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Laufberichte

Jetzt geht's in die Wüste....

29.03.05

 
© marathon4you.de

Der erste Schritt in eine helfende Zukunft

 

Nur zu gerne schreibe ich diesen persönlichen Bericht als Dankeschön für alle, die mich virtuell beim Lauf durch die marokkanische Sahara begleitet haben. Ein besonderes Dankeschön verbinde ich damit an diejenigen die mich durch ihre aufmunternden Worte in ihren eMails immer wieder ermutigten, den Kurs zu halten und das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren. Das dadurch die Initiative laufendhelfen.de Unterstützung fand, ist mir an dieser Stelle besonders erwähnenswert. Danke an alle Spender und Unterstützer dieser Initiative, die mit dem Marathon des Sables den ersten Schritt in eine helfende Zukunft getan hat.

 

Schon im September hatte ich mich entschieden am 19. Marathon des Sables in der Zeit vom 8. bis zum 19. April 2004 in der marokkanischen Sahara teilzunehmen. Was anfänglich noch lange in der Zukunft zu liegen schien, kam dann mit riesigen Schritten auf mich zu. Die Veranstaltung forderte bereits im Vorfeld jede Menge Ausdauer und Organisationsbereitschaft. Nicht nur dass man sich körperlich und mental auf den Wüstentrip vorbereiten musste, es galt auch die täglichen Dinge, die während des Laufes so dringend benötigt wurden, in der notwendigen Weise zusammenzustellen und vor allem auch in den Rucksack zu bekommen. Vom Toilettenpapier bis zum Schlafsack musste an alles gedacht werden. Da kam mir bei der Zusammenstellung der Ausrüstung meine erste Teilnahme 2003 schon helfend entgegen.

 

Bei all diesen Vorfreuden und Planungen war der Gründonnerstag dann ganz plötzlich da und ehe ich mich versah, stand ich auch schon inmitten einer vielköpfigen Läuferschar startbereit auf dem Frankfurter Flughafen. Bekannte Gesichter, so genannte Mehrfachtäter, neben neuen erwartungsvollen Gesichtsausdrücken fachsimpelten über Gewicht und Inhalt Ihrer Rucksäcke. Hier hatte jeder etwas zu erzählen und manch einem kam noch die zündende Idee wie er es hätte auch machen können. Zu spät, keine Chance mehr, etwas wesentliches zu ändern. Pünk- tlich hob der Flieger der Air Maroc in Richtung Casablanca vom Rollfeld ab.

 

Bis zum südlichen Spanien war die Sicht leider durch Wolken beeinträchtigt. Gibraltar und die Meerenge zwischen Europa und Afrika boten einen unver- hangenen Anblick. Das Wetter in Casablanca – wie man sich das in Afrika so vorstellt – sonnig und warm. Unsere Uhren wurden an die neue Zeit- zone angepasst und dann hieß es warten. Warten auf den Weiterflug nach Quarzazate, wo ein Übernachtung in einem Hotel gebucht war.


Den herrlichen Ausblick (auf dem Bild rechts) auf die schneebedeckten Berge des Atlasgebirges konnten wir erst beim Rückflug erleben.

 

Spannung bei der Gepäckausgabe am Flugplatz in Quarzazate. Ist auch alles, was ich aufgegeben habe, hier angekommen???? Mit Erleichterung konnten alle kurz nach Mitternacht ihre müden Häupter noch einmal in ein richtiges Kopf-kissen drücken. Nach einer kurzen Nacht eine letzte Dusche, bevor die Reise in die Wüste nun mit Bussen fortgesetzt wurde.

 

Bis zur Weiterfahrt war noch genügend Zeit für eine Lektion in marokkanischem Markttreiben. Eine schier unvorstellbare Atmosphäre für europäisch eingestellte Besucher. Fasziniert von der Farbenpracht, dem Verhandlungsgeschick und der Vielfalt der angebotenen Waren beobachte ich das rege Treiben. Die Bilder werden mir wohl nicht mehr aus dem Kopf gehen und stellen eine große und bunte Bereicherung der Veranstaltung dar.

