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Arad-Marathon: Wenigstens einmal Sef statie

 

Giuseppe Raguso, mit 53 Ländern Mitglied im Country Marathon Club, der letzten Samstag im Bus auf der Rückfahrt von Hasani nach Novi Grad, Ausgangspunkt des bisher 3. und einzigen Marathons in Bosnien-Herzegowina, darauf hinwies, dass eine Läuferkollegin aus Beograd am 6. Juni im rumänischen Arad antreten will, hat mich motiviert, statt wie zunächst geplant 120 km ins benachbarte tschechische Horni Stropnice (Stropnitz) zum Silva Nortica Run doch lieber von Wien aus 520 km durch Ungarn nach Transsilvanien zu fahren.

Mein neues Becker-Navi mit den Straßenkarten aller europäischen Länder hat letzte Woche die Bewährungsprobe nur bedingt bestanden, daher besorge ich mir noch rasch eine aktuelle Ungarnkarte auf Papier. Seit einem Jahrzehnt ist die geplante Autobahnverbindung von Szeged nach Arad und weiter anstelle der bestehenden E68 im Bau, daher sind die errechneten 5:10 Stunden Fahrzeit nur bei geringem Verkehrsaufkommen zu erwarten.

Mit Lufthansa oder Tarom über München würde der Flug nach Arad inklusive Umsteigen und Einchecken auch solange dauern, aber mehr als 100 Euro kosten – 1 Liter Diesel kann man in Wien an bestimmten Diskonttankstellen noch immer mit 1,14 Euro bekommen.

Ich fahre am Freitag um 6:30 Uhr morgens ab, brauche für den Vignettenkauf in der Raststation nahe Hygeshalom ca. 10 Minuten und erreiche nach ca. 2 Stunden auf der M1 Budapest. Die Umfahrung auf die M5 nach Szeged zieht sich, über die sich durch viele kleine Ortschaften schlängelnde M43 inmitten Hunderter LKWs geht es weiter zum ungarisch-rumänischem Grenzort Nagylak. Für das kurze Teilstück auf der A1 muss ich mir auch eine Rovignette um 5 Euro für 7 Tage kaufen, doch 25 km sind es wert. Nur der deutschen Stimme im Navi hat es die Sprache verschlagen, die Dame mit dem Tonfall einer ZDF-Ansagerin schweigt, nachdem sie mir mehrmals geraten hat, die E68 zu nehmen und umzukehren.

Erst als ich nahe dem Flughafen ins Zentrum von Arad abbiege, wird die Sprecherin wieder munter und lotst mich durch das Stadtgebiet zum Hotel Forum Continental, ein Hochhaus und das beste Hotel der Stadt, das ich um 43 Euro pro Nacht günstig buchen konnte.

Im Geiste klopfe ich mir auf die Schulter und auch meinem Volvo V70, wir beide sind zusammen gut angekommen. In Rumänien, genau in Bukarest, war ich erst einmal, das liegt lange zurück. Umso mehr erstaunt mich, wie modern und sauber Arad im Zentrum ist. Nach der blutigen Revolution in der Hauptstadt, die mit der Hinrichtung von Staatspräsident Ceausescu durch ein Militärgericht am 25. 12. 1989 endete, wurde die kommunistische Führung auch in Arad gestürzt.

Rumänien, ein Land mit ca. 20 Mio. Einwohnern im Grenzraum zwischen Mittel- und Südosteuropa gelegen, ist seit 2007 Mitglieder der Europäischen Union. Zahlungsmittel ist der Leu, für einen Euro bekommt man ca. 4,3 Lei. Arad, ca. 150.000 Einwohner, davon gut 10.000 Ungarn und 2000 Deutsche, liegt im äußersten Westen des Landes, nur ca. 25 km von der ungarischen Grenze, aber 550 km von Bukarest entfernt.

Was ich erst nach der Ankunft mitbekomme, obwohl mich die ausgewiesene Uhrzeit am Navi schon während der Hinfahrt stutzig gemacht hat, ist die Zeitverschiebung: eine Stunde ist die Uhr vorzudrehen. In Wien ist es 13 Uhr 30, in Arad schon 14 Uhr 30. Daher kann ich mein Zimmer im 9. Stock des Forum Continental auch schon beziehen. Ein elektronisch abgesicherter Parkplatz rund um das Hotel mit einigen Schattenplätzen unter Bäumen und Dächern kostet 5 Euro für 24 Stunden.

