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Laufberichte

Ironwoman Birgit

24.06.07

"Das war ein schönes Erlebnis!!"

 

Vorwort von Volker Berka:

Aus dem umsichtig und routiniert agierenden Hauptorganisatorenteam des mittlerweile bereits zum 5. Male ausgerichteten Weiltalweg-Landschaftsmarathons ist Birgit Roos nicht wegzudenken. Sie ist die "gute Seele" und "Mädchen für alles" dieser hervorragenden Laufveranstaltung. Hunderte von Teilnehmerinnen und Teilnehmern haben die Ruhe, die Birgit ausstrahlt, ihre stets vorhandene Ansprechbarkeit und die von Herzen kommende angenehme Freundlichkeit, mit der sie jedermann begegnet, im Laufe der Jahre zu schätzen gelernt.

 

Aber Birgit ist nicht nur als Organisatorin, sondern auch als aktive Sportlerin Großes zu leisten im Stande. Am Sonntag, dem 24.06.2007, fügte sie der langen Reihe ihrer Erfolge beim "Quelle Challenge Roth" ein weiteres Highlight hinzu - sie finishte ihren ersten Langdistanz-Triathlon und kann sich nun als "Ironwoman" bezeichnen. Nachfolgend der - wie ich meine - sehr informative Inhalt einer E-Mail, in der Birgit guten Freunden und Bekannten ihr großartiges Erlebnis mitgeteilt hat (Birgits Erlaubnis zur Veröffentlichung ihrer an sich persönlichen Nachricht ist erteilt):

 

Triathlonbericht von Birgit Roos:

 

Nun ist es offiziell: ich bin eine Challenge(Iron)-Woman. Der erste Langdistanz-Triathlon ist geschafft. Vielen Dank an alle, die mir die Daumen gedrückt und mir viel Glück gewünscht haben. Dankbar bin ich auch für die vielen Tipps und Ratschläge, die ich von erfahrenen Ironman-Finishern im Vorfeld erhalten habe.

 

Hier meine positive Erfahrung über 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42,195 km Laufen:

 

Um noch ein paar Tage Ruhe vor dem Wettkampf zu haben, sind wir schon am Donnerstag nach Roth gereist. Nadja hatte für den Tag X Urlaub genommen und ist aus London eingeflogen. Wir hatten in der Nähe eine Ferienwohnung gemietet, um unabhängig zu sein. Gleich am Donnerstagnachmittag habe ich die Startunterlagen abgeholt und wir haben uns den Triathlonpark angesehen. Am Freitag sind wir die Radstrecke mit dem Auto abgefahren. Bei der Streckenbesichtigung wurde mir die Angst vor dem Kalvarienberg bei Greding genommen, weil dieser Berg im Streckenprofil sehr steil dargestellt wird. Am Samstag gab es dann schon ein volles Programm. Fahrrad einchecken, Parkplatz für Sonntag suchen, damit Herbert und Nadja nach dem Schwimmen ohne Streckensperrung zur Radstrecke fahren konnten, "Nudeln satt" essen, Wettkampfbesprechung. Danach endlich ausruhen für Sonntag.

 

Eine der größten Herausforderungen war für mich als Morgenmuffel das Aufstehen um 3:15 Uhr, Frühstück, Abfahrt um 4:15 Uhr. Am Schwimmstart angekommen, Arm mit Startnummer und Wade mit Altersklasse beschriften, Fahrrad aufpumpen, Kleiderbeutel abgeben und startfertig machen. Pünktlich um 6:20 Uhr Start der ersten Startgruppe, das waren die Profis und alle Frauen. Das Schwimmen war für mich sehr gut, ich hatte schnell meinen Rhythmus gefunden und eine reine Schwimmzeit von 1:40 Stunden. Die erste Radrunde lief optimal, zu Beginn der zweiten Runde wurde es plötzlich sehr warm und ich hatte damit etwas Probleme. Im Zielbereich habe ich gehört, dass damit viele Probleme hatten. Die zweite Hälfte der 2. Runde war wieder gut und die letzten 8 km abwärts nach Roth ließ ich es langsam angehen um Kraft zu sparen.