 

Auch heute wieder pünktlich (afrikanisch pünktlich – heißt ungefähr genau um die verabredete Zeit plus/minus 1 Stunde) schlossen sich die Türen unseres Busses zur Fahrt an den Startplatz. Kurzer Stop am Stadtrand von Quarzazate, um Wasser und Lunchpakete aufzunehmen, dann waren wir endgültig nicht mehr aufzuhalten. Mit konstanter Geschwindigkeit rollte unser Transportmittel auf immer enger werdenden Straßen seinem Tagesziel entgegen. Gegenverkehr und zu langsam fahrende PKW fanden keine Gnade bei den Bustreibern. In atemberaubender Weise umfuhren sie jedes Hindernis.

 

Der auf natürliche Weise erzwungene Zwischenstopp (Wasserflasche leer – Blase voll) diente dem ersten Annäherungsversuch an die Bedingungen in der Wüste.

 

Dann endlich verließen wir die asphaltierte Straße. Lange Zeit holperten wir über eine staubige Piste und alle glaubten schon der Bus würde bis zum Biwak fahren. Doch dann kamen am Horizont die Sagen umwobenen Fahrzeuge für den Weitertransport in Sicht, die normalerweise sicher nur unseren vierbeinigen Freunden vorbehalten sind. Wer es bequem wollte versuchte einen Militärtransporter mit Sitzgelegenheit zu erhaschen. Die strapaziösere Variante war sicher die Wahl der Weiterfahrt auf der offenen Ladefläche der marokkanischer LKW’s.


Hilflos dem Fahrer dieser Massentransporter ausgeliefert, flogen wir, kein Schlagloch auslassend dem Biwak entgegen. Spätestens hier hatte das Unternehmen Marathon des Sables in seiner berühmt berüchtigten Härte begonnen.

 

Die Zeit bis zum Start am Sonntagmorgen war schon verplant. Nach dem Einzug in das Berberzelt Nummer 33 machte ich mich mit der Umgebung, die nunmehr für acht Nächte meine Behausung in der Wüste sein sollte, vertraut. Das Zelt bot Platz für eine 8-köpfige Gruppe. Überwiegend bekannte Gesichter, mit denen ich schon so manchen Lauf bestritten habe. Eine tolle Truppe, wie sich im Verlauf der folgenden Tage noch zeigen soll.

 

Die erste Nacht unter dem Sternenhimmel der Sahara bietet den Teil- nehmern die Chance, sich mit der nächtlichen Temperatur auseinander zu setzen. Wer hier friert, hat noch die Möglichkeit, eine Salami gegen einen warmen Pullover zu tauschen, bevor er sich am Tag vor dem Rennen endgültig für seinen Rucksack entscheiden muss und seine Reisetasche in die Obhut des Veranstalters gibt.

 

Dies geschieht beim sogenannten Check-In, zu dem sich jeder in geordneter Weise zu vorbestimmter Zeit entsprechend seiner Startnummer einfindet. Hier wird die Ausrüstung auf Vollständigkeit überprüft. Die Pflichtutensilien werden durch eine Notrakete (fast 400 g) für die ganz traurigen Fälle ergänzt. Die vorgeschriebene Lebensmittelmenge wird dabei genauso einer Kontrolle unterzogen, wie die medizinischen Vorschriften. Wer sein maximal 4 Wochen altes EKG zu Hause vergessen hat, dem steigt jetzt der Adrenalin- spiegel. Reibungslos werden die fast 600 Teilnehmer durch diese Kontrolle geschleust und schließlich ist jeder froh, die überfüllte Reisetasche endlich abgegeben zu haben. Das was jetzt noch vorhanden ist muss irgendwie in den Rucksack passen.

 

Pünktlich am Morgen, Mittag und Abend werden wir noch den ganzen Sams- tag vom Veranstalter mit bestem Essen bei Laune gehalten. Wie es in Frankreich so Sitte ist, wird zu jeder Hauptmahlzeit auch Rotwein gereicht. Die französische Küche verdient auch in der Wüste Lob.

 

Die Stimmung am Vorabend des Rennens könnte besser nicht sein. Alle sind froh, endlich in den Startlöchern zu stehen und tauschen jede Menge Vorahnungen, Erwartungen und Erfahrungen aus. Die Mehrfachtäter werden schnell zu Mehrfachbefragten und geben gerne Ihre Erlebnisse zum Besten. Der Spruch des Tages kommt für mich aus dem Mund eines Läufers der während seiner Trainingszeit zu Hause wohl des Öfteren von seinen Mitläufern auf seine extreme Einstellung zum Laufen angesprochen wurde. Er meinte: “Endlich bin ich jetzt mal unter normalen Läufern“. Es ist eben alles relativ.