Registrieren (auf Englisch neben Rumänisch und Ungarisch) konnte man sich für den anstehenden 5. Arad-Marathon bequem über die Website des Veranstalters, auch nach dem 31.Mai 2015 war dies noch möglich. In den umgerechnet 15 Euro (gestaffelt und somit bei meiner Anmeldung gleich nach dem Novi Grad Marathon die höchste Gebühr) sind für die Marathon- und Halbmarathonstarter ein schickes Funktionsshirt inkludiert, ferner eine gediegene Finishermedaille (zwei Designkreationen standen zur Vorabauswahl für Frühbucher: eine Variante  mit eingravierter Festung der Stadt aus dem 18. Jh. und zum anderen ein Motiv des rumänisch-ungarischen Erholungsparks) und die Option an einer geführten Sightseeing-Tour durch Arad sowie die Teilnahme an der Pasta-Party in einem Nebengebäude der Universität.

 
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Nach der langen Autofahrt bei Außentemperaturen über 30 Grad, die ich trotz Klimaanlage auch im Innern des Autos gespürt habe, gönne ich mir eine Dusche und genieße anschließend bei einem Bier aus der Minibar am Balkon den Rundblick vom 9. Stock des Hotels. Der Fluss Marosch (rumänisch Mureș), der sich in Mäanderform durch die Stadt schlängelt, sticht im Panorama auch wegen seiner scheinbar optisch etwas ins Bräunliche gehenden Oberflächenfarbe trotz eingebetteter grüner Parklandschaft mit hohen Laubbäumen, die sich eigentlich im Wasser spiegeln sollten, hervor. Wir wissen, dass unsere Wahrnehmung trügerisch ist, ob und welche (Industrie-)Abwässer dort hineinfließen, entzieht sich meiner Kenntnis.

Zur Startnummernausgabe in die Atrium Mall sind es zu Fuß ca. 20 Minuten, also rund 2 km, die mich entlang der Bulevardul Revolutionie führen, vorbei am Rathausplatz, wo morgen der Start und das Ziel des Marathon ist, mit über dem Portal des Gebäudes angebrachten lateinischen Wörtern VIA VERITAS VITA (wohl in Anlehnung an das Neue Testament, in dem der Ausspruch Jesu Christi „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben“ vorkommt ), dem Nationaltheater, der neuen orthodoxen Kirche, der ich einen Besuch abstatte, am Bahnhof von Arad weiter bis zum Shopping Center.

Man vertraut mir, dass ich die 15 Euro angewiesen habe – den Beleg weise ich vor – obwohl offensichtlich ein Zahlungseingang binnen 4 Tagen noch nicht erfolgt ist. Auch zeigt man sich entgegenkommend, als ich das angekreuzte Shirt in XL gegen eines in L umtauschen will. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass hierzulande in jüngster Zeit Leibchen in Größe L fast immer zu klein geschnitten sind, daher wähle ich lieber XL aus, damit meine Bauchmuskeln nicht zu üppig rüberkommen. In die Startnummer ist ein Mikrochip in Plättchenform auf der Rückseite integriert.

Kaum zu glauben aber wahr, wie er leibt, lebt und lacht: Vojislav Ćurulić ist auch wieder hier. In Novo Grad hat er noch verkündet, dass er den 30. Jubiläumsmarathon an den Plitvicer Seen am 7. Juni mitmachen will, nun erfahre ich, dass er morgen gleich nach dem Lauf über Budapest nach Kroatien zurückfahren wird. Damit habe ich kurz auch spekuliert, aber diese Variante für meinen 3. Doppelpack in diesem Jahr aus privaten und familiären Gründen wieder verworfen, ein marathonfreier Sonntag ist auch was wert.

Neben den beiden Hauptbewerben, den Halbmarathon (2 Runden) und den Marathon (4 Runden) auch als Staffel werden Kurzbewerbe über 6 km und 1 km angeboten. Nachmelden kann man sich auch noch bei der Startnummernausgabe.

