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Laufberichte

Tag der Erinnerungen

04.09.05

... an Feuerwerk, Minigolf, Fußball und lange Läufe

 

Das Steinhuder Meer ist ja mit 30 Quadratkilometern der größte Binnensee Norddeutschlands. Seit 25 Jahren gibt es hier einen Volkslauf, mit Start im Neustädter OT Poggenhagen. Bis vor 4 Jahren startete man von dort zur Umrundung. Das waren aber „nur“ 35 km. 1988 habe ich in Poggenhagen meinen ersten Wettkampf  über eine so lange Distanz bestritten und  in 2:29 Std. beendet. Danach fragte ich mich, warum nicht Marathon? Gleich 1989 im Frühjahr war dann meine Premiere in Bremen. 3:10:29 war meine Zeit, und ich war auf den Geschmack gekommen.

 

Als gebürtiger Wunstorfer bin ich ja praktisch am Steinhuder aufgewachsen und ich freute mich, als auch in Poggenhagen endlich das Marathonzeitalter begann. Dieses Jahr wollte ich unbedingt mal wieder hin.

 

Von meinem Wohnort Nordstemmen war ich in 1 Stunde dort am Sportplatz des TSV Poggenhagen, den ich auch noch gut kenne. Vor 30 Jahren habe ich mal eine Saison als „Diego Maradona“ die Tornetze durchschossen. Im Clubheim hängt sogar noch ein Mannschaftsfoto von damals. Der Mittelstürmer von damals legte hier beim Marathon die Bratwürstchen auf den Grill. Das war ein freudiges Wiedersehen und natürlich wurden viele Erinnerungen wach.


Dann traf ich auch noch Horst Preisler und den gesamten Vorstand des 100 Marathonclub. Auch mein Freund Heiner war mit Frau Martina eingetroffen. Ich hatte nach dem Lauf in alter Heimat noch etwas vor und so waren diesmal getrennt unterwegs.

 

200 Meter entfernt vom Sportplatz war der Start um Punkt 9:00 Uhr. 2 Kilometer ging es durch Poggenhagen in Richtung Großenheidorn durch Felder und Wiesen. Bei km 8 waren wir bereits in Steinhude und das Steinhuder Meer kam das erste Mal in Sicht.

 

 
Run in the Sun
© marathon4you.de 3 Bilder

Bei Kilometer 10 kam ich an die Stelle, wo ich als Kind mit meinen inzwischen verstorbenen Eltern dem jährlichen Feuerwerk zugeschaut hatte. Einen Kilometer weiter dann die Minigolfanlage, wo ich damals oft mit meinen Freunden spielte. Das waren noch Zeiten. Ein Tag der Erinnerungen.

 

Ich versuchte mich weiter auf den Lauf zu konzentrieren. Es lief gut, obwohl es langsam immer wärmer wurde. 26-28 Grad. Auch die Insel Wilhelmstein kam in Sicht. Graf  Wilhelm zu Schaumburg-Lippe ließ sie 1761-1765 rund 3000 Meter westlich des Steinhuder Ufers aufschütten. Die Basis der Inselfestung war aus Steinen und Eichenstämmen. Jährlich wird die Insel heute von 65.000 Menschen besucht.

 

 
Blick zur Insel Wilhelmstein
© marathon4you.de

Dann waren Insel und Meer weg. Wir liefen gen Winzlar,  wieder durch pure Natur. Die Sonne brannte und die 8 Verpflegungsstellen mit Iso, Wasser und Bananen und Wannen mit Erfrischungswasser wurden reichlich genutzt.

 

HM-Zwischenzeit: knapp über 2 Std. Vor einer Woche ging es mir schlechter. Aber heute hatte ich richtig Spaß. Mardorf kommt in Sicht und damit auch wieder das Meer.

 

Hier lagen die Leute am schönen Sandstrand. Gegenüber waren die Restaurants gut besucht. Wir wurden kaum zur Kenntnis genommen. Früher habe ich mich auf diesem Kurs oft auf meine Marathonläufe vorbereitet. Ich hatte dann immer etwas Geld dabei, um mir am Kiosk eine Flasche Wasser zu kaufen. Diesmal war ich „ohne“ unterwegs, die nächste Verpflegungsstelle kam schon in Sicht.

 

 
Meine Lieblings-Strecke ab Kilometer 32
© marathon4you.de

Bei Kilometer 32 kam dann der für mich schönste Teil der Strecke. Ein 3 km langer, dicht bewachsener Weg, mit herrlich schimmerndem Sonnenlicht. Es war für mich ein ganz besonderer Moment und ich überlegte,  wie oft im Leben ich hier schon lang gelaufen war.

 

Dann tauchte auch schon die Hinweistafel „km 35“ auf. Ich gesellte mich zu einer 4 köpfigen Läufergruppe und merkte, dass ich trotz der Wärme noch ganz gut drauf war. Ich versuchte, die letzten km noch mal zügig zu laufen. Die Musik aus meinem MP3-Player gab den Rhythmus .

 

Mit vielen Eindrücken und aufgefrischten Erinnerungen kam ich nach 4:17 Stunden ins Ziel. Das war mein Tag heute und wohl auch mein Wetter.

 

Insgesamt finishten 162 Marathonis bei diesem schönen Landschaftslauf, an dem es nichts zu meckern gab. 2006 laufe ich wieder in meiner alten Heimat.

 

Informationen: Steinhuder-Meer-Lauf
Veranstalter-WebsiteE-MailErgebnislisteHotelangeboteOnlinewetterGoogle/Routenplaner

 

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