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Laufberichte

Glühwein zum Advent

26.11.16

7. Glühweinlauf - In Ermangelung eines harten Trails
und im Hinblick auf den 1. Advent

Es ist der 1. Advent und das heisst, in Marienhagen im Oberbergischen findet der Glühweinlauf statt. Es ist ein etwas anderer Trail. Es geht durch die schöne Landschaft des Oberbergischen auf und ab, zumeist auf Forstwegen. Asphalt muss kaum unter die Füße genommen werden.

Bereits zum 7. Male treffen sich die Läufer an der Grundschule in Marienhagen. Hier gibt es die Startunterlagen, das Kuchenbuffet und die Kleiderabgabe. Der VFR Marienhagen als Veranstalter kann sich freuen. 702 Voranmelder für die verschiedenen Läufe – Hauptlauf über 10 Km,  Schülerlauf über 1,7 Km, Nordic Walking über 7,3 Km und 5 Km-Jedermannslauf – bedeuten einen neuen Teilnehmerrekord.

Beim Parkplatz in der Ortsmitte steigt neben mir Helmut Urbach aus dem Auto. Helmut war der erste Läufer, der die 100 km unter sieben Stunden lief. Ein Laufurgestein. Auch Helmut will heute beim Glühweinlauf seinen Spaß haben.

Ich treffe an der Grundschule wieder viele bekannte Gesichter. Wir holen uns die Startunterlagen und gehen sodann  eine Etage tiefer, um uns für den Lauf umzuziehen. Die Taschen werden an der Kleiderabgabe deponiert.

Der Start ist um 14 Uhr. Mit der Nikolausmütze aus dem Starterbeutel auf dem Kopf schauen wir uns den Lauf der Glühwürmchen = Bambinilauf an. Der Wettergott meint es gut mit uns. Es ist trocken und nicht zu kalt. Frisch ist es, aber gut zu laufen.

 

 
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Vorfreude


Ich freue mich auf einen schönen Lauf über 10 Km mit 170 Höhenmetern. Aber auch auf die Einlösung des Bons für einen Glühwein auf dem Stand des VFR Marienhagen auf dem an diesem Wochenende in Marienhagen stattfindenden Weihnachtsmarkt.

Es geht los. Zum Auftakt dürfen wir über Asphalt einen Berg hinunter laufen. Der erste Km ist schnell geschafft. Die Läuferschar zieht sich hier schon auseinander. Nach dem Überqueren der Merkausener Straße steht der erste Anstieg an. Es geht ordentlich den Berg hinauf. Mit der Nikolausmütze auf dem Kopf läuft mir schon der Schweiß. Da ich gerade erst wieder mit dem Training angefangen habe, lasse ich es ruhig angehen. Stefan zieht an mir vorbei.

An einer Abzweigung stehen Streckenposten und weisen uns nach rechts in den Wald. Ein Pittermännchen (=10l Bierfäßchen für Nichtkölner) zeigt, hier geht heute noch was ab. Im Wald  können wir auf dem Waldweg ohne nennenswerte Steigerungen laufen.

Wir nähern uns der ersten Verpflegung. Hier steht schon Marcel und trinkt Glühwein. Er sagt, er warte auf Wolfgang. Offensichtlich schmeckt ihm der Glühwein. Mir auch. Allerdings trinke ich die Variante ohne Alkohol. Viele Läufer machen hier eine längere Pause und genießen den Glühwein. Ich sehe auch einige Lauffreunde vom Lauftreff Engelskirchen. Auch zwei Läufer mit Hundebegleitung sind wieder dabei. Kriegen die Hunde auch Glühwein?

Direkt hinter der Glühweintanke geht es links ab. Rechts liegen Wiesen, links Wald. Km 2 wird passiert. Die gelben Km-Schilder stehen für den 10 km-Hauptlauf, Rot für den 5er und Blau weist den 7,3 Km-Nordic Walkern den Weg.

Es läuft gut. Ein richtig schöner Trainingslauf mit Unterhaltungscharakter. Auf schönen Forstwegen mit wenig Auf und Ab laufen wir durch den Wald. Die Strecke ist mit Sägemehl, Absperrband, Wegweisern und Streckenposten gut markiert. Wir passieren einen Abzweig der 5er. Alle Läufer sind gut drauf. Die Stimmung ist prächtig.