Am Rückweg gehe ich direkt beim in Renovierung befindlichen Bahnhof vorbei. Eine alte Dampflokomotive ist auf Schienen zur Schau gestellt, in das Gebäude integriert ist eine Postdienststelle. Ansichtskarten gibt es am Kiosk keine, man rät mir in eine librărie zu gehen, im Umkreis ist aber keine Buchhandlung zu sehen. Mir gefällt die Aufschrift „Sef statie“ im Bahnhof: Stationschef müsste man sein, dann könnte man wohl mit dem Zug gratis von Arad bis Bukarest fahren: 11 bis 12 Stunden für 550 km in der zweiten Klasse.

Die Pasta-Party spritze ich, stattdessen behebe ich Geld und gehe zum Billa (von „Billigladen“ abgeleitet, dessen Gründer Karl Wlaschek am 31. Mai 97-jährig in Graz verstorben ist) Proviant einkaufen – fürs Frühstück und aus Gewohnheit. Der Marathonstart ist zwar um die Ecke neben dem Continental Hotel, doch das Frühstück steht am Renntag erst ab 7 Uhr bereit.

Ich verbringe den Abend in einem Lokal nahe dem Fluss, man verspürt summer-feeling, die Gäste sind fröhlich, Musik spielt, die Stille der Natur und des Flusses vermischt sich mit der Freitagabendstimmung des beginnenden Wochenendes.
Als ich zum Hotel zurückkomme, stehen zwei Grazer Autobusse am Parkplatz, für die das Frühstücksbuffet bereits um 6:30 Uhr öffnen wird, wie mir der Portier im Vorbeigehen zuruft. Tatsächlich ist die Gruppe dann vollzählig am Morgen versammelt und alle Tische belegt. Manchmal macht man sich über Landsleute seine Gedanken, bspw. als sich ein älterer Herr über Siebzig am Nebentisch ein halbes Dutzend Semmel mit Extrawurst als Reiseproviant zurechtrichtet und in Servietten einpackt. Ein anderer füllt Apfelsaft aus dem Krug in eine leere 1 Liter Vöslauerflasche. Die „Rentnergang“ hält mich für einen der ihren, der halt im anderen Bus sitzt und bisher noch nicht so aufgefallen ist. Ich hab’s ein wenig eiliger als die Bustouristen, die bis ans Schwarze Meer nach Constanta fahren – zu den Leuten am Tisch sage ich ein vertrauliches „Pfiat eich“

Der Portier gewährt mir einen late Check-out bis 15 Uhr, so kann ich meine Taschen im Zimmer lassen und nach dem Lauf noch duschen.

Als ich gegen 7 Uhr 45 im 200 m vom Hotel entfernten Startbereich eintreffe, sind die meisten Teilnehmer schon anwesend und dabei, sich unter Anleitung eines „Einpeitschers“ mit gymnastischen Übungen aufzuwärmen. Vojislav ist auch da, in Begleitung einiger junger Kolleginnen, die auch mitlaufen werden. Die Marathonläufer erkennt man an den Startnummern mit blauer Schrift, die Nummern der Halbmarathonläufer sind in Rot, sie sind deutlich in der Mehrheit. Staffelläufer kann ich zunächst keine ausmachen, es sind aber welche registriert.

 
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Es wird wie in Novi Grad wieder ein Hitzemarathon werden, das steht fest. Doch während dort erst um 10 Uhr begonnen wurde, erfolgt der Start in Arad bereits um 8 Uhr (und mit der Zeitverschiebung gar schon im 7 Uhr MEZ). So rechne ich auf den ersten zwei Runden mit keinen Problemen, was die Hitze betrifft. Auch habe ich heute ein Sportkappe als Sonnenschutz auf, der mir letzten Samstag  in Novi Grad gefehlt hat. An beiden Orten ist der Marathon 6 Stunden offen, was mir und meinem gegenwärtigen Leistungsvermögen sehr zugute kommt.

