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Laufberichte

Rheinburgenweg Nonstop

29.03.14

Am letzten Märzwochenende stand bei mir der RheinBurgenWegLauf auf dem Programm, den ich mit ein paar Ultralauffreunden laufen wollte. Mein Plan war, mit meiner Lauffreundin Samstagmorgens mit dem Auto nach Bingen zu fahren, dort die anderen Läufer zu treffen, die Strecke  von Koblenz nach Bingen zu laufen, an der Abschlussveranstaltung teilzunehmen und am Sonntagvormittag wieder heim zu fahren.

Doch bevor ich weiter über den Lauf berichte, möchte ich zuerst ein paar Fakten zum RheinBurgenWeg auflisten: So misst dieser Fernwanderweg entlang des Oberen Mittelrheintales insgesamt 200 km und führt vom Rolandsbogen bei Remagen bis zum Mäuseturm in Bingen. Er schlängelt sich auf der linksrheinischen Seite über die Höhen, entlang der Abbruchkante des Rheins  und durch die angrenzenden Seitentäler. Auf der gegenüberliegenden Rheinseite ist der Rheinsteig das Gegenstück zum Rheinburgenweg und führt von Bonn nach Wiesbaden über 350 km durch Rheintal. Durch lichte Wälder, über Wiesen und durch steile Weinberge geht es auf beiden Seiten vorbei an zahlreichen mittelalterlichen Burgen und Schlössern. Immer wieder erreicht der Wanderweg das Rheinufer, um dort die malerischen Orte mit ihren engen Gassen zu durchstreifen. 


Beim RheinBurgenWegLauf (im Weiteren mit „RBW“ abgekürzt) hatten wir uns nur die 110 km von Koblenz nach Bingen (incl. Zubringer vom Hauptbahnhof Koblenz und bis zur Grundschule in Bingen) vorgenommen, bei dem immerhin knappe 4000 Höhenmeter zusammen kamen. Bereits im letzten Sommer waren die Startplätze zu diesem Gruppenlauf schon vergeben, zu dem Achim Knacksterdt und Tom Eller bereits zum vierten Mal eingeladen hatten. Die beiden erfahrenen Ultraläufer hatten für diesen Nonstoplauf im Vorfeld so einiges organisiert: die Gymnastikhalle der Grundschule an der Burg Klopp als logostischer Treffpunkt für die Teilnehmer, den Transport der Drop-Bags von Koblenz zur dritten VP und weiter nach Bingen, drei Verpflegungspunkte auf der Strecke, das Abendessen am Vorabend des Laufes und ein Frühstück im Café Rheinblick nach dem Lauf.

Um den knapp 50 Teilnehmern ein tolles Laufabenteuer zu gewährleisten, konnten sich die Angemeldeten in drei unterschiedlich schnelle Gruppen (Gesamtstrecke in 14 Stunden, in 17 Stunden oder in 21 Stunden) eintragen. Die Startliste zeigte eindeutig, dass die 14- und 17-Stunden-Gruppe mit 6 bzw. 7 Läufern recht klein blieb. Dagegen war die 21-Stunden-Gruppe mit fast 30 Personen die  Läufer stärkste Gruppe. Ich hatte ebenfalls beschlossen, mich dieser Gruppe anzuschließen, um zum einen die Aussichtspunkte entlang der Strecke genießen zu können und zum anderen ausreichend Zeit fürs Fotografieren zu haben.

So waren wir dann auch nach eineinhalb Stunden Autofahrt in der Gymnastikhalle der Grundschule an der Burg Klopp angekommen. Dort trafen sich die anderen RBW-Teilnehmer, die bereits dort übernachtet und/oder ihr Gepäck in der Halle deponiert hatten. Nach dem Lauf bestand dann auch die Möglichkeit, dort zu duschen und noch ein wenig zu schlafen. Achim begrüßte uns mit ein paar wichtigen Informationen zum Tagesablauf. So erklärte er uns, dass wir doch in Gruppen unterwegs sein und auf die Rheinburgenweg-Wandermarkierung (rote Schrift auf weißem Grund) achten sollten. Die rote Schrift auf gelbem Grund wäre der Zuwanderweg zum RBW und die weiße Schrift auf rotem Grund ein neuer Rundwanderweg bei Bacherach. Schließlich gab es vor Hirzenach (ca. km 40) eine Streckensperrung mit einer ausgeschilderten Umleitung, die wir doch bitte beachten sollten. Dort war eine steile Treppenpassage abgerutscht und aus Sicherheitsgründen gesperrt. Auf der kurzen Kletterpassage bei Oberwesel (km 55) sollten wir darauf achten, dass alle Läufer der Gruppe unversehrt diesen Streckenabschnitt gemeistert hatten.