 

Es ist Ostersonntag, und jeder hat dran gedacht. Von Gummibärchen und aufmunternden Sprüchen über nostalgische, überdimensional große Ostereier bis hin zu gebackenen Osterlämmern findet sich in unserem Zelt am Morgen alles. Dieser besondere Tag verlangt auch ein besonderes Zeremoniell des Weckrufes und so begleite ich meine Zeltnachbarn durch ein kräftiges „Frohe Ostern“ von der Nacht in den Tag.

 

Das Roadbook verspricht uns heute eine Einstiegsetappe von 28 km. Kraftvoll und nahezu gierig nach dem Lauf in Sand und Geröll stürmt die Meute nach dem Briefing durch das Marathontor in die endlose Weite. Begleitet vom Hubschrauber zieht sich das Feld schnell auseinander und ein riesiger Läuferwurm kriecht unaufhaltsam in Richtung des ersten Kontrollpunktes. Ehe man sich versieht, sind schon 10 km (oder soll ich sagen ein vierundzwanzigstel) der Laufstrecke absolviert. Ging doch gut bis hier her !?!?!? – doch Vorsicht – wer hier den Abend vor dem Morgen lobt wird die Gesetze der Wüste noch in ihrer vollen Härte zu spüren bekommen.

 

So ein Kontrollpunkt ist für Läufer meiner Leistungsklasse wie eine Oase inmitten der Wüste. Nicht nur, dass man dort Wasser für die nächsten Kilometer in Empfang nehmen darf, es ist mehr eine Stätte der Erholung. Im Kreise der überaus freundlichen und hilfsbereiten Organisatoren präpariere ich mich für die nächste Teiletappe, fülle meine Trinkflaschen auf und bringe meinen Kohlehydrathaushalt wieder in den grünen Bereich. Beruhigend auch zu wissen, dass man bei Erreichen eines jeden Kontrollpunktes registriert wird. Noch eine kurze Unterhaltung über dies und jenes, doch meist über die Strapazen des Laufes und der Rucksack sitzt schon wieder auf den alten Druckstellen und die Beine drängen nach Bewegung. So ist es noch am Anfang, später ist es eher der Kopf, der das Startkommando an den Bewegungsapparat gibt und dabei allzu gerne überhört würde.

 

Gegen Ende der Tagesetappen steht das rettende Biwak im Mittelpunkt mentaler Schwerstarbeit.

 

Eigentlich kann es nicht mehr weit sein, doch immer noch nichts in Sichtweite, obwohl in dieser flachen Landschaft die Blicke weit draußen enden wo Himmel und Erde zusammentreffen. Und doch stehe ich dann plötzlich vor den Zelten und frage mich warum ich erst jetzt unser Wüstenhotel wahrnehme. Um sicher zu gehen, prüfe ich die Möglichkeit einer Fata Morgana mehrmals ab bevor ich mich dann endgültig freue nun bald am Tagesziel anzukommen. Meinem körperlichen und mentalen Zustand kommt es schon sehr entgegen, dass die Berberzelte jeden Tag in gleicher Reihenfolge platziert sind. So werden an die Navigation vom Zieleinlauf bis zur Wüstensuite keine besonderen Ansprüche mehr gestellt. Dies schont die Kräfte von Körper und Geist enorm, denn schlagartig mit dem Überschreiten der Ziellinie schalten alle Systeme auf Sparflamme. Die Beine werden schwer, die Blasen an Füßen fangen plötzlich wieder an zu schmerzen, der Kopf fragt nach einem Fahrdienst zur Schlafstätte und Hunger bekomme ich auch schlagartig. Eine Erfahrung, die ich täglich in dieser Weise mache und deren Gesetze ich irgendwann einmal verstehen möchte.

 

Die Regeneration wird sofort nach dem Absetzen des Rucksackes eingeleitet. Zuführen von Mineralien und Kohlehydraten in Form von flüssiger und fester Nahrung ist jetzt sehr wichtig. Die nötige Ruhe findet der Körper nach einer solchen Etappe im Allgemeinen in horizontaler Lage. Ein schönes Gefühl auf die vollbrachte Leistung zurückblicken zu können.