 

 
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Glühwein zum Zweiten und Höllental

 

An einem Abzweig nach Km 3 sitzt wieder ein Streckenposten und weist uns den Weg. Wir passieren die Stumpe Eiche. Weiter geht es auf schönen Waldwegen durch Laub- und Nadelwald. Eine scharfe Biegung nach rechts fordert koordinative Fähigkeiten ab. Geradeaus käme man (irgendwann) nach Paris. Gut, dass ich das Schild noch rechtzeitig gesehen habe.

Wir kommen an die zweite Verpflegung. Wieder treffe ich Marcel beim Glühwein. Dieter trinkt einen mit, Peter sieht es sportlicher und zieht vorbei. Der hat noch was vor heute. Er wird im Ziel unter einer Stunde bleiben.

Wir laufen an Km 5 vorbei. Die Hälfte ist geschafft. Da ich heute ohne Uhr laufe, kann ich auf keine Endzeit schließen und erfreue mich ohne Zeitdruck des Laufes. Ich kann es nun einige hundert Meter richtig krachen lassen. Das Höllental wartet auf uns. Und hier heißt es abwärts laufen. Das ist so richtig mein Ding.

Aber aufgepasst. Eine scharfe Biegung führt uns am Ende des Höllentals nach rechts. Und wieder ist Steigung angesagt, allerdings moderat. Links liegen wieder Weiden, rechts ist Wald. Km 7 wird überlaufen. Eine weitere Verpflegung bietet Glühwein. Das hier ist nichts für Asketen. Und wenn doch, müssen sie mentale Stärke beweisen. Ein tolles Angebot hier. Danke an alle Helfer.

 

 
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Flußquerung

 

Die „Schlüsselstelle“ des Laufes steht uns nun bevor. Ein Bach mit einer Wasserhöhe von fünf Zentimetern fließt mitten über den Weg und ist zu überlaufen. Ich schaffe den Sprung über das reißende Wasser und stelle mich der folgenden Steigung.

Auf der Höhe angekommen sind wir schon in Merkausen. Es geht rechts ab und kurz durch den Ort bevor wir den Aufstieg zum Mount Merkausen in Angriff nehmen. Ober am Waldrand wartet wieder die erste, jetzt letzte Verpflegungsstelle auf uns. Km 8 wird unmittelbar vorher passiert. Ich genieße den Glühwein (Kinderpunsch) und beschließe, nun Jens und Karl-Heinz zu begleiten. Jens ist für diesen Lauf extra aus München angereist!

Zurück in Merkausen nehmen wir nach einer Stärkung den schon bekannten Rückweg in Angriff. Noch einmal durch den Wald, auf Asphalt hinunter und über die Merkausener Straße. Jetzt noch den Schlussanstieg meistern und die Zielglühwein genießen. Kann das Laufen schön sein.

Ein wirklich schöner Lauf ist zu Ende. Viele haben ihn als Funrun genossen. Aber der Lauf ist auch eine richtige sportliche Herausforderung mit seinen Höhenmetern. Für mich war es heute ein echter Genusslauf. Das nächste Mal steht vielleicht wieder das Sportliche im Vordergrund.

Im Ziel treffe ich noch Richard Glatz. Eine Läufgröße im Oberbergischen. Richard wird heute Zweiter in guten 35,28. Nach der Dusche geht es traditionell noch auf den Weihnachtsmarkt von Marienhagen. Schließlich muss der Glühweinbon aus dem Starterbeutel beim Stand des VFL Marienhagen eingelöst werden.

Inmitten des Trubels des überschaubaren Weihnachtsmarktes findet die Siegerehrung statt.

Nicht nur ich bin guter Stimmung. Die meisten Teilnehmer werden wiederkommen. Der Glühweinlauf hat das Zeug ein richtiger Kultlauf zu werden. Schon heute waren alle Startnummern vergriffen und es konnten nur noch wenige Nachmelder angenommen werden.

 

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Also, für den nächsten Glühweinlauf am 02.12.2017 die Onlineanmeldung nutzen und sich den Start sichern.


 
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Fazit


Klasse Lauf, schöne, interessante Strecke, gute Organisation, empfehlenswert als Spaßlauf und zugleich sportliche Herausforderung

Siegerin: Birgit Lennartz  44,33,  Sieger Christian Schmidt  35,08

 


 

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