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Laufberichte

Marathon delle Cattedrali: Nikolaus auf Italienisch

 

Der spätere Heilige Nikolaus lebte zu Anfang des vierten Jahrhunderts als Bischof im lykischen Myra. Den heute Demre genannten Ort in der Türkei mit seiner Kirche kann man gut im Rahmen einer Tour anlässlich des Antalya-Marathons besichtigen. Dort wird man auf viele orthodoxe Christen aus Russland treffen, die den Spuren ihres Schutzpatrons folgen. Um die sterblichen Überreste des Bischofs zu sehen, müssen sie  jedoch nach Süditalien fahren. Im Jahre 1087 retteten Seeleute aus Bari den Leichnam vor den eindringenden Seldschuken und brachten ihn in ihre Heimatstadt, wo er seitdem in der eigens zu diesem Zweck errichteten Basilika San Nicola verehrt wird.

Ganz in der Nähe von Bari findet der „Maratona delle Cattedrali“ statt, an diesem Sonntag zum dritten Mal, und Judith und ich sind dabei. Der Lauf, der von der Stadt Barletta nach Giovinazzo 20 km nördlich von Bari führt, wurde im vergangenen Jahr beim Pisa-Marathon beworben, der am gleichen Tag stattfindet. Die Anreise in das 1000 km entfernte Apulien konnten wir uns dank eines sehr günstigen Flugs mit Transavia leisten. Nach unserer Ankunft besichtigen wir Bari und stellen fest, dass man in San Nicola auch freitags um 17:00 Uhr mit großem Pomp heiraten kann.
Am Samstag steht ein Ausflug mit der Bahn ins 64 Kilometer entferne Alberobello an. Die Strecke wird von der Ferrovia Sud Est betrieben. Ganz anders als bei der modernen Eisenbahngesellschaft Trenitalia fühle ich mich hier an meine ersten Bahnreisen in Italien erinnert, aber „schon“ nach 2 Stunden sind wir am Ziel. Unterwegs haben wir viele Ausblicke auf die Landschaft genossen, die von Oliven- und Orangenbäumen sowie dem Weinanbau geprägt wird.

 

 
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Die Trulli, runde weiße Häuser mit einem zipfelmützenartigen Steindach, sind Weltkulturerbe und vorwiegend in dieser Gegend zu sehen. Außerdem begegnen uns zahlreiche Busse mit orthodoxen Priestern und Nonnen, die wir am Montag bei einem feierlichen Gottesdienst in San Nicola erneut treffen werden. Die gemeinsame Nikolaus-Verehrung der Russen und Süditaliener wird sicher einer der Gründe für die Kooperation des Maratona delle Cattedrali mit dem St. Petersburger Marathon sein. Geistliche dürften an dem Lauf aber nur wenige teilgenommen haben. Dafür sind einige Sportler aus anderen Ländern hier, 17 Nationen sollen es sein, wie wir nach dem Lauf von den Veranstaltern erfahren.
Aber erst mal geht es mit dem Zug zurück nach Bari. Unterwegs steigen viele Schüler ein. Es wird sehr voll, aber es bleibt zivilisiert. Anscheinend gibt es hier auch Samstagsunterricht mit entsprechendem „Pendleraufkommen“, wie wir es vom Mugello-Marathon bereits kennen. Wir fahren gleich weiter nach Giovinazzo, wo wir unsere Startunterlagen in der Sala San Felice nahe dem Hauptplatz ausgehändigt bekommen. Marathonmesse gibt es keine, dafür ist der Starterbeutel mit Finishershirt, Vollkornnudeln und Kartoffel-Soja-Gnocchi gefüllt. Die Brauerei Peroni („Birra Peroni e Bari, un' unica passione“ – „Peroni-Bier und Bari, eine einzigartige Leidenschaft“) spendiert eine Dose Bier und einen roten Beutel.


Maratona


Am Marathontag gibt es Shuttlebusse von Giovinazzo zum Start im 40 km entfernten Barletta. Judith und ich fahren lieber gleich mit der Bahn und werden mit der Wirklichkeit außerhalb des Sports konfrontiert: Der Zug ist voll mit jungen Afrikanern, die sich nach kühler Nacht (2 Grad) aufwärmen wollen. Der Schaffner kontrolliert die Fahrkarten der europäisch aussehenden Reisenden und bittet die jungen Männer, am nächsten Halt den Zug zu verlassen, während weiter hinten schon wieder neue Wärmesuchende einsteigen.