 

Aber noch ist nicht aller Tage Abend. Am vierten Tag sind wir für die Königsetappe vorbereitet. Es gehört einfach zum Marathon des Sables dazu, dass eine Etappe durch ihre Länge die Ausdauer der Läufer auf die Probe stellt. Dabei gilt die Regelung, dass die 50 wertungsbesten Läufer 3 Stunden nach dem Hauptfeld auf die Strecke entlassen werden. Dass diese später aber zu den ersten beim Zieleinlauf zählen, muss ich sicher nicht ausdrücklich erwähnen.

 

Mich hat es jedenfalls fast aus den Schuhen geweht, als mich der Winddruck des ersten Läufers nach 23 km erreichte. Da macht man sich so seine Gedan- ken, wenn man diese Leistungsunterschiede so hautnah erleben darf. Trost fand ich schließlich in meinem Ziel – dabei sein, Spaß haben und lachend ins Ziel kommen. Damit konnte ich jeden, der mich überholte, akzeptieren und auch noch meine Anerkennung in Form von Applaus mit auf den Weg geben. Das Zeitgefühl stand bei dieser Etappe völlig auf dem Kopf. Aufgrund der besonderen Bedingungen (Hitze, Sand, Geröll, Rucksack usw.) war eine präzise oder auch nur näherungsweise Vorhersage der benötigten Zeit nicht möglich. Allein meine Erfahrung aus dem vergangenen Jahr erlaubte mir eine vage Prognose. Es war jedenfalls völlig klar, dass die Nacht zum Erreichen des Ziels für mich zum Tag gemacht werden musste.

 

Zum Sonnenuntergang hatte ich immer noch ca. 30 km zu laufen. Diesen sichtbaren Wechsel im Tagesverlauf nutzte ich zur Stärkung.


Dann setzte ich meinen Weg durch die Nacht fort. Zum Teil alleine oder auch in einer Gruppe führte der Weg wie durch eine Halle mit fantastischer Deckenbeleuchtung durch die klare Nacht der Sahara. Die Kraft lässt merklich nach und schlafwandelnd folgt der Körper der automatisierten Fortbewegung. Mentale Triggerimpulse sind ab und an notwendig, wenn die Signale der Beine und Füße nach einer Pause fragen. Ich diskutiere da nicht lange und sende zum Teil harsche Befehle an die Dienstleister, die zum Teil mit Krampf oder Instabilität auf unwegsamem Untergrund drohen.

 

Irgendwie kann ich mich aber doch arrangieren und immer wieder neu motivieren. In dieser Situation bin ich zwar alleine in der Wüste aber gedanklich sehr nah bei meiner Familie. Wie gerne würde ich diese Erfahrung des Kampfes mit dem inneren Schweinehund an meine Kinder weitergeben. Um wie viel einfacher wäre es für sie den schulischen Stress zu bewältigen.

 

So in Gedanken versunken vergeht Kilometer um Kilometer. Auch die Initiative laufendhelfen.de wird in dieser Nacht beleuchtet.

 

„Licht ins Dunkel bringen“ - dieses Motto baue ich mit vielen Ideen und Möglichkeiten aus.

 

Immer noch in Bewegung, Schritt für Schritt dem Ziel näher, das nach dem letzten Kontrollpunkt eigentlich nicht mehr weit sein kann. Dann wieder die Kontrollfrage – ist das alles ein Traum oder laufe ich wirklich???? Wie kommen Tulpen in die Wüste????

 

Zeitweise scheine ich alleine in der Wüste unterwegs zu sein, ein für mich beglückendes Gefühl, soviel Raum und Platz für mich alleine. Zeitgleich mit diesem Gedanken erkenne ich aber auch die Bedeutungslosigkeit des Menschen inmitten dieser unwirtlichen Umgebung. Ich fühle mich wie auf einer Achterbahn der Gedanken. Auf und Ab in ständigem Wechsel. Doch am Ende dieser langen Etappe steht das Fazit fest. Ein steiniger Weg im wahrsten Sinne des Wortes der einem alles abverlangte. Der Lohn der Strapaze ist innere Zufriedenheit, Freude und Glücksgefühl. Die selbst gestellte Frage nach einer Wiederholung beantworte ich eindeutig mit JA.

