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Laufberichte

43. Ebbser Koasa-Marsch

17.06.12

Generalprobe: Reif für den Berg?

 

43 Mal Ebbser Koasamarsch (deutsch: Kaisermarsch), eine Veranstaltung für den Wanderer und Bergfreund am und im Kaisergebirge. Man muss nicht unbedingt den Marathon unter die Sohlen nehmen, es werden auch kürzere Strecken von fünf, zwölf und zwanzig Kilometer ausgeschildert.

„Wenn Du da hingehst, solltest du unsere Leser mit einem Bericht und Bildern erfreuen. Ich war mehrfach beim Koasamarsch dabei und es hat mir immer großartig gefallen. Auch Du wirst Deine Freude haben." So machte mich Klaus auf das Event aufmerksam. Und da der Graubünden Marathon ansteht und ich noch keine Steigungen trainiert habe, kommt der Koasamarsch gerade recht.

Wie den einen oder anderen schon bekannt, ist bei diesen Veranstaltungen des ÖVV oder DVV (Deutscher Volkssportverband) keine Zeitnahme und keine Sollzeit vorgesehen. Für die günstigen Teilnehmergebühren, die bereits ab 1,50 EUR beginnen, erhält man auf der Strecke kostenlos Tee sowie einen Teilnahmestempel. Für die Marathonis ist für zehn EUR nicht nur eine weitergehende Verpflegung vorgesehen, sondern man erhält eine Urkunde und ein goldenes Abzeichen als Dreingabe.

Der Startort Ebbs liegt unweit von Kufstein und gehört schon zu Österreich. Auf den anderen Seite des Inn liegt Oberaudorf mit der gleichnamigen Autobahnanschlussstelle. Also ist der Ort gut zu erreichen, zumal auch vom Bahnhof Kufstein ein regelmäßiger Bus verkehrt.

 
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Als Startpunkt haben der Wintersportverein Ebbs das Freizeitzentrum „Hallo Du“ gewählt.. Dass der Marathon nicht ganz brettleben am und im Zahmen Kaiser ist, versteht sich von selber. Der eingebauten 1460 Höhenmetern werden ein gescheites Berglauftraining zulassen.

In aller Herrgottsfrühe bin ich am Startgelände, wo schon die Masse sprichwörtlich über alle Berge sind, denn die ersten sind schon um fünf Uhr für ihre Startkarte angestanden. Und was mich beim Lösen der Karte etwas nervös macht, ist die laufende Digitaluhr. Was es damit auf sich hat, erschließt sich mir nicht. Um 06.40 Uhr mache ich mich auf die Socken.

Jetzt ist natürlich in der Gemeinde Ebbs mit rund 5000 Einwohnern nichts los. Nur einige irre Wanderer halten Ausschau nach den Wanderschildern, wo es denn weitergeht. Aber wer  aufmerksam ist, wird die Markierung am Boden, die Flatterbänder oder Schilder frühzeitig sehen. Ebbs ist ein alter Ort, denn 1988 feierte man 1200jähriges Jubiläum. Einen Besuch wäre die Pfarrkirche (erbaut 1748 bis 1756) wert, denn sie beherbergt ein Gnadenbild der Madonna von 1450.

 
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Nach ein paar ebenen Straßenzügen neigt sich unser Weg schon in Richtung Zahmer Kaiser hin. Auf dem westlichen Ausläufer des Buchberges liegt die Kapelle St. Niklaus. Das Gotteshaus lassen wir linkerhand liegen. Der Wanderweg verlässt schließlich das Asphaltband und zweigt in den Wald ein, Tendenz steigend. Zum Laufen zu steil. Eigentlich müsste man jetzt ein Liedchen singen, denn wir sind passenderweise auf dem Musikantensteig unterwegs. Es ist schon wahrscheinlicher, dass da einige Wandersleute pfeifen. Aus den letzten Loch, denn es wird ruppig und steil. Ans Laufen nicht zu denken.

Drei Stunden veranschlagt der Wanderführer für den Aufstieg von Ebbs auf knapp 500 Metern Seehöhe zur Vorderkaiserfeldenhütte (1384 Meter). Ich bin eine Stunde unterwegs, als ein kurzes Wegstück zu beschreiten ist, wofür Trittsicherheit benötigt wird. Der Weg ist keinen halben Meter breit, dafür geht es rechts ein paar Meter hinab. Wer dort ins Straucheln kommt, landet mit Glück zumindest in einem Altschneehaufen.

 
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Genau um 08.00 Uhr, also recht zügig, stehe ich vor der Vorderkaiserfeldenhütte. Hier ist eine Kontrolle eingerichtet. Wir erhalten Stempel und auch was zum Trinken. Apfelschnitze und Bananen werden angeboten. Wer deftige Bergwandererkost braucht, die Hütte ist offen und bewirtschaftet. Man sollte daher ein wenig Geld mitführen. Das Mitführen einer Getränkeflasche wäre auf dem Anstieg von Ebbs auch zweckmäßig gewesen.

Die Hütte liegt am Südwestausläufer des Zahmen Kaisers. Die Aussicht auf Inntal, Kufstein und das Mangfallgebirge ist toll. Direkt gegenüber, nur durch das Kaisertal getrennt, liegt der Wilde Kaiser. Wer einen Abstecher auf die Pyramidenspitze (1998 Meter) machen möchte, der Umweg würde den Bergwanderer rund zwei Stunden kosten. Der höchste Punkt des Zahmen Kaisers ist die nur wenige Meter höhere Vordere Kesselschneid (2002 Meter). Und wer etwas zum Klettern haben will, die Naunspitze und das Petersköpfl bieten Kraxlerrouten bis zum 8. Grad.

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Informationen: Ebbser KOASA-Marathon
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