Ich bleibe daher gleich nach dem Start einige Augenblicke stehen, um die losstürmenden Läufer von vorne ins Bild zu bekommen. Ziemlich am Ende des Feldes liegend nehme ich dann den Marathon auf, der zunächst kursmäßig vom Rathausplatz (Primaria Municipiului Arad) vielleicht 400 m über den B-dul Revolutiei in die zum Fluss Mures führende Strada Nicolae Grigorescu geht. Über einen Rad- und Spazierweg verläuft die Strecke unter Bäumen vor der Sonne geschützt durch den Parcul Europa. Die Halbmarathonis geben Gas, doch ein Dutzend sind schätzungsweise nach 2 km noch hinter mir. Hier überhole ich auch Sanela mit der Nummer 45, die in Novi Grad dabei war.

Nach ca. 3 km werden die Startnummern der Vorbeilaufenden kontrolliert, es geht in einer 180 Grad-Schleife im Park zurück und dann auf den höher gelegenen Damm, der flussaufwärts weg von der Stadt führt. Links sind Wohnblöcke zu sehen, rechts das satte Grün der Flusslandschaft. Die Str. Eugen Popa zieht sich, die erste Labe, bei der neben Wasser, Iso, Zitronen und Orangenstücke angeboten, erreiche ich knapp vor Km 5 nach 29 Minuten. Auf dem Fußweg einer langgezogenen, vielleicht 500 langen naturgemäß zunächst ansteigenden und dann wieder abfallenden Brückenquerung, auf der am Hauptstreifen reger Autoverkehr im Gange ist, wird der Mures erstmals überquert. Der Rundkurs verläuft zunächst weiter nördlich, auf der Str. Spartacus und Str. Memorandumului dann wieder nach Süden. Über eine wesentlich kürzere Brücke, auf der die E671 führt, geht es  zurück ans andere Ufer, wo nahe beim Hotel Coandi eine weitere Labe eingerichtet ist. Am Flussufer haben sich Sonnenanbeter auf Badetüchern breit gemacht, ich zweifle aber, dass jemand dort schwimmen geht wird. Noch 2 km fehlen auf die erste Runde von vieren.

 
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Die Organisatoren um den Initiator des Arad-Marathons, Sorin-Victor Roman, haben an zahlreichen Positionen Cheerleader eingesetzt, die den Läufern applaudieren und Tafeln mit Aufschriften zur Anfeuerung entgegenhalten. Rumänisch ist eine romanische Sprache, manche Wörter kann man als Lateinkundiger auch zuordnen oder erahnen wie z.B. „Pot - pentru că eu cred ca pot“ , frei übersetzt: „Ich kann das, weil ich denke, ich kann’s“. Das ist übrigens die Grundhaltung der Amis, die sich alles zumuten.

Ich folge auf meiner ersten Runde zwei Halbmarathonis, die eigentlich zu langsam unterwegs sind. Wir kommen zu einer Unterführung, der Weg führt auf die höher gelegene Str. Unirii vorbei an einem historischen Lycéegebäude hinein in die B-dul Revolutiei. Nach 65 Minuten und ca. 10,5 km passiere ich erstmals die Zeitnehmung und gehe auf die zweite Runde.

Ich mag Rundenlaufen eigentlich überhaupt nicht, besonders wenn wie hier nur wenige Läufer im Feld sind, die langsam laufen. Eine Läuferin überholt mich knapp vor Km 15, sie hat einen hochroten Kopf und wirkt nicht mehr so fit. Ich bin mir sicher, dass sie mir nicht entwischen wird. Aber auch ich fühle nach 1:45 Stunden, wie mir die Sonne zusetzt. Es heißt jetzt, auf Vorrat zu laufen, sich die Kräfte einzuteilen. Ich war bei großer Hitze noch nie so gut beisammen, Herbstwetter um 10 Grad auch mit leichten Regen mag ich am liebsten.

Nach 2:22 Stunden erreiche ich die Halbdistanz. Beim Durchlauf nach der zweiten Runde begrüßt mich der Platzsprecher als Toni aus Wien, er hätte auch sagen können, „Anton aus Tirol“, denn dort wurde ich 1954 geboren. Als ich auf die dritte Runde gehe, glauben die Cheerleader, dass ich bereits auf der 4. Runde sei und halten mir bei der 30 km-Marke und einer Laufzeit von ca. 3:40 die 40 km-Anzeige hin. Ich versuche Ihnen auf Englisch zu erklären, dass ich nochmals vorbeikommen werde. Es hat den Anschein, als sei ich der letzte Marathonläufer auf der Strecke.

