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Achtung – 3 Dinge, die Du Dir sparen kannst

12.08.11
Quelle: Andreas Butz

Laufen ist die natürlichste und effektivste sportliche Bewegung. Dennoch schaffen wir Menschen es immer wieder, uns das Leben unnötig zu komplizieren.

Bei meinen Trainings- und Ausrüstungsempfehlungen konzentriere ich mich gerne auf das wirklich nützliche. Dabei lasse ich bewusst Dinge und Maßnahmen weg, wenn sie vielleicht auf den ersten Blick schick, bei näherer Prüfung aber unnötig oder oft sogar kontraproduktiv sind. Hier drei Beispiele:

1. Laufschuhe sind umso besser, je puristische sie sind. Die meisten Technologien der Schuhindustrie, den Fuß zu führen und zu entlasten, führen in die falsche Richtung. Lies dazu mal Laufzeitschriften. Keine kommt ohne ärztlichen Rat zu Verletzungen des Bewegungsapparates aus. Eine Ursache hierbei ist der Eingriff der Laufschuhmacher in den natürlichen Bewegungsablauf. Lauschuhe korrigieren den Aufsetz-, Stütz- und Abdruckvorgang. Und Muskeln, die durch Schuhtechnologie entlastet werden, verkümmern. Puristisch anmutende Schuhe mit flacher, flexibler Sohle reichen vollkommen aus und dienen auch noch zur aktiven Verletzungsprophylaxe. Meine Lieblingsschuhe aktuell: der Kinvara von Saucony und der x-talon 212 von Inoveight.

2. Sogenannte Sportlerprodukte, wie Energy-Gels und Energieriegel sind in den meisten Fällen unnütz. Beim Lauftraining geht es in erster Linie um die Optimierung des Energiestoffwechsels. Wie lernt der Körper aus seinen Depots, insbesondere dem Fettdepot, mehr gespeicherte Energie in Bewegungsenergie umzuwandeln. Denn gerade die Fette sind besonders wertvoll, weil sie selbst bei den schlanksten Langstreckenläufern reichlich vorhanden sind und der Körper aus einer Fettkalorie deutlich mehr Bewegungsenergie erzeugen kann als aus Kohlenhydraten. Die Zufuhr von Kohlenhydraten während und nach dem Training durch sogenannte Sportlerprodukte greift in den Lerneffekt des Energiestoffwechsels ein und reduziert den Trainingseffekt. Clevere Läufer nehmen daher während des Trainings nur Wasser zu sich. Und Läufer, die abnehmen möchten, bleiben noch zwei Stunden nach dem Training nüchtern und nutzen so den Nachbrenneffekt.

3.  Atemgasanalysen - sogenannte Spiroergometrie -  braucht kein Mensch. Sie komplizieren einfache Vorgänge und machen den Sport unnötig teuer. Ein Laufbandstufentest mit Herzfrequenz- und Laktatmessung, oder für die ganz Sparsamen, ein Maximalpulstest auf einer Sportanlage, reicht zur Bestimmung der optimalen Trainingsintensität. Mit den hier ermittelten Werten kannst Du Dein Training perfekt steuern. Es gelten nach der Laufcampus-Methode folgende fünf Intensitäten: SSL = Supersauerstofflauf (66-70 % Hfmax), LDL = Langsamer Dauerlauf (71-75 % Hfmax), MDL = Mittlerer Dauerlauf (76-80 % Hfmax), ZDL = Zügiger Dauerlauf (81-85 % Hfmax), RT = Renntempotraining (86 – 95 % Hfmax). Mehr brauchst Du nicht um ein toller Marathonläufer zu werden.

Weiterhin viel Freude am Laufen wünscht

Andreas Butz

 
 

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