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Laufberichte

6-Stundenlauf Weißenstadt

09.09.06

Weißenstadt im Fichtelgebirge - kein schöner Land in dieser Zeit ...

 

Am 09.09.2006 richtete der Wintersportverein Weißenstadt nun bereits zum 4. Mal seinen stets am zweiten Samstag im September veranstalteten "PEMA-Sechs-Stunden-Lauf" aus. Dieser Wettkampf findet in der diesjährigen DUV-6h-Cup-Wertung Berücksichtigung. Die Veranstaltungsleitung lag erneut in den bewährten Händen von Hannes Hübner. Ihn unterstützte ein eingespieltes Team aus fleißig anpackenden und stets freundlichen Helferinnen und Helfern. Als sachkundiger Moderator fungierte Reiner Zimmermann.

 

Der Start, von dem aus um 10.00 Uhr losgelaufen wurde, befand sich in unmittelbarer Nähe des Weißenstadter Campingplatzes. Laufstrecke war jener geteerte Uferweg, der den Weißenstadter See völlig umrundet. Dieser landschaftlich ganz besonders reizvolle Kurs ist DLV-vermessen. Die Rundenlänge beträgt 3.885 m. Wäre nicht an manchen Stellen ein kurzes, sachtes Ansteigen vorhanden, das man zunächst gar nicht wahrnahm, in den letzten Stunden dann aber doch etwas spürte, müsste man die Streckenführung als "völlig flach" bezeichnen.

 

Am Rundenende konnte von einer großen Digitaluhr die jeweilige Zwischenzeit abgelesen werden. Zudem wurde dort unter Einsatz von Transpondern jede von einer Läuferin/einem Läufer vollendete Runde erfasst. Auch an der Marathon- und 50-km-Marke erfolgte für jede Teilnehmerin/jeden Teilnehmer eine offizielle Zeitnahme.

 

Dass nach jeweils 200 m auf der Asphaltierung die seit Rundenbeginn zurückgelegte m-Zahl auflackiert war und man innerhalb von nur 3.885 m zwei Verpflegungsstellen mit einem vielfältigem Angebot eingerichtet hatte, versteht sich bei dieser hervorragend organisierten Ultralaufveranstaltung ganz von selbst. Umkleide- und Duschgelegenheiten wurden in dem nur wenige m vom Start entfernten Campingplatzgebäude bereitgestellt.

 

Die Teilnehmer/innen hatten bei Voranmeldung ein Startgeld in Höhe von 25 € zu entrichten. Hierin war der ab 17.00 Uhr im Campingplatzrestaurant verabreichte gemeinsame Imbiss enthalten. Zudem wurden jeder Finisherin/jedem Finisher bei der gegen 17.45 Uhr anschließenden Siegerehrung als Auszeichnung eine Medaille und ein Sachpreis in Form von Naturalien (unterschiedliche Brotprodukte der Firma PEMA) übergeben. Zur freudigen Überraschung aller Teilnehmer/innen kam hinzu, dass der Hauptsponsor dieser Veranstaltung, die bereits vorgenannte Firma PEMA (deren Chef mit einigen recht humorvollen Worten das gemeinsame Zusammensein bereichert hatte), unangekündigt jeder/jedem Aktiven eine "Armbandlaufzeitenstoppuhr" überreichen ließ.

 

Selbstverständlich wurden auch Urkunden und Ergebnislisten erstellt, deren kostenfreie Zusendung Teilnehmerinnen/Teilnehmer ohne Internetzugang zugesichert bekamen. Im Übrigen war Weitanreisenden für einen Obolus von 2,50 € Übernachtungsmöglichkeit im Campinggebäude oder auf dem Campingplatz und für den gleichen Betrag ein Frühstück im Campingplatzrestaurant angeboten worden.

 

Ich hatte bereits am 10. September 2005 an der Vorjahresveranstaltung teilgenommen (mein damaliges Ergebnis 46.152 m) und diese in allerbester Erinnerung behalten. Deshalb konnte ich zum einen beruhigt davon ausgehen, auch in diesem Jahr wieder eine perfekte Organisation anzutreffen. Zum anderen wusste ich, dass ich mich auf eine einmalig schöne Landschaft freuen durfte.

 

Das im Fichtelgebirge gelegene Weißenstadt befindet sich nämlich auf einer Hochebene, die 600 m über NN liegt. Es wird umrahmt von bewaldeten Bergen, wobei der 880 m hohe Waldstein und das 1.051 m hohe Schneebergmassiv am meisten beeindrucken. Zudem werden die 1299 erstmals urkundlich erwähnte Stadt und ihre nähere Umgebung vom o.g. See und dem hier noch jungen Flusslauf der Eger geprägt.

 

Hinzu kam noch herrliches Wetter, das beinahe schon zu prächtig war. Nachdem ich nämlich bei meiner frühmorgendlichen Anreise noch einen Tiefstwert von +5,5° Celsius vom Außentemperaturanzeiger meines PKW abgelesen hatte, dürfte die Temperatur am Nachmittag in die Nähe von +30° Celsius angestiegen sein. Allerdings wehte an manchen Stellen ein sanfter Wind, und zudem ließen sich große Abschnitte im Schutze des Blätterdaches von Bäumen und Sträuchern laufen, sodass man mit der Wärme eigentlich recht gut zurechtkommen konnte.

 

Dass ich dennoch mit den von mir diesmal erzielten 44.168 m um fast 2 km hinter meinem Vorjahresergebnis zurückblieb, ist wohl in meinem fortgeschrittenen Alter begründet. Irgendetwas zwackt immer, wenn man über 60 ist. Diesmal war es wieder mein lädierter Bandscheibenpuffer, der in mein rechtes Bein hinein ausstrahlte und mich häufiger zu Gehpausen zwang, als ich diese organisch benötigt hätte. Da ich jedoch nach einigen Begebenheiten im Vorfeld dieses Wettkampfes mit Schlimmerem hatte rechnen müssen und dieses nicht eintrat, will ich nicht unzufrieden sein.

 

Hatte ich schon das Rennen selbst sehr genossen, so waren das anschließende "Herumlungern" im Startbereich mit seinen Versorgungszelten (dort gab es Kuchen, Bier und sonst noch vieles, wonach der ausgelaugte Körper begehrte) und das nachfolgende gemeinsame Beisammensein mit Imbiss und Siegerehrung für mich der absolute Höhepunkt. Fast möchte ich behaupten, dass man ein so geselliges und kameradschaftliches Miteinander nur noch im Kreise von Ultraläuferinnen/-läufern und/oder Marathonsammlerinnen/-sammlern erleben kann.

 

Ergebnisse Männer:

1. Strosny, René, Bautzener LV, 76.246 m
2. Dr. Schinabeck, Josef, TV Münchberg, 75.464 m
3. Reus, Florian, LG Würzburg, 71.754 m

 

Ergebnisse Frauen:

1. Schelter, Birgit, SC Sparkasse Fichtelgebirge, 65.648 m
2. Dr. Drescher, Anke, SSC Hanau-Rodenbach, 64.498 m
3. Ngamkam, Angela, TuS Griesheim, 57.303 m

 


 

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