 

 
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Der Weg vom Bahnhof zur Kathedrale von Barletta ist kurz. Italienische Sportler reisen in Vereinsstärke mit dem Bus an. Die strahlende Sonne verspricht einen wunderschönen Tag. Noch ist es bei 5 Grad „un po' freschino“ („ein bisschen frisch“), wie man es beschönigend  ausdrücken könnte. Wir kommen am Koloss von Barletta vorbei. Die  große Bronzeskulptur eines römischen Herrschers aus dem 5. Jahrhundert sollte eigentlich nach Venedig gebracht werden, blieb nach einem Schiffbruch aber hier. Barletta ist mit ca. 90.000 Einwohnern ein wichtiges Landwirtschaftszentrum. Hier geht der Karst der Murgia in die fruchtbare Ebene der Tavoliere über.

Der Sprecher weist mehrmals auf die Möglichkeit hin, die Kathedrale zu besichtigen. Der Pfarrer möchte einige kurze Worte sprechen. Der Dom, im 11. Jahrhundert im romanisch apulischen-Stil erbaut, wurde im 15. und 16. Jahrhundert mit gotischen Elementen verändert.

Die Idee zur Austragung eines Laufs kam Giuseppe Casale, dem Präsidenten von Pugliamarathon, an einem Vormittag, während er die Skyline „seiner“ Kathedrale betrachtete und dann das Meer sowie in der Ferne die Umrisse der Kathedrale von Trani erblickte, welche ihr „Gegenüber“ in Barletta anzusehen schien. „Seit Jahrhunderten sahen die beiden Kathedralen sich an und verständigten sich in ihrer stummen Sprache, sie waren verbunden, und ich stellte mir vor, dass dieses Spiel der Blicke, dieses unsichtbare Band, eine wirkliche Straße werden könnte, und dass diese Straße von allen, die mit Begeisterung auf die Welt um sich herum blicken, durchlaufen werden könnte“, so seine in poetische Worte gefasste Erinnerung frei übersetzt.

Noch schnell zur öffentlichen Toilettenanlage im Park vor der Burg oder in die Cafés am Platz, und schon geht’s los. Die italienischen Sportler sind in ausgelassener Stimmung. Da wird lauthals herumgealbert. An der Porta Marina  vorbei umrunden wir das Castello, im 13. Jahrhundert von den Staufern errichtet, und treffen dann auf das Meer. Hier beginnt die Reihe der Strandbäder, die sich Richtung Norden fortsetzt und erst unterbrochen wird durch den Gargano, den Sporn am „Stiefel“ Italien, der häufig auch von deutschsprachigen Badeurlaubern besucht wird.

 

 
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Die Vier-Stunden-Pacer sind gleich zu fünft unterwegs. Einer von Ihnen weist uns auf das Team hin und lobt besonders die Schönheit der blonden Kollegin (bella bionda). Die bleibt nicht untätig und preist die Laufstrecke an diesem wunderschönen Meer in diesem wunderschönen Land. Und da geht dann um Judith und mich herum die Post ab. Alle sind glücklich, dabei sein zu dürfen und ich schließe mich da sofort an, nicht ohne einen Hinweis auf das Oktoberfest anzubringen, der aber nicht wirklich fruchtet.

Leider geht es schon bei Kilometer 3 landeinwärts, wie mehrmals am heutigen Tag, wenn es an küstennahen Straßen mangelt. Oft bleiben uns aber die Blicke über die schmalen Felder Richtung Meer erhalten. Die folgende Staatsstraße 16 Adriatica ist mit 1000,670 Kilometern eine der längsten und wichtigsten Staatsstraßen Italiens. Sie führt von Padua im Norden bis nach Otrano etwas weiter südlich von hier. An dieser Stelle ist sie für uns gesperrt, da es hinter der ebenso wichtigen Eisenbahnstrecke eine Schnellstraßenversion der SS16 gibt. Unsere SS16 führt nun einige Kilometer schnurgerade nach Süden, leicht ansteigend. Hinter der großen Anschlussstelle der Schnellstraße, die Richtung Meer in den Feldern endet, wird es immer noch kilometerweit geradeaus gehen. Da muss man durch. Wahrscheinlich werde ich nie einen Lauf auf einer Autobahn absolvieren können. An die Gepflogenheit, seinen Müll aus dem Auto an den Straßenrand zu werfen, werde ich mich nie gewöhnen können. Von den Pacern hinter uns und ihrer Anhängerschaft schallen ab und zu Sprechchöre herüber. Judith und ich fragen uns nicht ohne Grund, was „Schlagloch“ auf Italienisch heißen mag.

