jahr lang. Wäre doch gelacht, wenn ich nicht wieder schneller werde, oder?

 

4. Mein Comeback


Und dann kommt endlich 2015: Schon jetzt freue ich mich auf mein Comeback als Marathonläufer. Mit der verbesserten Grundschnelligkeit müsste doch was drin sein, oder? Ein, zwei flotte Marathons im Frühjahr und Herbst 2015. Wie nahe werde ich der 3-Stundengrenze wohl wieder kommen? Jungs in der M50, nehmt euch in Acht. Ich werde verdammt schnell sein ;-)

Und? Was könnten meine Planungen mit dir zu tun haben? Welche Ziele hast du für 2014? Der Herbst ist ideal um Pläne zu schmieden.

Dabei wünsche ich dir viel Freude.

Andreas Butz
www.laufcampus.com/motivationstipp.php

 

 
 

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