Start für die Läufer der 21-Stunden-Gruppe war dann am Samstagmorgen pünktlich um 7.40 Uhr zuerst zu Fuß zum Bahnhof Bingen, um von dort den Regionalzug nach Koblenz zu nehmen. Die beiden schnellen Laufgruppen mussten sich erst um 10.35 Uhr auf den Weg zum Zug machen. Am Koblenzer Bahnhof war dann Axel von den Mainzer Bretzelwetzern, um die Drop-Bags in sein Auto zu packen. Er würde auch auf die Drop-Bags der beiden schnellen Gruppen warten, um diese zur VP3 bei Bacherach zu transportieren. Nach einem Gruppenfoto vor dem Start in der Bahnhofshalle nutzten wir den Zubringer (rote Schrift auf gelben Grund), um auf den eigentlichen Wanderweg zu gelangen.


 
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Kaum auf dem RBW angekommen, ging es auch schon den Berg hinauf  zum Aussichtspunkt Rittersturz und weiter zum Dommelsberg. Das Schloss Stolzenfels war abseits des Wanderweges zwischen den Bäumen zu erkennen. Auf anspruchsvollen Wanderwegen konnten wir die Täler und Höhen entlang des Rheins genießen, immer wieder kamen wir direkt ans Rheinufer. Die Strecke von Rhens nach Bad Salzig war besonders attraktiv, weil sie wunderschöne Ausblicke auf das Mittelrheintal, aber auch einige anspruchsvolle Trails bot. Die Ortschaften im Rheintal waren für die Touristen mit ihren kleinen Restaurants, Cafés und Hotels raus geputzt worden und luden zum Verweilen ein. Wir hatten jedoch andere Pläne, noch lagen viele Kilometer vor uns. Immer wieder konnten wir die Aussicht auf das gegenüberliegende Rheinufer genießen. Kurz hinter Rhens war dann die Marksburg auf der rechtrheinischen Seite weithin zu sehen, die majestätisch über dem Rheintal emporragte.

 

 
© marathon4you.de 39 Bilder


Ganz besonders erwähnen möchte ich den Vierseenblick bei km 23 kurz vor Boppard.  Hier verläuft der Rhein in einer engen Flussschleife und vom Aussichtspunkt sah der Betrachter den Rhein in vier Teilen, den vier Seen. Hier oben belohnten wir uns mit einer kurzen Pause, um die Aussicht auf den Rhein in alle Richtung zu genießen. Auch am Gedeonseck befanden wir uns erhaben über dem Rhein mit einem weitläufigen Blick. Auf einem felsigen, steilen Pfad ging es direkt hinunter nach Boppard. Über uns befand sich eine Sesselbahn, die die Rheintouristen auf bequemem Weg auf den Berg  oder hinunter bringen konnte.


 
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Kaum hatten wir die Uferpromenade von Boppard hinter uns gelassen, ging es auch schon wieder steil bergauf zur Thonethöhe. Die Wege waren gesäumt von bunt blühenden Obstwiesen und Hecken. Die vergangenen Tage waren so frühlingshaft warm gewesen, dass an unserem Laufwochenende richtige Frühlingsstimmung aufkam. Der weitere Aussichtspunkt Steinerner Mann eröffnete uns den Blick auf die „Feindlichen Brüder“, die Burgen Sterrenberg und Liebenstein, auf der anderen Rheinseite. Weiter ging es auf einem abwechslungsreichen Pfad steil hinab in den Kurort Bad Salzig (km 31,4), wo sich im Quellpavillon die erste Verpflegungsstelle befand. Hier war der Tisch reichlich gedeckt und vor allem konnten wir die Trinkblasen mit frischem Wasser befüllen. Bei diesen Temperaturen durften wir das regelmäßige Trinken nicht vergessen!


 
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Durch den Kurpark verließen wir Bad Salzig, um erneut auf die Höhen am Rhein aufzusteigen. Über steile Pfade, enge Steintreppen und holprige Wiesenwege liefen wir weiter rheinaufwärts, vorbei am Aussichtspunkt Ziehlay mit der aus Holz geschnitzten, betenden Nonne. Gleich dahinter erreichten wir die zuvor angekündigte Wegsperrung bei Hirzenach.

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