 

 
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Pietre, ceramiche, marmi - Steine, Keramik, Marmor und mehr auf dem nächsten Abschnitt. Ich versuche meinen italienischen Mitstreiter mürbe zu machen, indem ich alle Schilder laut vorlese. Der dreht einfach den Spieß um und erzählt mir, dass er aus Verona kommt und mit seiner weiblichen Begleitung schon in Mainz gelaufen ist, da sie dort deutsche Freunde haben. Und dann eine Aufzählung von seiner Rundreise: München, Regensburg, Romantische Straße, Heidelberg.... Jetzt bin ich platt und übersehe fast den Ortseingang von Trani bei km 13. Auf dem Friedhof ist an diesem vierten Advent viel los. Die Blumengeschäfte haben Hochkonjunktur.

Dann geht es in die Stadt. Trani mit 53.000 Einwohnern ist ein Zentrum des Weinanbaus und Badetourismus.  Wir drehen ab ans Meer und am Castello Svevo vorbei, das Friedrich II im 13. Jahrhundert errichten ließ. Es geht es zum Duomo San Nicola Pelegrino, der hier am Rande der Altstadt liegt. Wahrscheinlich die schönste Kathedrale auf unserem heutigen Weg. Ein kubisch geschlossener Baukörper, die Fassade verziert mit Fensterrose und Blendbogenreihe. Ein Meisterwerk romanischer Baukunst. Rechts daneben laufen wir am Campanile vorbei. Er steht auf einem Torbogen und ist nach oben mit unterschiedlichen Fensteröffnungen gestaltet.

Wir sind am Hafen. Fischer bieten ihren Fang an. Die Boote wiegen sich leicht in den Wellen. Die Silhouette ist atemberaubend. Ich werde spürbar langsamer, versuche die fremde Welt ausgiebig zu genießen. In der folgenden nächsten Bucht geht es moderner zu. Den Lungomare Colombo entlang. Blick auf Santa Maria Colonna. Ein Händler verkauft aufgeschnittene Seeigel.

Das Wunder von Trani geschah am 18.9.1943: Wenige Tage nach dem Wechsel Italiens auf die Seite der Alliierten wurden fünf Wehrmachtssoldaten auf dem Weg nach Barletta aus einem Hinterhalt von englischen und kanadischen Soldaten erschossen. Die Wehrmachtsführung vermutete die Täter in der Widerstandsbewegung und ließ 54 junge Italiener auf der Piazza della Repubblica zusammentreiben. Der Erzbischof von Trani und der Bürgermeister konnten den deutschen Oberstleutnant Friedrich Kurtz davon überzeugen, die Männer nicht hinzurichten. Beide wurden dafür vom italienischen König mit Tapferkeitsmedaillen ausgezeichnet. Friedrich Kurtz wurde an die Ostfront versetzt und starb 1993 in der Pfalz. Eine Stele erinnert an die 54 jungen Männer. In der Umgebung gab es noch einiges Blutvergießen zwischen der italienischen Resistenza und der deutschen Wehrmacht.

Dann wieder rauf zur SS16.  Bisceglie, 55.000 Einwohner, Zentrum der verarbeitenden Industrie und Badeort, ist bei km 20 erreicht. Schöne Pinienallee, Verpflegungsstelle. Ab hier werden zusätzlich zum Wasser in kleinen Flaschen auch Isogetränke (Sali), Bananen, Orangen und Gebäck von meist jungen Helfern angereicht. Toiletten sind auch vorhanden. Die Kilometermarkierung hat inzwischen auch die anfangs „unterschlagenen“ 1,6 Kilometer aufgeholt und stimmt ab hier.
Halbmarathonmarke ohne Zeitmessung. Der Halbmarathonwettbewerb startete um 10:30 Uhr am lokalen Sportzentrum. Die Läufer sind schon alle weg.