 

Ich fühle mich inmitten dieser Veranstaltung wohl behütet. Ständige Begleiter haben die Läufer immer im Blick.


Die DOC-Trotter verbreiten eine positive Stimmung in zum Teil hoffnungslos erscheinenden Fällen. Frei nach dem Motto – immer wenn Du glaubst es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her – „reparieren“ sie mit Einfühlungsver- mögen und medizinischer Kenntnis die schlimmsten Füße. Sie kümmern sich um die physischen Probleme und verhelfen damit der Psyche zu einem leichteren Spiel.

 

Wenn ein Fuß nicht mehr in den Schuh passt, ist das noch kein Grund zum aufgeben. Wozu schreibt denn der Veranstalter ein Taschenmesser als Pflichtausrüstung vor????

 

Mit so geänderter Schuhgröße macht doch der Weg durch Dünen wieder Spaß. Auch diese Disziplin ist alljähr-licher Bestandteil der Veranstaltung. Fast 20 km am Stück durch feinsten Eieruhrensand verspricht das Road-book. Hat man sich erst mit den Schönheiten der Wüste arrangiert und sie als Freund anerkannt, ist diese Etappe ein weiteres Highlight im Erfahrungsschatz den man nach 7 Wettkampftagen und ca. 240 km mit nach Hause nehmen darf.

 

Schnell wird einem klar wo in diesem überdimensionalen Sandkasten der beste Weg für einen verläuft. Sich im Fahrwasser der Vorläufer zu bewe- gen, heißt schwerste Gangart im auf- gewühlten Sand.

 

Besser ist man da schon bedient, abseits dieser Spuren seinen eigenen Weg zu suchen. Die richtige Technik beim Aufsetzen des Fußes verhindert zumeist auch das tiefere Einsinken. Das Tragen von Gamaschen ist aus meiner Sicht kein Luxus, sondern erhöht den Spaßfaktor beim laufen durch den lockeren Teil der Sanddünen, wo das Ein- sinken weit über den Knöchel hinaus vorprogrammiert ist.

 

Nach Tagen der eingeschränkten Farben führte die Schlussetappe schon fast zu einer Überreizung des Auges. Soviel Grün und Farbenpracht nach den Tagen der Entbehrung belohnte die Läufer in besonderer Weise für die hinter ihnen liegenden Strapazen. Ähnlich wie bei einem Stadtmarathon wurden wir auf den letzten 20 Kilometern von Zuschauern angespornt und bejubelt. Unzählige Kinder standen am Wegrand und trieben uns mit ihren An- feuerungsschreien dem Ziel entge- gen. Sicher ein besonderer Tag im Leben der Schüler, die, so dachte ich mir, am nächsten tag sicher einen Aufsatz schreiben mussten – Thema: „Warum läuft man durch die Sahara??“ oder Ähnliches.

 

Aber auch für mich war es ein besonderer Tag. Zum zweiten Mal war ich beim Marathon des Sables, einem wahrlich harten Lauf mit eigenen Gesetzen, der alles von einem abverlangt, will man lachend die Ziellinie überqueren. Und wie im letzten Jahr habe ich es wieder geschafft, ich habe gelacht und auch ein bisschen geweint, vor Freude und Glück, diese Herausforderung und alles was damit im Zusammenhang stand, erfolgreich beendet. Es war mehr als nur eine Reise in eine fremde Welt oder ein Erlebnis, mehr als nur ein verrückter Lauf. Mit Sicherheit eine Erfahrung die tief greifende Eindrücke fest verankert hat. Für mich brachte es ein Stück Lebenserfahrung und Bereicherung, von der ich sicher noch lange zehren kann.

 

Es gibt viel mehr zu erzählen, als ich hier . aufschreiben kann Seid Ihr interessiert?

 

Wie wär’s mit einem Bilderabend für einen guten Zweck in Eurem Lauftreff? Gebt mir ein Feedback, schreibt eine eMail, nutzt das Forum. Denkt an die Veranstaltungen von laufendhelfen.de. Mit Eurer Teilnahme könnt Ihr aktiv helfen.

 


 

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