 

Als die netten Helfer mir das Fahrrad abgenommen hatten, bin ich schon etwas "geeiert" bis zum Umkleidezelt. Dort habe ich mich in Ruhe umgezogen, noch etwas Obst gegessen, um die letzte Disziplin in Angriff zu nehmen. Auch hier habe ich einen Rat befolgt und bin langsam mit kurzen Schritten losgelaufen. Ich habe mich schon gewundert, dass meine Beine so gut waren und ich richtig locker loslaufen konnte. Die Laufstrecke am Kanal entlang ließ sich gut laufen, alle 2 km Verpflegungsstände mit allem, was man sich denken konnte. Ich habe einige Stücke Wassermelone gegessen, was mir sehr gut bekam und einige Powergels zu mir genommen.

 

Zwischen km 26 und 28 hatte ich dann einen kleinen Einbruch, die Beinmuskulatur wurde müde und neigte zum Krampfen. Mit dem Schwamm habe ich mit kaltem Wasser die Beine gekühlt, Salzwasser und Cola getrunken und von Tuc-Keksen das Salz abgeleckt (und die Kekse weggeworfen). Danach lief es wieder gut bis ins Ziel und mit meiner Marathon-Zeit von 4:48 Stunden war ich mehr als zufrieden, nachdem ich vorher gedacht hatte, dass ich es nur in 5 Stunden oder knapp darüber schaffen könnte.

 

Im Ziel standen (nachdem sie schon vorher an 3 Punkten auf der Radstrecke und an der Laufstrecke waren) Herbert und Nadja auf der Tribüne in der ersten Reihe und ich bin nach dem Zieleinlauf zu ihnen gegangen. Meine ersten Worte waren: "Das war ein schönes Erlebnis!!"

 

Ich wollte einfach nur ankommen, aber insgeheim hatte ich schon im Hinterkopf, dass ich gerne eine 13 vor dem Komma haben möchte, was ich auch geschafft habe. Ich hatte nicht den Eindruck, dass ich 13:48 Stunden unterwegs war und hätte vorher nie gedacht, ein so positives Erlebnis zu haben.

 

Mit meiner Verpflegung auf dem Rad und auf der Laufstrecke habe ich alles richtig gemacht und hatte keinerlei Probleme. Nach dem Duschen und einer Massage konnte ich auch etwas essen, danach Fahrrad abholen und in die Ferienwohnung fahren, wo es noch Sekt gab. In der Nacht habe ich schlecht geschlafen, weil ich noch total euphorisch war. Die Müdigkeit kam am Montag auf der Heimfahrt und zu Hause waren nach dem langen Sitzen die Beine steif, was schnell wieder vorbei war, nachdem sie bewegt wurden.

Und nun? Auf zu neuen Taten!!

 

Nachsatz von Volker Berka:

Ich weiß inzwischen, welches die nächste "neue Tat" sein wird. Ende Juli will Birgit im Montafon in einem Wettkampf die "Europatreppe" hochlaufen. Dabei sind 4.000 Stufen, 800 Höhenmeter und eine Steigung vom 86 % zu bewältigen. Im letzten Jahr hat Birgit 37 Minuten benötigt. Dieses Resultat zu verbessern will Birgit versuchen. Dabei kann sie optimistisch zu Werke gehen. Am 13. Mai dieses Jahres hat Birgit nämlich bereits den ersten "Sky-Run auf den Frankfurter Messeturm" (1.361 Stufen und 61 Etagen) bestritten. Sie benötigte 11:54 Minuten und bezeichnete diese extremsportliche Betätigung als ein "tolles Erlebnis". So ist sie eben, die liebe Birgit. Schmerzen scheint sie nicht zu kennen.

 


 

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