 

 
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Teure neue Villen an der Strecke, die Kirche Stella Maris überträgt den Gottesdienst per Lautsprecher auf die Laufstrecke. An der Meerespromenade weiter voran. Von einer Stadtmauer grüßen uns Zuschauer. Da müssen wir hinauf. Was nun folgt, ist eine phänomenale Altstadtdurchquerung. Eine Schulklasse jubelt uns zu. Der Bodenbelag stellt eine besondere Herausforderung dar, erst recht für laufende Fotografen. Gefühlt kreuz und quer geht es durch die Gässchen und Torbögen, bevor wir an der romanischen Concattedrale di San Pietro Apostolo vorbeikommen. Hier ist auch zuschauermäßig was los. An einem kleinen Castello verlassen wir frisch gestärkt die Altstadt. Nun ist klar, warum eine Schnecke das Logo des Marathons ziert: Auf diesen Altstadtabschnitten finden Bestzeiten-Träume ein jähes Ende. Jetzt erst mal wieder einen ruhigen Lauf finden.

Eine moderne Kirche sehen wir am Rande der Stadt. Maria Santissima di Costantinopoli könnte fast von Hundertwasser gebaut worden sein. An von Mäuerchen gesäumten Olivenhainen geht es auf kleinen Straßen weiter. Die andächtige Ruhe wird nur gestört von den lauten Späßen der Pacertruppe.
Alles Schöne hat einmal ein Ende und bei km 28  befinden wir uns wieder auf der SS16. Die Pacer ziehen gut gelaunt vorbei und ich grummle vor mich hin.

Irgendwann (km 31) taucht die Silhouette der nächsten Stadt auf: Molfetta. Judith streckt mir die Zunge raus (das Foto wurde zensiert) und läuft locker weiter. Ein kurzer Kontakt mit der Autowelt: Die Fanfare eines LKW kann ganz schön laut sein. Molfetta mit 60.000 Einwohnern wirkt recht groß. Es zieht sich. Die Stadt pflegt eine Partnerschaft mit Görlitz. An einem Flohmarkt am modernen Hafen vorbei geht es ins Zentrum. Schöner Blick auf den Duomo auf der anderen Seite des kleinen Fischerhafens. San Corrado (Sankt Konrad) hat drei polygonale Kuppeln, die wie Pyramiden gestaltet sind. Dahinter zwei Türme. Für uns geht es erst mal am Hafen entlang, so ganz ohne Touristen.

Am Dom San Corrado vorbei wieder durch die Altstadt, etwas geradliniger. Party und Musik vor einigen Bars. Das hat eher nichts mit dem Marathon zu tun. Wir werden freundlich durchgewinkt. Auf mein lautes „Ciao Italia“ erhalte ich wenig Resonanz, ähnlich wie beim Napoli Marathon und ganz anders als in norditalienischen Städten. Überhaupt schaut die Bevölkerung meist nur zu, auch aus Fenstern und von Balkonen und ohne weitere Äußerungen. Die Strecke ist von vielen Helfern gesichert. Oft sind große Pfeile am Boden und in der Altstadt Markierungen an den Gässchen. Da sollten die Läufer den richtigen Weg schon finden.

 

 
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Lungomare Colonna,  VP 35. Blick auf unsere Zielstadt Giovinazzo . Déjà vu? Nicht ganz, es gibt doch Unterschiede zwischen den Städten. Ich bin erst mal fertig. Schmale Straßen mit Mäuerchen. Die 4:15-Pacer ziehen vorbei. Meine gequälten Mitstreiter lieben es süditalienisch-theatralisch: Da wird gestöhnt und geschimpft und man fasst sich an alle schmerzenden Körperteile. Ich nehme mir vor, die Tortur einigermaßen heldenhaft durchzustehen. Nur noch 7 Kilometer. Dummerweise kommt nun wieder die SS16. Läppische drei Kilometer ganz leicht bergauf. Wenigstens kann man linker Hand immer noch das Meer sehen. Allerlei Zweikämpfe stehen an, nach einer Quengel- und Dehnpause können die Herren um mich herum noch ganz schön zur Sache gehen.