 
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Auf der beginnenden 4. Runde kommt plötzlich hinter mir die schon weit voraus geglaubte Kollegin mit der Startnummer 13  (nomen est omen) nach – in Begleitung eines Mannes, der nun ihr Pacemaker ist. Sie dürfte sich irgendwo im Schatten  ausgeruht und Kraft gedankt haben. Wer will schon Letzter bei einem Marathon werden, ich natürlich auch nicht. So entwickelt sich bis Km 37 ein ständiger Zweikampf zwischen uns, den sie schließlich verliert.

Von den beiden hübschen weiblichen Kontrollposten vor der Brücke an der der E671, die die Nummern der vorbeikommenden Läufer notieren und die nach der dritten Runde mit Erstaunen  registriert haben, dass ich tatsächlich so langsam unterwegs bin und nicht sie eine Runde vergessen haben einzutragen, mache ich ein Erinnerungsfoto und hoffe, dass sie es über ihren Chef, der M4Y kennt, Sorin-Victor, sichten werden. Während der gesamten 4. Runde wird rundherum alles abgebaut, die Cheerleader-Girls kommen mir entgegen und sind um 12 Uhr 50 schon am Aufbruch, die Straßensperre wird auf 30 cm verschmälert, trotz 6 Stunden Öffnungszeit rechnet niemand mit einer so langen Laufzeit.

Meine Gegnerin, die ab der 4. Runde wegen der Hitze ohne Leibchen mit sonnenverbranntem Rücken unterwegs gewesen ist, habe ich aus den Augen verloren und auch nach dem Zieleinlauf nicht mehr hinter mir nachkommen sehen, wohl aber ihren Begleiter in der Menge erkannt.

Mit 5:20 finishe ich den Marathon in Arad, ein weiteres Land ist somit meiner Sammlung hinzugefügt. Mit meinen gegenwärtig 32 vom Country Club angerechneten Marathons rangiere ich in der Liste am untersten Ende. Aber auch jemand, der z.B. 50 Länder hat, ist dort nur im Mittelfeld anzutreffen. Kollegen im oberen Drittel verzeichnen ab 70 aufwärts bis derzeit 124 durch John Wallace, dem Präsidenten des Clubs. Da mir in Europa noch mehr als 10 Länder fehlen, ist ein Vorrücken in einer überschaubaren Zeit möglich.

Im Zielbereich bekomme ich eine Urkunde allerdings ohne Finisherzeit, die Medaille mit der eingravierten Festung der Stadt und eine Dose mit einem speziellen Isogetränk. Der Kollege von der Zeitnehmung hat mich in der Altersklasse M-60 auf den dritten Platz gereiht. Doch da die Siegerehrung erst um ca. 14 Uhr stattfinden soll, ziehe ich es vor, im Hotel erstmals zu duschen. Als ich dann zurückkomme, ist die Zeremonie schon vorbei, ich treffe niemand mehr an, der mir vielleicht eine zugedachte Anerkennung übergeben würde.

Ein Kinderlauf beschließt die Veranstaltung, die ich als gelungen bewerten würde. Das Preis-Leistungsverhältnis ist mit „Sehr gut“ einzustufen, für 15 Euro bekommt man beim VCM als Draufzahlung bestenfalls einen Kaiserschmarrn und einen G‘spritztn. Das Funktionshirt passt vorzüglich, die Medaille wirkt gediegen. Rennleitung, Organisatoren und die vielen Helfer verdienen Anerkennung und Lob.

 

Sieger bei den Männern:

1. Florin Marcel Lazăr (ROM): 2:43:15
2. Thomas Heller (ROM): 3:01:16
3. Maran Ionuț Sebastian (ROM): 3:06:16

Wertung bei den Frauen

1. Moroșan Mara (ROM): 3:32:18
2. Cristea Florina (ROM): 3:49:49
3. Ioana Reghiș (ROM): 3:56:25

34 Finisher beim Marathon, 169 beim Halbmarathon, 14 klassierte Staffeln

 

 


 

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