Kilometer 40: Giovinazzo, 21.000 Einwohner, Friedhof, VP-Stelle. Wieder an die Meerespromenade. Man kann den Dom sehen. Er stammt aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts und wurde im 17. und 18. Jahrhundert umgebaut. Eine größere Gruppe von Sportlern kommt mir entgegen. Ich muss um sie herum laufen. Vielleicht ein Kegelverein? Der kleine Hafen ist sehr idyllisch gelegen. Man kann bereits den Zielsprecher hören. Eine Mutti mit sehr kurzem Rock und sehr hohen Absätzen zieht ihre Tochter zur Seite. Die Cattedrale di Santa Maria Assunta wird angesteuert. Auf dreihundert Metern Laufstrecke geht es an vier Kirchen vorbei. Einige Verfolger nutzen meine Tätigkeit als Fotograf, um schamlos zu überholen. Durch einen Torbogen hindurch geht es auf die große Piazza Vittorio Emanuele. Die Zuschauer feuern einen gewissen Paolo an. Das lasse ich mir nicht bieten. In einem grandiosen Finale kann ich den Sprint für mich entscheiden und stehe vor Paolo auf der Ergebnisliste.

 

 
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Die Medaille ziert natürlich eine Kathedrale samt Läufer. Für uns gibt es Kleiderbeutel und Verpflegung im Hof von San Domenico gleich am Ziel. Die Sporthalle mit den Duschmöglichkeiten liegt einen guten Kilometer außerhalb. Judith und ich müssen feststellen, dass die Züge sonntags nur alle drei Stunden fahren. Also haben wir im Café Zeit für eine Unterhaltung mit französischen Finishern, die Richtung Barletta in ihr Hotel wollen und noch ein wenig länger warten müssen.


Fazit:


-  Der Maratona delle Cattedrali bietet die Möglichkeit zu einem wunderschönen Lauf am Meer bei etwas wärmeren Temperaturen und zum Kennenlernen der süditalienischen Kultur.

-   Günstige Startgebühr (25-55€), der Starterbeutel enthält ein Finisher-Laufshirt und Lebensmittel (Bier, Nudeln, Gnocchi)

-  Einiges an Höhenmetern (ca. 150 m auf und ab) ist zu absolvieren. Gute und breite Laufstrecke, abweichend davon nur die Altstadquerungen mit meist gut verlegten Bodenplatten.

-   Als Übernachtungsort würde ich den Start- oder den Zielpunkt empfehlen. Bari ist nicht so idyllisch.

-  Alle Orte sind an das Netz von Trenitalia angebunden. Die Züge fahren wochentags ca. zweimal pro Stunde, am Sonntag so gut wie nie. Busse verkehren auch, aber anscheinend nicht am Sonntag. Die Fahrpreise sind sehr günstig  und liegen bei weniger als 1 Euro für 10 km. Zugfahrkarten müssen vor Reiseantritt entwertet werden.

-  Bari hat eine sehenswerte Altstadt mit zwei großen Kirchen sowie eine Einkaufsstraße mit sämtlichen Geschäften aller Marken von H+M bis Gucci.

-  Die Preise im Restaurant abseits der Touristenboulevards sind beeindruckend: Pizza von 3,50 bis 4,00 Euro, Espresso 0,80 Euro, mehrgängiges Menü inkl. Bier oder anderem Getränk für 10 Euro.

-   Ausflüge bieten sich an zum Castel del Monte (einem Schloss aus der Zeit des Stauferkaisers Friedrich II, 1240-1250 erbaut und auf den italienischen 1-Cent-Münzen abgebildet) oder nach Alberobello, wo ein weiträumiges geschlossenes Stadtviertel gänzlich mit runden Trulli bebaut ist; außerdem sehenswert sind die Felsenwohnungen in Matera.

-    Ein Leihwagen könnte eine gute Alternative zum Zug sein, wenn man nicht in Bari wohnt. Wir haben schon zwei Mal im Winter einen Leihwagen für 0 €/Tag mieten können und nur die Vollkaskoversicherung zahlen müssen, die aber auch sehr empfehlenswert ist.

-    In Bari und Umgebung haben Fußgänger Vorrang, auch wenn eine Fußgängerampel rot zeigen würde. Der Autofahrer bremst. Die Bedeutung des Anschnallgurts ist weitgehend unbekannt und Kinder hampeln nach Lust und Laune im Auto herum. Aber: Man fährt (meist) auf der rechten Seite.


Ergebnisse:

 

Herren:
1    LEONARDI MASSIMO    02.26.53    
2    MAINOLFI FRANCO    02.42.34    
3    SARDELLA VITO    02.45.18    

Frauen:
1    MORONI FEDERICA    02.56.33    
2    DI TILLO PAOLA    03.02.45    
3    BONDARA SYLWIA    03.13.24    (POL)

535 Finisher Marathon
400 Finisher Halbmarathon

 


 

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